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Pilotanlage: Der Wärmespeicher ist nach Angaben des DLR besonders preiswert und flexibel hinsichtlich Temperatur, Speichermedium und Leistung. Bild: DLR
Speicherkonzept CellFlux

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Wärme für Industrieprozesse

Wärme im großen Stil speichern ist oft sinnvoll, aber zu teuer. Wie es flexibler und preiswerter geht, zeigt eine Pilotanlage, die heute vorgestellt wurde.

Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart haben das Wärmespeicherkonzept CellFlux entwickelt, mit dem sich Wärme aus Industrie- und Kraftwerksprozessen wesentlich preiswerter als bisher und mit großer Flexibilität hinsichtlich Temperatur, Speichermedium und Leistung speichern lassen soll.

Die DLR-Energieforscher haben das Konzept auch in einer Pilotanlage realisiert, mit deren Hilfe sie das System in unterschiedlichen Testzyklen untersuchen.

„Der Vorteil des CellFlux-Konzepts liegt in seiner großen Flexibilität hinsichtlich des Temperaturbereichs, der Skalierbarkeit des Speichers sowie der Kosteneffizienz des eingesetzten Speichermediums“, fasst Dr. Antje Wörner zusammen, die Leiterin der Abteilung für Thermische Prozesstechnik des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik.

Als Speichermedium setzen die Wissenschaftler leicht erhältliche Feststoffe wie Ziegelsteine, Beton oder Basalt ein. Diese kosten nur einen Bruchteil der bisher in Wärmespeichern verwendeten Flüssigsalze oder Thermoöle. Das CellFlux-Konzept basiert auf einzelnen modularen Zellen und passt sich so flexibel der jeweils erforderlichen Speicherkapazität an. Ein Wärmeübertrager gibt die Prozesswärme an ein Arbeitsmedium (etwa Luft) ab, das in einem geschlossenen Kreislauf durch das feste Speichermaterial strömt und die Wärme weitergibt.

Die Pilotanlage wurde im Rahmen des vierten Stuttgarter Energiespeichersymposiums am 28. Januar 2015 erstmals öffentlich vorgestellt.

Großtechnische Herstellung von Wasserstoff

Im Rahmen des vom DLR-Institut für Technische Thermodynamik veranstaltete Symposiums wurden außerdem die Ergebnisse der vom DLR koordinierten Studie Plan-DelyKad vorgestellt, in der die großtechnische Herstellung von Wasserstoff aus überschüssigem Wind- und Sonnenstrom, die Zwischenspeicherung des Gases in Salzkavernen sowie das Marktpotenzial des Verfahrens untersucht wurden.

„Insgesamt zeigt die Studie ein sehr differenziertes Bild“, bilanzierte Prof. Kaspar Andreas Friedrich, der beim DLR-Institut für Technische Thermodynamik die Abteilung für Elektrochemische Energietechnik leitet. „Für mobile Anwendungen ist ein Geschäftsmodell erkennbar, für andere Anwendungen von Wasserstoff, zum Beispiel in der chemischen Industrie oder zur Rückverstromung noch nicht“, so Friedrich weiter.

Neben dem DLR waren das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) sowie die Unternehmen Ludwig-Bölkow-Systemtechnik und KBB Underground Technologies an der Studie beteiligt. (kk)

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