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Zweitstärkster Windenergieanlagenhersteller im ersten Halbjahr 2015: Senvion hat von Januar bis Juni 2015 100 Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 285 MW installiert. Bild: Senvion
Ausbauzahlen 1. Halbjahr 2015

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Verschnaufpause für die deutsche Windindustrie

Trotz Rückgang der Windenergie an Land prognostizieren die Verbände für das Jahr 2015 einen Zubau von rund 4000 MW in Deutschland.

Der Bundesverband Windenergie und VDMA Power Systems gaben Ende Juli bekannt, dass im ersten Halbjahr 2015 in Deutschland eine Windenergie-Leistung von netto rund 1093 MW zugebaut wurde. Dies entspricht einem Rückgang um etwa ein Drittel (34 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Damals wurde im selben Zeitraum mit 1659 MW ein Rekordwert erreicht. Dennoch ist das erste Halbjahr 2015 immer noch das zweitbeste in der Geschichte der Windenergie in Deutschland, so die Verbände. Nimmt man die Leistung der im ersten Halbjahr abgebauten und ersetzten Anlagen von 92 MW hinzu, so ergibt sich ein Bruttozubau von 1185 MW.

VDMA Power Systems erwartet ein starkes zweites Halbjahr 2015 und einen Jahreszubau von netto 4000 bis 4500 MW Leistung. Das ergibt eine Gesamtleistung der Windenergie an Land von mindestens 42.000 MW am Ende des Jahres. Ausschlaggebend für den Zubau im zweiten Halbjahr sind laut Bundesverband Windenergie drei drohende Restriktionen im Jahr 2016: Erstens setzt die im Erneuerbare-Energien-Gesetz verankerte Degression der Vergütung ein. Zweitens schafft die bei negativen Strompreisen über einen längeren Zeitpunkt ausgesetzte Vergütung ab dem kommenden Jahr zusätzliche Unsicherheit. Drittens zieht das Zinsniveau wieder an.

Ausbau muss sich gleichmäßig entwickeln

„Die deutsche Windindustrie ist mit einem starken Heimmarkt und einer Exportquote von bis zu 60 Prozent gesund", sagt Matthias Zelinger, Geschäftsführer von VDMA Power Systems. Nach seiner Aussage wächst der Weltmarkt seit 2014 jährlich um etwa 5 Prozent. In Deutschland gefertigte Anlagen würden dabei ein Fünftel der 2015 global installierten Leistung ausmachen. Doch der Ausbau von Windenergie an Land muss sich nach seiner Sicht auch in Deutschland künftig gleichmäßig entwickeln. Denn die Windturbinenhersteller und ihre gesamte Lieferkette sind aus seiner Sicht belastet durch den ständigen Wechsel zwischen Phasen der Investitionszurückhaltung wegen unsicherer künftiger Rahmenbedingungen und Phasen mit Schlussverkaufsstimmung durch Vorzieheffekte. Zelinger meint: „Dafür sollten die Volumina für Ausschreibungen ab dem Jahr 2017 geglättet werden und den durchschnittlichen Abbau über einen längeren Zeitraum berücksichtigen.“

Zweithöchste Windenergieausbau in Deutschland

Der Windenergieanlagenhersteller Senvion hat im ersten Halbjahr des Kalenderjahres 2015 Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von über 285 MW in Deutschland installiert. Mit der Leistung der genau 100 in Betrieb genommenen Anlagen im Zeitraum von Januar 2015 bis Juni 2015 ist Senvion damit nach Enercon der zweitstärkste Windenergieanlagenhersteller Deutschlands in diesem Halbjahr. Seit Gründung des Unternehmens hat es in Deutschland Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von über 3600 MW installiert.

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