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Der Neubau mit Solarhochtemperaturanlage soll 2016 in Betrieb gehen. Bild: Stadtwerke Düsseldorf
Forschungsprojekt

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Solarwärme für das Düsseldorfer Fernwärmenetz

In der Stadt am Rhein entsteht eine Solarhochtemperaturanlage mit 200 Quadratmetern Solarfläche und 108 Kilowatt Leistung.

Auf dem Neubau RKM 740 der Wohnungsbaugesellschaft Rheinwohnungsbau in Düsseldorf-Heerdt wird eine Solarhochtemperaturanlage mit 200 Quadratmetern Solarfläche und 108 Kilowatt Leistung gebaut. Die Anlage wird im Frühjahr 2016 in Betrieb genommen und soll ab dann Fernwärme in das Düsseldorfer Netz einspeisen. Begleitet wird das Vorhaben durch das Forschungsprojekt "Solarthermische Einspeisung ins Fernwärmenetz", welches durch das Bundesministerium für Wirtschaft gefördert wird. Wesentliches Ziel ist die Ermittlung, ob solare Energie für das Fernwärmenetz in Düsseldorf nutzbar ist, um so einen weiteren Beitrag zur Primärenergie- und CO2-Einsparung zu leisten.

„Düsseldorf ist eine wachsende Stadt – dies stellt uns vor Herausforderungen beim Aufbau moderner, nachhaltiger Infrastrukturen, insbesondere im Bereich Wärme", sagt Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf. „Unser Ziel ist es, eine intelligente Wärmeinfrastruktur zu schaffen, die die Potenziale und die Gegebenheiten des Ballungsraums Region Düsseldorf bestmöglich kombiniert. Dazu gehört die Nutzung industrieller Abwärme ebenso wie die Einspeisung von erneuerbar erzeugter Wärme auch durch Dritte“.

Untersucht wird die technische Machbarkeit einer solchen Einbindung am Beispiel einer großen Solarthermieanlage. Die Stadtwerke Düsseldorf treiben seit mehreren Jahren den Ausbau eines klimafreundlichen Wärmesystems in der Landeshauptstadt voran, unter anderem mit dem Bau eines hocheffizienten Erdgaskraftwerks in Kraft-Wärme-Kopplung im Düsseldorfer Hafen und mit dem Ausbau der Fernwärmeversorgung in der Stadt. Große Anlagen sowie kleinere Anlagen mit und ohne Kraft-Wärme-Kopplung stehen für die Stadtwerke Düsseldorf nicht im Widerspruch: „Für uns steht neben dem Eigenbetrieb von Anlagen die Verantwortung für den Betrieb und den Ausbau der Wärmeinfrastruktur im Vordergrund. Wir sehen es als unsere Aufgabe, den Ausbau eines intelligenten Wärmesystems auch dadurch zu unterstützen, dass klimafreundlich erzeugte Wärme auch von Dritten eingespeist werden kann“, so Brockmeier.

Bisher gibt es in Deutschland noch keine Beispiele für eine Einspeisung dezentral erzeugter Solarwärme in ein großes Fernwärmebestandsnetz. Als Nachweis soll ein Prototyp für die Kombination einer Solaranlage und einer Einspeisestation in das Fernwärmenetz entwickelt werden. Hierbei besteht die besondere Herausforderung, die eingespeiste Wärme bezüglich Druck und Temperatur den wechselnden technischen Bedingungen des Netzes anzupassen.

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