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Duftstoffe in der Falle ziehen Mosquitos an. Ein Luftstrom saugt die Insekten in die Falle. Bild: Alexandra Hiscox / Swiss TPH
Ohne Insektizide

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Mit Solarkraft gegen Malaria

Eine mit Sonnenenergie betriebene Moskito-Falle hat die Mücken-Population auf der kenianischen Insel Rusinga um 70 Prozent reduzieren können. In der Folge gingen die Malariainfektionen um 30 Prozent zurück.

Insgesamt installierten die Forscher um Studienleiter Willem Takken von der Universität Wageningen und Tom Smith vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) 4500 Fallen auf der Insel, die mit Solarzellen betrieben werden. Neben dem Erfolg im Kampf gegen Malaria brachten sie der Bevölkerung auch mehr Lebensqualität: Die für den Betrieb der Falle benötigten Solarpanel liefern zudem genügend Strom für eine Deckenbeleuchtung im Innern eines Hauses. An einer Batterie lassen sich außerdem Mobiltelefone aufladen. Auch dank dieses Zusatznutzens stießen die Moskitofallen auf hohe Akzeptanz.

Die neu entwickelte Moskitofalle bedient sich eines wirksamen Tricks: Sie ködert die Tiere mit einem menschenähnlichen Duftstoff. Ein Gemisch aus Milchsäure und anderer über die menschliche Haut ausgeschiedene Stoffe lockt die Moskitos zur Falle. Ein mit Solarenergie betriebener Ventilator erzeugt einen Luftstrom und saugt so die Tiere in die Falle ein. „Die Falle tötet die Tiere ganz ohne den Einsatz von Insektiziden“, sagt Studienleiter Willem Takken von der Universität Wageningen. Die Moskitos haben so keine Chance, Resistenzen gegen ein Insektizid herauszubilden.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass damit auf der kenianischen Insel Rusinga 70 Prozent der Malaria übertragenden Mücken vernichtet werden können. Die Malaria-Infektionen sanken dabei um 30 Prozent. Es ist die erste Studie überhaupt, die eine Reduktion von Malaria-Infektionen beim Menschen durch Moskito-Fallen belegt. Im Verlauf der Studie wurden alle Haushalte auf Rusinga schrittweise mit Moskito-Fallen ausgestattet und die Effekte fortlaufend statistisch ausgewertet. Tom Smith und sein Team vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) überwachten die statistische Analyse und Modellierung der Studie.

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