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Brenzlige Angelegenheit: Fachleute von Currenta und TÜV Rheinland prüfen die Feuerfestigkeit von Solarmodulen. Bild: Reinhard Witt/TÜV Rheinland
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Sind PV-Anlagen brandgefährlich?

Ein über 300 Seiten starkes, gratis erhältliches Werk hilft Risiken bei Planung, Installation und Betrieb zu vermeiden.

Nach fast vier Jahren Forschung haben Experten von TÜV Rheinland und Fraunhofer ISE aus Deutschland und der Schweiz die Brandrisiken bei Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung von Sonnenenergie untersucht. Nun liegen die Ergebnisse in Form eines über 300 Seiten starken Leitfadens mit Empfehlungen für die brandschutzgerechte Planung, Installation und den Betrieb von PV-Anlagen vor.

Demnach seien Brandrisiken bei Solaranlagen gering, lassen sich aber leicht noch weiter reduzieren. Dazu können eine verbesserte Qualifizierung der Installateure, eine technische Abnahme und regelmäßige Überprüfung der Anlagen sowie schließlich neue technische Entwicklungen wie Detektoren für gefährliche Lichtbogen beitragen.

Risiken sachlich betrachtet

Die häufigsten Brandursachen seien Installationsfehler gefolgt von Produkt- und Planungsmängeln. Eines der Ziele des Projektes war es, die teils emotionale Berichterstattung zum Thema Brandsicherheit bei PV-Anlagen zu versachlichen und durch die intensive Aufklärungsarbeit konnten auch bei den Feuerwehren viele Vorurteile auszuräumen.

Die Forscher konnten in den zurückliegenden Jahren mit Gewissheit in rund 210 Fällen feststellen, dass Brände durch PV-Anlagen verursacht wurden. Davon blieb der Schaden in 130 Fällen auf die Solaranlage begrenzt. Zum Vergleich: In Deutschland sind über 1,5 Millionen Solaranlagen im Betrieb.

Nach Ansicht der Experten sei allerdings bereits absehbar, dass in den kommenden Jahren ein Anstieg von Bränden durch PV-Anlagen zu erwarten ist. Denn mit zunehmender Alterung der Materialien werden Isolationsfehler, Kontaktprobleme und Übergangswiderstände zunehmen. Der jetzt veröffentlichte technische Leitfaden helfe deshalb, zur Reduzierung dieser Risiken beizutragen.

Er gibt Auskunft zur Bewertung möglicher Brandrisiken, die durch eine PV-Anlage selbst oder fremdbedingt sein können. Ferner werden Möglichkeiten zur Reduzierung des Risikos zur Entstehung von Bränden dargestellt und die Sicherheit von Rettungskräften und Feuerwehren im Einsatz beleuchtet.

TÜV Rheinland und Fraunhofer ISE haben zusammen mit weiteren Partnern das Forschungsprojekt zum vorbeugenden Brandschutz bei PV-Anlagen seit 2011 durchgeführt. Partner des Projektes waren unter anderem die Branddirektion München, Energiebau Solarsysteme, die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), Currenta sowie die Berner Fachhochschule.

Den kostenlosen Leitfaden finden Sie online unter: www.pv-brandsicherheit.de

Energy 2.0 berichtete in der April-Ausgabe 2014 über das Projekt. Den kompletten Beitrag lesen Sie hier .

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