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Flüssigboden für die Forschungsleitung: (rechts neben dem Betonmischer v.l.) Constantin Alsheimer, Vorstandschef Mainova, Walter Herlitschke, Geschäftsführer SWR Südwestdeutsche Rohleitungsbau, Werner Lutsch, Geschäftsführer Arbeitsgemeinschaft Fernwärme und Professor Thomas Neidhart, OTH Regensburg. Bild: Mainova
Fernwärme

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Leitungsbau in Flüssigböden

Verbesserte Verlegungsverfahren von Fernwärmeleitungen im Baustoff Flüssigboden sind Thema eines Forschungsprojekts in Frankfurt.

Ein neues Forschungsprojekt vom Branchenverband Arbeitsgemeinschaft Fernwärme zusammen mit dem Energieversorger Mainova untersucht die Verlegung von Fernwärmeleitungen in Flüssigboden. Ziel ist, das Verfahren hinsichtlich Bauzeiten und -kosten zu optimieren. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft geförderte Projekt startete nun in Frankfurt am Main. Weitere Projektpartner sind die OTH Ostbayerische technische Hochschule Regensburg sowie die GEF Ingenieur.

Untersucht wird das Verhalten des Verfüllbaustoffes Flüssigboden. Dazu wird an einer bestehenden Fernwärmeleitung im Europaviertel ein sogenannter Bypass gelegt. Dieser besteht aus zwei parallelen rund 60 Meter langen Leitungen, die in einer Tiefe von 1,6 Metern verlaufen. Eine der Leitungen ist konventionell in Sand gebettet, die andere in Flüssigboden. Dies ermöglicht den direkten Vergleich bei der Untersuchung. Die Leitungen werden unabhängig vom Fernwärmenetz betrieben. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden sie gezielten Temperaturschwankungen ausgesetzt, die Langzeiteinflüsse simulieren. Eine funkgesteuerte Messeinrichtung erfasst das unterschiedliche Verhalten der Leitungen.

Die Ergebnisse tragen dazu bei, standardisierte Berechnungsverfahren für Flüssigböden zur Anwendung mit Fernwärmeleitungen zu entwickeln. Bisher wird die Zusammensetzung bei jeder Baumaßnahme individuell nach den jeweiligen Gegebenheiten geplant. Dies ist mit großem Aufwand verbunden. Das Verfahren, das bereits im Kanalbau eingesetzt wird, soll neben der Fernwärme langfristig auch für den Bau von Strom- und Gasleitungen optimiert werden.

Das Projekt verspricht neben kürzeren Bauzeiten und geringeren Kosten für die öffentlichen Haushalte, dass auch Anwohner und Autofahrer weniger belastet werden. „Mit unserer Beteiligung an diesem Praxistest wollen wir die noch junge Technologie weiter voranbringen. Damit übernehmen wir Verantwortung als regionaler Energieversorger“, sagte Constantin Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova.

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