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Coolness trifft Effizienz: Auf der Hannover Messe 2015 präsentierte Rittal ein Kühlgerät, das 75 % Energie spart. Bild: Rittal
Kühlgeräte und Energiespeicher

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Kühlung macht blau

Rittal bringt energiesparende Abkühlung in Schaltschränke und Struktur in Energiespeicher

Eine komplett neue Kühlgerätegeneration hat Rittal unter dem Namen Blue e+ auf der Hannover Messe vorgestellt. Neben deutlich höheren Energieeffizienz gegenüber bisherigen Kühllösungen und Energieeinsparungen von bis zu 75 Prozent zeigen sich die Geräte zudem flexibel, sicher und einfach im Handling: Ein grafisches Touchdisplay zeigt Systemmeldungen als Klartext und mehrsprachig an. Die Near-Field-Communication-Schnittstelle (NFC) ermöglicht zudem eine einfache Parametrierung mehrerer Kühlgeräte über ein NFC-fähiges mobiles Endgerät.

Hybridverfahren steigert Effizienz

Europaweit sind Schätzungen zufolge insgesamt etwa 2 Millionen Schaltschrankklimageräte mit einer angenommen Anschlussleistung von 2 Terrawatt (Ø 1 kW pro Gerät) am Netz. Damit sind sie für einen CO2-Ausstoß von etwa 4 Millionen Tonnen pro Jahr verantwortlich. Um hier CO2-Emissionen zu sparen, setzt Rittal bei seiner neuen Kühlgeräte-Generation auf ein neuartiges Hybridverfahren. Mit einer Kombination aus einem Kompressorkühlgerät und einer Heat Pipe sorgt das Verfahren für eine passive Kühlung. Der Kompressor kommt nur dann zum Einsatz, wenn die passive Kühlung nicht mehr ausreicht.

Wesentlichen Einfluss auf die enorme Wirkungsgradsteigerung hat die Regelstrategie für den Hybridbetrieb. Dieser ist auf Energieeffizienz im Teillastbetrieb optimiert. Das Gerät ist somit bei Teillast von 15 Prozent im reinen Heat-Pipe-Modus sechsmal effizienter als ein herkömmliches Kühlgerät. Bei Teillast von 65 Prozent arbeiten beide Systeme im Hybridbetrieb und damit viermal effizienter als ein herkömmliches Gerät.

Sowohl bei den Lüftern als auch beim Kompressor kommen DC-Motoren zum Einsatz. Mit Hilfe der Inverter-Technologie, mit der über eine Spannungsregelung die Drehzahl von Kompressor und Lüfter eingestellt werden kann, wird immer exakt die Kühlleistung zur Verfügung gestellt, die aktuell benötigt wird.

Mehrspannungseingang für die Netze

Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit der Geräte hat Rittal diese mit Mehrspannungsfähigkeit in allen üblichen Netzen versehen. Sie können auf diese Weise weltweit flexibel betrieben werden. Der mögliche Eingangsspannungsbereich geht von 110 V (einphasig) bis 480 V (dreiphasig) bei Netzfrequenzen von 50 Hz oder 60 Hz.

Die Geräte decken einen Leistungsbereich von bis zu 6000 W ab (vorher: maximal 4000 W) und sind bei Temperaturen von minus 30° Celsius bis plus 60° Celsius einsetzbar.

Infrastrukturlösungen für Energiespeicher

Ein weiterer Schwerpunkt auf der Messe war das Thema Energiespeicher, da der Einsatz von Energie-speicher-Modulen sichere und standardisierte Gehäuse- und Schaltschranktechnik erfordert. Mit „Home4Energy“ stellte das Unternehmen in Hanno-ver ein Baukastensystem für alle Infrastrukturanforderungen von Energiespeicher vor.

Das Spektrum reicht von Gehäuse-, Schrank- und Containerlösungen über Stromverteilungs- und Klimatisierungstechnik bis hin zu Planungs- und Projektierungsleistungen sowie Software-Tools.

Rittal bietet modulare Wand- und Standgehäuse sowie anreihbare Schaltschränke – bei Bedarf auch in einem Container integriert – mit hoher Schutzart und internationalen Approbationen. Für die technische Integration von Li-Ion-Batterien im Schrank können Anwender sowohl die modulare 19"-Einbautechnik als auch herkömmliche Lösungen wie Schwerlastböden wählen, die für Lasten bis 100 kg ausgelegt sind.

Effizient klimatisieren lassen sich die Energiespeichersysteme mit passenden Klimatisierungskomponenten. Das Lösungsspektrum reicht dabei vom einfachen Filterlüfter über Kühlgeräte bis zum Chiller mit einer Kälteleistung von bis zu 450 kW. (sq)

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