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Offshore ahoi: Die weltweit ersten Service-Schiffe für Offshore-Windanlagen sollen die Produktivität steigern, Reaktionszeiten verkürzen und die Arbeitssicherheit auf hoher See verbessern. Bild: Siemens
Offshore-Services

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Hightech auf hoher See

Weltweit erste Service-Schiffe für Offshore-Wind stechen in See.

Siemens und die Reederei Esvagt am 23. Juni die Taufen der weltweit ersten beiden Service-Schiffe (Service Operation Vessels, SOVs) gefeiert, die speziell für den Einsatz in Offshore-Windparks konzeptioniert wurden.

Eingebunden sind die SOVs in das auf den Kunden zugeschnittene Offshore-Logistikkonzept von Siemens, das hochmoderne Datenanalyse und vorausschauende Wartungsprogramme umfasst. Die Schiffe sollen so eine höhere Verfügbarkeit der Windenergieanlagen sicherstellen, damit den Stromertrag erhöhen und letztlich zur Senkung der Kosten für Windstrom beitragen.

Mit neuen Technologien und neuen Servicestrategien will Siemens die Lebenszykluskosten der Windenergie auf ein wettbewerbsfähiges Niveau bringen. Die neuen Service-Schiffe sind dabei Teil der Offshore-Versorgungslogistik für einen präzisen, effizienten und sicheren Service der Windkraftanlagen. Als erste in der Branche werden EnBW und wpd die Schiffe einsetzen, um ihren Ertrag aus den Windparks zu maximieren.

Die Esvagt Froude soll als Serviceschiff die Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten in dem von EnBW betriebenen Windpark EnBW Baltic II in der Ostsee unterstützen. Das Spezialschiffs Esvagt Faraday ist für Servicearbeiten im Offshore-Windpark Butendiek des Betreibers wdp in der Nordsee vorgesehen.

Produktiver, schneller, sicherer

Die von Siemens gecharterten und in enger Zusammenarbeit mit der Siemens-Abteilung Maritime and Aviation Solutions entwickelten SOVs sollen den Service von Offshore-Windparks nachhaltig verändern: Sie steigern die Produktivität, verkürzen Reaktionszeiten und verbessern die Arbeitssicherheit. Beispielsweise ist der Zugang zur Windenergieanlage über eine neuartige Gangway auch noch bei einem Seegang mit Wellen von bis zu 2,5 Metern möglich. Bislang waren die Anlagen mit traditionellen Crewschiffen (Crew Transfer Vessels, CTVs) nur bis zu einer Höhe von 1,5 Metern sicher erreichbar.

Offshore-Windkraftwerke der neuen Generation sind immer weiter von der Küste entfernt. Dadurch entsteht ein wachsender Bedarf an intelligenter und vorausschauender Serviceplanung. Insbesondere unter schwierigeren Wetterverhältnissen wie in den Wintermonaten mit tendenziell hoher Windenergieausbeute sind der Service und die Wartung von großer Bedeutung.

Hightech für Offshore-Wind

Gestützt auf seine Erfahrung mit Offshore-Windkraftanlagen hat Siemens neue Offshore-Servicekonzepte entwickelt, die auf den jeweiligen Standort und Kunden zugeschnitten SOVs, CTVs, Hubschraubern, Helihoist-Plattformen und Hubschiffen kombinieren. Ein Eckpfeiler dieses Ansatzes ist die erweiterte Ferndiagnose und -überwachung des Unternehmens. Bis zu 85 Prozent der Alarme können bereits aus der Ferne geklärt werden. Sollte dennoch ein Serviceeinsatz vor Ort erforderlich sein, können die Siemens-Ingenieure die bereits erfassten Daten auswerten, um die jeweils notwendigen Reparaturen genau vorherzusagen, bevor sie sich zu größeren Problemen auswachsen, und zudem vorausschauend Maßnahmen ergreifen. Dies ermöglicht Siemens, die richtigen Ressourcen für einen exakten und effizienten Service mit einer optimalen Kombination von Logistik und Planung einzusetzen.

Die SOVs bieten an Bord ein großes Ersatzteillager sowie komfortable Unterkünfte für bis zu 40 Siemens-Techniker. Sie können auf den SOVs in der Nähe des Windparks jeweils mehrere Wochen leben und arbeiten. Somit verringert sich die Reisezeit zu und von den Windenergieanlagen deutlich. Dadurch erhöht sich die effektive Arbeitszeit der Techniker an der Windenergieanlage selbst um bis zu 50 Prozent gegenüber dem Transfer mit traditionellen CTVs.

Die SOVs sind mit einem hydraulischen Zugangssystem mit Bewegungssensoren ausgestattet. Diese Gangway des niederländischen Unternehmens Ampelmann vergrößert das wetterabhängige Arbeitsfenster und ermöglicht den Technikern, auch bei höherem Seegang sicher zu den Windenergieanlagen zur Arbeit zu „gehen“. Da das SOV jeweils mehrere Wochen vor Ort bleiben kann, muss das Schiff nur zum Auftanken und zum Auffüllen von Vorräten und Ausrüstung in den Hafen zurückkehren.

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