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Mittelspannungslängsregler: Er gleicht in der Nähe der Stadt Neuerburg künftig Spannungsschwankungen im regionalen Stromnetz aus. Bild: Westnetz
Netzstabilität

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Gleichmässiger Energiefluss in der Eifel

Die Verteilnetze werden zunehmend durch die schwankende Einspeisung von erneuerbaren Energien belastet. In der Eifel löst Westnetz das Problem mit einem weiteren intelligenten Mittelspannungsregler.

Der RWE-Verteilnetzbetreiber Westnetz hat einen neuen Mittelspannungsregler in der Nähe der Stadt Neuerburg im Ortsteil Krenzdorf installiert. Der rund 40 Tonnen schwere Container mit den Maßen 2,50 mal sechs Metern wurde mit einem Kran an seinen Standort im Verteilnetz gehoben. Für ihn und dessen Systemeinbindung in das Netz investiert das Unternehmen mehrere hunderttausend Euro.

Nach der Pilotinstallation eines gemeinsam mit dem Technologiekonzern ABB produzierten Reglers in der Nähe von Nattenheim bei Bitburg vor rund einem Jahr bringt Westnetz das Konzept zum Ausgleich von Spannungsschwankungen zum zweiten Mal in der Region zum Einsatz. Durch die dezentrale und schwankende Einspeisung erneuerbarer Energie stoßen die Netze mittlerweile an ihre Grenzen. Aus diesem Grund setzt der Verteilnetzbetreiber in der Eifel anstelle des Netzausbaus zunehmend auf den Einsatz von intelligenter Technik wie Mittelspannungsregler.

Er kann eine elektrische Leistung von bis zu acht MVA (Megavoltampere) übertragen und deren Spannungsniveau im Bereich zwischen +/- zehn Prozent intelligent beeinflussen. Durch den Regler kann Westnetz die Spannungsschwankungen aus der Einspeisung aus erneuerbaren Energien in einem knapp 20 Kilometer langen Stromkreis mit einer gesamten Netzlänge von rund 40 Kilometern besser aussteuern. Erwartungsgemäß werden um die Umspannanlage Sinspelt zu der bisher rund fünf Megawatt installierten Erzeugungsleistung so weitere rund drei Megawatt erneuerbare Kapazität ans Netz angeschlossen werden können. Diese Kapazitätssteigerung entspricht der Leistung von mehreren hundert durchschnittlich großen Solaranlagen auf Hausdächern. „Mit den Mittelspannungsreglern verfügen wir über ein Betriebsmittel, um die Energiewende mit wirtschaftlichen Lösungen zu gestalten. So werden wir den Herausforderungen des Ausbaus erneuerbarer Energien auf dem Land besser gerecht und verfügen über eine echte Alternative zum Netzausbau“, sagte Jürgen Stoffel, Leiter des Regionalzentrums Trier.

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