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Eines der fünf neuen Blockheizkraftwerke mit Transistoren wird in der neuen Energiezentrale auf dem Gelände der Fordwerke Saarlouis aufgebaut. Bild: Thomas Seeber/Steag
Kraft-Wärme-Kopplung

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Energiezentrale für Ford

Mit einer Investition von über 20 Millionen Euro will Steag New Energies ein neues Energiekonzept zur dezentralen Versorgung des Ford-Werks in Saarlouis umsetzen. Fünf Blockheizkraftwerke produzieren künftig Wärme und Energie für den Standort.

Steag New Energies (SNE), ein Tochterunternehmen des Energieversorgers Steag, soll die Energiezentrale des Ford-Werkes in Saarlouis optimieren. Es sollen fünf Blockheizkraftwerke (BHKW) mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt (MW) Heizwärme und 22 MW elektrischer Energie im Werk installiert werden. Die zur Eigenversorgung des Werkes anfallende Stromproduktion liegt bei rund 149 000 Megawattstunden pro Jahr (MWh/a), die Wärmeproduktion umfasst zirka 138 000 MWh/a. Geplant ist, dass die neue Energiezentrale Ende 2016 den Betrieb aufnimmt. Das Bauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von über 20 Millionen Euro steht im Mittelpunkt eines Energiekonzepts, mit dem SNE und Ford gemeinsam die dezentrale Versorgung des Werks mit Strom und Wärme optimieren. Der Saarbrücker Energie-Dienstleister übernimmt bei diesem Projekt nicht nur die Planung, den Bau und die Finanzierung der Energieversorgung, auch die Betriebsführung und Überwachung der Anlagen erfolgen ferngesteuert über die Zentralstation des Unternehmens in Saarlouis.

Mit dieser neu konzipierten Anlage kann Ford den CO2-Ausstoß am Standort Saarlouis um rund 20 Prozent reduzieren. Die BHKW nutzen durch Kraft-Wärme-Kopplung den eingesetzten Brennstoff besonders effizient aus. Der Erdgasbedarf der Anlagen liegt nach Angaben von SNE bei zirka 365 000 Megawattstunden pro Jahr. Schon nach Inbetriebnahme kann Ford seinen Strombedarf weitgehend aus eigener Erzeugung decken und so Kosten sparen. Von der Investition profitiert auch das Klima, wie Karl Anton, Director Vehicle Operations Ford of Europe, sagt: „Ford hat umfassende globale Strategien und Ziele für die Minderung der Umweltbelastung. Dazu zählt unter anderem, dass der CO2-Ausstoß pro hergestelltem Fahrzeug bis zum Jahr 2025 und gegenüber 2010 um 30 Prozent reduziert werden soll. Mit dem neuen BHKW tragen wir hierzu bei.“

Die BHKW finden ihren Platz am Standort des ehemaligen Heizwerkes. Hier wurden bestehende Kessel älterer Bauart durch die SNE demontiert; die Arbeiten dazu haben im Oktober 2015 begonnen. Das Heizwerk wurde darüber hinaus um einen Anbau erweitert, um Platz für die neuen Anlagen zu schaffen. Die BHKW mit einer Leistung von je rund 4,4 MW elektronisch produzieren Strom und Wärme und speisen diese direkt in das Werksnetz ein. Die künftig dort produzierte Strommenge würde ausreichen, um die 60 000 Einwohner von Saarlouis und Dillingen zu versorgen. Zur Versorgung der BHKW mit Erdgas baut die SNE eine Hochdruckleitung sowie eine Übergabestation. Die Gesamtanlage wird in das Fernwärmenetz des Fernwärme-Verbund Saar integriert. Es nimmt überschüssige Wärme der BHKW-Anlagen auf und sichert umgekehrt die Versorgung bei Spitzenlast oder Ausfällen. Die gesamte Energiezentrale wird von der Leitwarte der SNE in Saarlouis aus ferngesteuert.

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