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Wetterwandel: Deutschland wird künftig mehr mit Hitzewellen zu kämpfen haben. Ballungsgebiete in Ostdeutschland und dem Rheintal werden besonders gefährdet sein. Bild: knipseline/pixelio
Klimaanpassung

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Folgen des Klimawandels verstärken sich

16 Bundesbehörden und -institutionen haben eine Studie zu den Auswirkungen des Klimawandels veröffentlicht. Deutschland muss sich auf starke Klimaänderungen vorbereiten.

In Deutschland werden künftig verstärkt die Folgen des Klimawandels zu spüren sein. Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wird es mehr Hochwasser oder Hitzewellen geben. Damit wird das Schadenspotenzial des Klimawandels für Natur, Gesellschaft und Wirtschaft steigen. Das ist das Ergebnis der so genannten Vulnerabilitätsanalyse, einer deutschlandweiten Studie zur Verwundbarkeit gegenüber dem Klimawandel, die pünktlich zum Pariser Weltklimagipfel fertig ist. Sie bildet die Grundlage für Vorsorgemaßnahmen der Bundesregierung und dient dazu, die deutsche Strategie zur Anpassung an den Klimawandel weiterzuentwickeln.

„Die Ergebnisse zeigen, was uns verletzlich macht, worauf wir uns vorbereiten müssen, welche Regionen besonders betroffen sein werden. Der Klimawandel wird in der Zukunft auf andere sozioökonomische Bedingungen als heute treffen. In der Vulnerabilitätsanalyse wurden erstmals für Deutschland auch sozioökonomische Szenarien wie Veränderung der Landnutzung, ökonomische und demographische Entwicklung betrachtet“, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes.

Deutschlands Regionen werden unterschiedlich stark vom Klimawandel betroffen sein. So sind beispielsweise Ballungsgebiete in Ostdeutschland und dem Rheintal durch Hitzewellen besonders gefährdet. Hier kann bis zur Mitte des Jahrhunderts die Anzahl der heißen Tage pro Jahr auf 15 bis 25 Tage ansteigen. Heute gibt es acht bis zwölf solcher Tage mit einem Tagesmaximum der Lufttemperatur von mindestens 30 Grad Celsius. Im norddeutschen Tiefland könnte die Anzahl der Überschwemmungen durch Flusshochwasser zunehmen, Süddeutschland ist dagegen durch Überschwemmungen infolge von Starkregen besonders bedroht.

In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wird es voraussichtlich häufiger zu Frühjahrs- und Sommertrockenheit kommen. Dies wird die Auswahl der Nutzpflanzen und die Erträge in der Land- und Forstwirtschaft beeinflussen. Gleichzeitig kann die deutsche Landwirtschaft durch eine längere Vegetationsperiode durchaus auch vom Klimawandel profitieren, beispielsweise durch den Anbau von wärmeliebenden Kulturpflanzen wie die Sojabohne oder die Sorghum-Hirse.

Das Netzwerk Vulnerabilität wurde 2011 im Auftrag der Bundesregierung gegründet. Heute besteht das Netzwerk aus 16 Bundesbehörden und -institutionen aus neun Ressorts und einem wissenschaftlichen Konsortium, finanziert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und koordiniert durch das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) im Umweltbundesamt.

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