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Teststand: Hier werden anwendungsspezifische Lastprofile auf Brennstoffzellenstacks übertragen. Bild: EWE
Integrierte Energiesysteme

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Energieeinsatz vorhersagen

Lastprofile ermöglichen präzise Vorhersagen zum künftigen Energiebedarf

Anhand von Lastprofilen lassen sich elektrische und thermische Energieflüsse in Wohngebäuden bereits während der Planungsphase ermitteln. So ist es möglich, die Heizungsauslegung für neue Gebäude bereits vor der Installation zu berechnen. Diese Lastprofile eignen sich auch für bereits bestehende Gebäude, etwa zur Auslegung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Die Wissenschaftler des EWE-Forschungszentrum Next Energy ermitteln derzeit detaillierte Messverfahren und erläutern auf der Hannover Messe 2015, wie sich diese Daten für einen effizienteren Energieeinsatz im Gebäude-Energiemanagement nutzen lassen.

Der Fokus in den aktuellen Forschungsvorhaben des Forschungszentrums richtet sich vor allem auf die Erstellung und die Anwendung von Referenzlastprofilen für den Hausenergiebedarf. Mit den Leistungsdaten und dem Abgleich dieser Profile für KWK-Anlagen sind die Wissenschaftler in der Lage, unter standardisierten Bedingungen Vergleiche zwischen verschiedenen Anlagen zu generieren. Auch lassen sich Aussagen über die erzielbare Laufzeit pro Jahr, über die Nutzungsgrade sowie über die Stromeigennutzungs-Anteile ableiten.

In erster Linie erstellt Next Energy Lastprofile für Ein- und Mehrfamilienhäuser, perspektivisch auch bis hin zu Quartierslösungen für die dezentrale Energieversorgung. Dabei werden gemäß der VDI-Richtlinie 4655 sowohl verschiedene Tageslastgänge und Klimaregionen als auch die Bedarfsdaten der Gebäude berücksichtigt.

Mit eigenentwickelten Methoden und Verfahren werden die erforderlichen spezifischen Tageslastgangprofile generiert und diese in Jahresprofile oder Zeitraffer überführt. So können etwa Betriebsweisen wie Nachtabsenkung der Raumtemperatur oder Sondernutzungszeiten wie Urlaube implementiert werden. Auf Basis der umfangreichen Messdaten konnten auch Szenarien entwickelt und validiert werden, welche die Stromerzeugung aus Photovoltaik mit berücksichtigen.

Neben der Anwendung für Wohngebäude befassen sich die Wissenschaftler auch mit der Leistungsbestimmung von Brennstoffzellen- Stacks für verschiedene weitere Anwendungen, zum Beispiel für den Automobil-Sektor.

Halle 27, Stand 55 D

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