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Weltrekord: Mehr Wattstunden wurden noch nie innerhalb eines Tages durch Muskelkraft in eine Autobatterie gepumpt. Bild: RWE
Weltrekord

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E-Mobil mit Muskelkraft geladen

Welche elektrische Leistung können Menschen in die Batterie eines Elektrofahrzeugs einspeisen?

Was immer da für nette dreistellige Watt-Zahlen an den Fitnessgeräten aufblitzen, wenn unsereins sich mal richtig ins Zeug legt: Sie sind vermutlich bestenfalls ein Maß dafür, was der Körper des Sportlers in diesem Moment leistet. Aber wichtig fürs Laden ist ja bekanntlich, was am (Kabel-)Ende herauskommt.

Und auf dem Weg vom Spinning-Rad zur Autobatterie erzeugten im Falle eines Weltrekordversuchs in Oldenburg, an dem die Jade-Hochschule unter Leitung von Prof. Folker Renken und RWE beteiligt waren, Fahrraddynamos den Strom aus der Rotationsenergie der Fitness-Geräte. So ein Fahrrad-Dynamo ist allerdings für Leistungen von nur etwa 3 Watt gebaut.

In der nach vielen Versuchen gewählten Anordnung mit 4 Dynamos pro Spinning-Wheel rechneten die Techniker mit etwa 8,9 Watt, die sie tatsächlich abzapfen könnten – eine recht kleine Zahl, an der auf dem Weg zur E-Mobil-Batterie noch Kabel- und Wandlungsverluste nagen.

Kleine Leistung – großes Ziel vor Augen

Auf der anderen Seite sollte der erzeugte Strom schließlich für mindestens 100 km Fahrt mit einem e-Up von Volkswagen reichen: Schätzungsweise 13 kWh (13.000 Wh) würden dafür benötigt.

Also braucht man einen großen Multiplikator: Wenn nicht ein Sportler, sondern gleichzeitig 100 in die Pedale treten, stehen theoretisch 890 Watt zur Verfügung, nach 10 Stunden hätten sie maximal 8900 Wh (8,9 kWh) erstrampelt – das kommt immerhin schon in die richtige Größenordnung.

Die Veranstalter entschieden sich dann, 120 Standräder aufzustellen, da ja nie alle ständig in Betrieb sein können, und den Ladevorgang 24 Stunden aufrechtzuerhalten. Und siehe da: 20.700 Wh (20,7 kWh) kamen zusammen und beförderten den ministerialen Schirmherr der Veranstaltung (siehe Bildergalerie) über die Guinness-Buch-Weltrekordstrecke von 120 km – 14,4 km mehr als im Vorjahr.

Für eine Handvoll Watt...

Ach ja: 2900 Teilnehmer trugen am vergangenen Wochenende in Oldenburg zur Weltrekord-Stromernte aus Muskelkraft bei – macht etwa 7 Wh pro Teilnehmer, was sich in einer schweißreichen Stunde bei 7 W elektrischer Leistung erzeugen ließe. (kk)

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