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Projekt Meerwind Süd/Ost: Das kombinierte Geschäft von Siemens und Gamesa soll global in allen wichtigen Regionen aktiv sein. Bild: Siemens
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Aufwind für Siemens-Gamesa-Allianz

Update: Noch vor dem endgültigen Vollzug der Fusion mit Siemens verzeichnet der Windkraftanbieter Gamesa aus Spanien durch die steigende Nachfrage nach Windturbinen im ersten Halbjahr ein rekordverdächtiges Plus.

Der Umsatz des spanischen Unternehmens, das sein Windkraftgeschäft mit dem von Siemens zusammenlegen will, wuchs um rund ein Drittel an aufgrund des fast um die Hälfte erhöhten Absatzes von Windturbinen. Der Auftragseingang wuchs im ersten Quartal um 16 Prozent. Insgesamt rechnet das spanische Unternehmen mit über 4000 Megawatt Kapazität, auch das EBIT wird voraussichtlich die Erwartungen von 400 Millionen Euro um 30 Millionen Euro übertreffen.

Was bisher bekannt war

Siemens wird künftig 59 Prozent der Anteile des kombinierten Unternehmens besitzen, während die bestehenden Aktionäre des Windanlagenbauers Gamesa 41 Prozent halten werden. Die Geschäfte der Unternehmen ergänzen sich in Bezug auf globale Aufstellung, bestehende Produktportfolios und Technologie. Das kombinierte Geschäft soll global in allen wichtigen Regionen aktiv sein und ein weltweites Fertigungsnetzwerk haben. Zudem werde diese Transaktion zu einem Produktportfolio führen, das alle Windklassen und die wichtigsten Marktsegmente adressieren soll. Die beiden Unternehmen erwarten ein erhebliches Synergiepotenzial durch den Zusammenschluss. In Summe werden jährliche EBIT-Synergien von 230 Millionen Euro im Jahr vier nach Closing erwartet.

Auf Pro-Forma-Basis (zwölf Monate bis März 2016) hatte das kombinierte Unternehmen, das von Siemens konsolidiert werden wird, eine installierte Leistung von 69 Gigawatt weltweit, einen Auftragsbestand von zirka 20 Milliarden Euro, einen Umsatz von 9,3 Milliarden Euro und ein angepasstes EBIT von 839 Millionen Euro. Das kombinierte Unternehmen wird seinen Sitz in Spanien haben und an der spanischen Börse notiert bleiben. Die Onshore-Zentrale wird in Spanien und die Offshore-Zentralen werden in Hamburg, Deutschland, und Vejle, Dänemark, sein.

Das Gamesa-Board und der Siemens-Aufsichtsrat unterstützen die geplante Fusion einstimmig. Der spanische Energieversorger Iberdrola hat mit Siemens eine Aktionärsvereinbarung abgeschlossen und soll nach erfolgtem Vollzug zirka acht Prozent am kombinierten Unternehmen halten. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gamesa-Aktionäre sowie anderen Bedingungen, wie Freigaben durch die Kartellbehörden und Bestätigung durch die spanische Börsenaufsicht, dass Siemens kein verpflichtendes Übernahmeangebot nach Vollzug der Transaktion abgeben muss. Gamesa hat ein Merger-Komitee mit der Überwachung des Zusammenschlusses betraut. Das Komitee besteht ausschließlich für diesen Zweck und ist mit unabhängigen Mitgliedern des Verwaltungsrats besetzt. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Quartal des Kalenderjahres 2017 erwartet.

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