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Mit der richtigen Infrastruktur lassen sich städtische Gebiete als Energiespeicher nutzen. Bild: Pixabay
Energiewende

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Die Stadt als neuer Energiespeicher

Noch schwankt die Einspeisung aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Solar stark. Die zuverlässige Versorgung fordert den Bau von mehr Energiespeichern. Oder aber man koppelt Strom und Wärmeversorgung - wie in folgendem Forschungsprojekt.

Das Forschungsprojekt Die Stadt als Speicher untersucht, wie Städte besser zur Energiewende beitragen können. So lassen sich vorhandene Speicherpotentiale ausschöpfen, indem man die Strom- und Wärmeversorgung koppelt.

Unter Leitung des Instituts für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft (IE3) der TU Dortmund wurde in den vergangenen zwei Jahren ein System entwickelt, mit dem sich Flexibilitätsoptionen zielgerichtet nach der aktuellen Einspeisung erneuerbarer Energien betreiben lassen. Als Flexibilitätsoptionen sind elektrische Verbraucher und Erzeuger wie Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke, deren Stromverbrauch beziehungsweise Erzeugung sich zeitlich verschieben lassen - und zielgerichtet steuern, sodass der Strom aus erneuerbaren Energien in Städten gespeichert werden kann.

In Herten (NRW) und Wunsiedel (Bayern) startet nun ein Feldprojekt zur Erforschung der virtuellen Energiespeicherung. Der Feldtest wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und erfolgt unter Mitwirkung des Fraunhofer Instituts Umsicht in Oberhausen, dem Lehrstuhl für Energiewirtschaft an der Universität Duisburg-Essen, Robert Bosch, Bittner+Krull Software sowie den Stadtwerken in Herten und Wunsiede.

Dabei werden drei Blockheizkraftwerke in einem Freizeitbad, einem Hallenbad und einem Nahwärmenetz sowie drei Wärmepumpen, eine Photovoltaikanlage, ein großer Lithium-Ionen-Speicher und eine private Elektrospeicherheizung für ein Jahr zur Einspeicherung der PV- und Windeinspeisung in Deutschland verwendet. Um Einsatzfahrpläne für die einzelnen Anlagen zu kalkulieren, kommen aktuelle Wetterprognosen zum Einsatz. Diese Fahrpläne werden durch das Internet an die Anlagen gesendet und vor Ort umgesetzt. Dabei lassen sich die Belastungen des Stromnetzes mit berücksichtigen, sodass der Leitungsausbau im Stromnetz auf langfristige Sicht reduziert werden kann.

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