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Für 37 Prozent der Deutschen ist ein internationales Abkommen die wichtigste Maßnahme, um den Klimawandel aufzuhalten. Bild: Lichtblick SE
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Deutsche hoffen auf ein erfolgreiches Klimaabkommen

Für fast 90 Prozent der Bundesbürger ist Klimaschutz wichtig. Ein verbindliches Abkommen und der Ausbau der erneuerbaren Energien werden bei einer Befragung als wichtigste Maßnahmen genannt.

Als wichtigste Klimaschutzmaßnahme im Kontext der UN-Verhandlungen bewerten 37 Prozent der Deutschen, dass erfolgreich ein Klimaschutz-Abkommen verhandelt wird. 32 Prozent halten den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien für die bedeutendste Maßnahme. 15 Prozent der Befragten sehen die größten Klimaschutzpotentiale in einer starken Reduktion des Energieverbrauchs. Dies geht aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage unter rund 2000 Bundesbürgern im Auftrag der Energiewende-Partner WWF und Lichtblick anlässlich der UN-Klimakonferenz hervor. Die Umfrage wurde im Vorfeld des Klimagipfels in Paris durchgeführt, zwischen dem 13. und 16.November 2015 nahmen 2056 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+).

Klimaschutz liegt den Deutschen am Herzen. 54 Prozent der Bürger finden das Thema „äußerst wichtig“ oder „sehr wichtig“. Weitere 35 Prozent ordnen es als „wichtig“ ein. Fast 40 Prozent stimmen der Aussage zu, häufig oder sehr häufig über die globalen Folgen des Klimawandels nachzudenken. Viele Bundesbürger sind auch bereit, ihren eigenen Beitrag zu leisten. So geben 44 Prozent an, weniger Auto zu fahren, um das Klima zu schützen. Weitere Maßnahmen sind der Verzicht auf Flugreisen, den 31 Prozent als Beitrag nennen, während 21 Prozent den Bezug von Ökostrom angeben. Lediglich 14 Prozent sagten, nichts für den Klimaschutz zu tun.

„Deutschland ist ein Land der Klimaschützer. Die Menschen nehmen das Thema ernst, sorgen sich um die Folgen und ziehen auch persönlich Konsequenzen. Die Bundesregierung muss den Rückenwind aus der Bevölkerung nutzen, um die Energiewende zu beschleunigen. Sonst verliert Deutschland seine Vorreiterrolle im Klimaschutz“, so Gero Lücking, Geschäftsführung Energiewirtschaft von Lichtblick. Auch die Bundesregierung sei aufgerufen, den Kohleausstieg schnellstmöglich einzuläuten“, sagt Regine Günther, Generaldirektorin Politik und Klima von WWF Deutschland. Die Staaten müssten bis spätestens 2050 aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas aussteigen und ihre Energieversorgung auf erneuerbare Energien umstellen.

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