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Panorama

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Biokraftstoff der zweiten Generation?

Leserbrief zum Aufmacherthema der energy2.0 week 6/2012:

Ich war etwas verwirrt von der Bildunterschrift: "Aus dem bislang ungenutzten agrarischen Reststoff wird ... Bio-kraftstoff der zweiten Generation hergestellt." Der Begriff "Biokraftstoff der zweiten Generation" wird doch nur im Zusammenhang mit der Fischer-Tropsch-Synthese verwendet.

Dr.-Ing. Mathias Effenberger,

Bayerische Landesanstalt für

Landwirtschaft (LfL), Freising

Stellungnahme der Redaktion:Sie haben Recht: "Biokraftstoff der zweiten Generation" wird oft im Zusammenhang mit der Fischer-Tropsch-Synthese verwendet - aber eine eindeutige und akzeptierte Definition des Begriffs scheint es nicht zu geben. Das Fischer-Tropsch-Verfahren kann Pflanzenbestandteile verwenden, die nicht als Nahrungsmittel dienen, obwohl tatsächlich in der Praxis auch Nahrungsmittel eingesetzt werden. Auf der anderen Seite ersetzt Verbio, um die es in dem Artikel ging, Nahrungsmittel durch Biomasse-Reststoffe (etwa biogene Abfälle) und arbeitet mit Getreideschlempe und Stroh.

Angesichts der Tank-oder-Teller-Diskussion ist das Fischer-Tropsch-Verfahren - auch wenn es zur Biomass-to-Liquid-Produktion eingesetzt wird - vielleicht technisch ein Fortschritt, aber wird von sozialpolitisch engagierten Kritikern nicht als "neue Generation" der Bio-Kraftstoff-Herstellung gesehen, solange Nahrung verwendet wird. Daher scheint der Begriff "zweite Generation" heute bisweilen mit "Produktion ohne Nahrungsmittel" gleichgesetzt zu werden (siehe auch mobility2.0week 5/2012 vom 15.3.2012 auf Seite 2).

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