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Ein solches Brennstoffzellen-Kraftwerk wird auch auf dem Firmengelände von Friatec in Mannheim entstehen. Bild: Energy Solutions GmbH
Erneuerbare Energie

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Erstes Brennstoffzellen-Kraftwerk der Megawatt-Klasse

Der Werkstoffhersteller Friatec will künftig seinen Strombedarf für Produktionsprozesse über ein Brennstoffzellen-Kraftwerk im Megawatt-Bereich decken. Es ist das erste seiner Klasse in Europa.

Mitte 2016 soll das europaweit erste industrielle Brennstoffzellen-Kraftwerk der Megawatt-Klasse in Betrieb gehen. Es wird am Firmensitz des Kunststoff- und Keramikproduktehersteller Friatec in Mannheim durch Eon Connecting Energies, Tochtergesellschaft für integrierte Energielösungen bei Eon, errichtet. Fuelcell Energy Solutions liefert dafür die Brennstoffzelle und übernimmt die Wartung. Das Kraftwerk mit einer Nennleistung von 1,4 Megawatt erzeugt künftig jährlich rund 11,2 Gigawattstunden Strom sowie rund 6000 Megawattstunden Wärmeenergie aus Erdgas. Friatec wird die Energie für den Eigenbedarf nutzen.

Die Megawatt-Brennstoffzelle mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 47 Prozent wird etwa 60 Prozent des Strombedarfs für die Produktionsprozesse bei dem Werkstoffhersteller decken. Mit dieser Lösung wird das Unternehmen jährlich bis zu 46 Prozent der elektrischen Energie selbst produzieren und seine CO2-Emissionen durch die gleichzeitige Nutzung von Strom und Wärme um etwa 3000 Tonnen jährlich reduzieren.

Brennstoffzellen liefern im Vergleich zu Solar- und Windenergie wetter- und zeitunabhängig Energie. Daher sind sie in allen Industriebereichen mit hohem Grundbedarf an Strom und Wärme, egal ob in Form von Dampf, Warmwasser oder über Wärmetauscher produzierte Kälte, einsetzbar. Dank der hohen Ablufttemperatur von bis zu 400 Grad Celsius kann die Wärme flexibel genutzt werden. Durch den hohen elektrischen Wirkungsgrad wird mehr Strom als Wärme produziert, was die Wirtschaftlichkeit der Anlagen unterstützt.

Mit einem Gesamtwirkungsgrad von rund 90 Prozent sind die Brennstoffzellen-Kraftwerke basierend auf dem elektrischen Wirkungsgrad von 47 Prozent erheblich effizienter als herkömmliche fossile Kraftwerke. Da anstelle eines Verbrennungsprozesses eine elektrochemische Reaktion stattfindet, fallen bei der Stromgewinnung keine schädlichen Emissionen wie Stickstoffoxid, Schwefeloxyd und Feinstaub an. Der Betrieb ist zudem leise und vibrationsfrei.

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