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Power-to-Heat-Anlage im Regelenergiepool: Die Besonderheit der Anlage liegt in ihrer Einbindung in das Ludwigshafener Fernwärmenetz. Im Bild zu sehen ist ein Fernheizkraftwerk. Bild: TWL
Virtuelle Kraftwerke

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Regelenergiepool erweitert

Clens vermarktet Power-to-Heat-Anlage der TWL am Regelenergiemarkt und übernimmt IT-Dienstleister für virtuelle Kraftwerke.

Mit der offiziellen Inbetriebnahme der Power-to-Heat-Anlage der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) hat Clean Energy Sourcing (Clens) seinen Regelenergiepool weiter ausgebaut. Die moderne Power-to-Heat-Anlage mit Wärmespeicher kann aufgrund ihrer kurzen Reaktionszeit bis zu 10 MW negative Sekundärregelleistung bereitstellen.

Die Besonderheit der Power-to-Heat-Anlage der TWL liegt in ihrer Einbindung in das Ludwigshafener Fernwärmenetz. Ein 1200 Kubikmeter fassender Wärmespeichertank soll die sinnvolle Verwendung der von den zwei Durchlauferhitzern mit jeweils 5 MW Leistung erzeugten Wärme jederzeit gewährleisten.

Clens agiert dabei als Partner im Hintergrund und garantiert mit seinem IT-gestützten Trading & Operations Cockpit rund um die Uhr eine optimale Vermarktung im virtuellen Kraftwerk. „Solche Kooperationen sind der richtige Weg, um die Integration der erneuerbaren Energien in den Strommarkt weiter voranzutreiben“, sagt Clens-Vorstand Dr. Frank Baumgärtner.

Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Grünstromlieferant für Industrie- und Gewerbekunden hat Clens neben steuerbaren EEG-Kraftwerken bereits zahlreiche Verbrauchsanlagen in seine Vermarktungspools mit eingebunden und präqualifiziert. Auf diese Weise können neben Power-to-Heat-Anlagen auch Power-to-Gas-Projekte sowie industrielle Verbraucher am Regelenergiemarkt partizipieren.

Clens vermarktet bereits seit 2012 Regelenergie und ist der einzige unabhängige Poolvermarkter, der neben den vier deutschen Regelzonen auch eine Präqualifikation in Österreich besitzt. Allein im Netzgebiet von Amprion, in das auch die Anlagen der TWL eingebunden sind, umfasst der Pool aktuell rund 60 MW präqualifizierte Sekundärregelleistung.

IT-Dienstleister für virtuelle Kraftwerke übernommen

Mit dem Erwerb von 66,4 Prozent an SP EnergyControl (SPE) erweitert Clens seine Wertschöpfungskette und Kompetenzen im Bereich der digitalen Infrastruktur.

SP EnergyControl wurde 2006 von den bisherigen Gesellschaftern Prof. Dr. Ralf Simon und Dipl.-Ing. Christian Pohl gegründet. Die Gesellschaft entstand als Spin-Off eines vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Forschungsprojekts zum Thema „virtuelle Kraftwerke“ an der Transferstelle für regenerative und rationelle Energienutzung der FH Bingen. Prof. Simon bleibt der SPE über Simon Process Engineering (Sipe), ein von ihm gegründetes Unternehmen zur Entwicklung von Spezialsoftware, verbunden. Die Kooperation mit Sipe als Mitgesellschafterin der SP EnergyControl sichert Clens zusätzliche IT-Expertise für die Weiterentwicklung des virtuellen Kraftwerks. Christian Pohl verantwortet weiterhin als Geschäftsführer die zukünftige Entwicklung der SPE.

Clens und SPE pflegen bereits seit 2010 eine enge Zusammenarbeit: Die von SPE zur Vermarktung von Regelenergie entwickelte Systemplattform EC24 wurde gemeinsam optimiert und um zusätzliche Funktionen und Märkte erweitert. Konkret zeigt sich dies bei der Umsetzung eines börsenpreisorientierten Fahrplanbetriebs für flexibel steuerbare Anlagen, die SPE und die Handelsabteilung von Clens in den vergangenen Monaten gemeinsam entwickelt und implementiert haben. Die Systemplattform dient dem Trading & Operations Cockpit des Leipziger Energieunternehmens zur Überwachung und Steuerung von Erzeugungs-, Verbrauchs- sowie Speicheranlagen. Sie bildet damit die Grundlage für eine optimale Vermarktung und einen flexiblen und bedarfsgerechten Betrieb der Anlagen.

EC24 ist außerdem für die Vermarktung von Minutenreserve- und Sekundärregelleistung präqualifiziert und wird von Clens in den vier deutschen Regelzonen und in Österreich eingesetzt.

Neben Clens nutzen auch weitere Unternehmen die EC24-Systemplattform zur Regelenergievermarktung. Dieses Angebot soll zukünftig ausgebaut werden und insbesondere Stadtwerken den Einstieg in die Flexibilitätsvermarktung erleichtern.

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