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Streamdiver: Diese Technologie erlaubt die Nutzung von Wasserkraft an Standorten, an denen dies bislang aus ökonomischen oder ökologischen Gründen nicht möglich war. Bild: Voith
Voith-Projekt

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Neue Standorte für Wasserkraft

Die Streamdiver-Technologie erlaubt, vorhandene Wehre und Staudämme zur Stromerzeugung einzusetzen.

Strenge Umweltschutzauflagen musste das soeben in Betrieb genommene Wasserkraftwerk Bruksfors (Schweden) erfüllen: Weder Öl noch Schmiermittel oder andere giftige Substanzen sollten bei der Errichtung oder im Betrieb ins Wasser gelangen. Zudem musste die Maschinerie in die vorhandene Infrastruktur eingefügt werden – in diesem Fall in einen bislang nicht genutzten Turbinenschacht – um negative Auswirkungen durch zusätzliche Bauarbeiten zu vermeiden. Verwirklicht wurde dieses Projekt mit der Streamdiver-Technologie von Voith. Diese Turbinengeneratoreinheit für Kleinwasserkraftanlagen ist kompakt und einfach aufgebaut und soll kaum Wartungsarbeiten erfordern. Mit dem Streamdiver sollen sich neue und bisher für die Wasserkraft nicht nutzbare Standorte erschließen lassen.

Kernstück ist das Aggregat mit einem in eine ölfreie Rohreinheit eingebauten Dauermagnetgenerator. Der Einsatz ist flexibel möglich: Das Aggregat ist in Bereichen von 50 bis 800 kW verfügbar. Es kann sich vollständig unter Wasser befinden. Da es sich in bestehende Kraftwerke integrieren lässt, können diese wirtschaftlich rehabilitiert und die Investitionskosten auf ein Minimum beschränkt werden. Beispielsweise lassen sich vorhandene Wehre und Staudämme zur Stromerzeugung nutzen.

Laut Voith liegt das Potenzial der StreamDiver-Technologie weltweit bei 5 GW. Die Regionen mit dem größten Potenzial liegen in Nordamerika sowie in Europa, besonders im Norden und Osten Europas. Seit fast drei Jahren wurde bereits für Österreichs größtes Versorgungsunternehmen Verbund in Nussdorf bei Wien ein Streamdiver-Pilotprojekt durchgeführt. Bei einer maximalen Leistung von 450 kW ist der Streamdiver mittlerweile seit über 24.000 Stunden in Betrieb und hat mehr als sieben GWh Strom produziert.

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