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Bauphase beendet: Start der Turbineninstallation war im Mai 2014. Bild: RWE
Brisanter Offshore-Windpark-Bau

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Kampfmittel raus, Turbinen und Kabel rein

Bald fließen rund 300 MW Strom aus der Nordsee. Hinterlassenschaften aus dem zweiten Weltkrieg mussten jedoch erst beseitigt werden, um die Installation nicht zu gefährden.

Heute wird der Offshore-Windpark Nordsee Ost im Rahmen des G7-Energieminister-Treffens offiziell eingeweiht. Mit einer installierten Leistung von 295 MW gehört der Windpark zu den größten vor der deutschen Küste. Er liegt etwa 35 Kilometer nördlich von Helgoland und umfasst rund 24 km2 in Wassertiefen bis 25 Metern.

Insgesamt erzeugen 48 Windkraftanlagen jährlich Strom für rechnerisch rund 320.000 Haushalte, also etwa ausreichend Strom für eine Stadt von der Größe Hamburgs. Derzeit sind 31 Turbinen bereits in Betrieb; bis Sommer sollen dann alle laufen.

Um den Windpark mit Kabel sicher bauen zu können, mussten zwei Jahre lang auf 27 km2 im zweiten Weltkrieg in der Nordsee versenkte Kampfmittel geräumt werden: 77 Sprengsätze wurden gefunden, 21 mussten vor Ort gesprengt werden, die anderen konnten eingesammelt und beseitigt werden.

Nächste Offshore-Schritte für RWE

Im Juni wird RWE den britischen Windpark Gwynt y Môr mit einer installierten Leistung von 576 MW vor der walisischen Küste einweihen, von dem RWE 60 % besitzt. Diesen Windpark hat das Unternehmen gemeinsam mit den Stadtwerken München und Siemens realisiert. Bis Sommer werde man über rund 1000 MW Offshore verfügen und dann zu den Top-3-Playern gehören. Ende 2015 sollen 40 % der RWE-Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aus Offshore-Quellen stammen.

Dirk Simons, Chief Financial Officer (CFO) der RWE Innogy, erwartet bei laufendem Betrieb 8 bis 10 % Rendite aus den Windparks und künftig durch Standardisierung von Fundamenten und Türmen weiter sinkende Kosten für Offshore-Energie. Wichtig dafür sei allerdings, dass die Projekt-Pipeline gefüllt ist, ergänzte Marcel Sunier, Projektdirektor Nordsee Ost.

Die ursprüngliche Vision im Jahr 2000 war, rund 250 Windenergieanlagen aufzustellen, wie RWE-Windpark-Entwickler Achim Ernst rekapitulierte. Dann wurde zunächst die Planung für realistischere 80 Turbinen zu je 3,6 MW genehmigt und vorangetrieben. Später entschied man sich für 48 Anlagen der 6-MW-Klasse von Senvion, um Kosten bei Installation, Kabelverlegung und Wartung zu sparen.

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