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Cool: Ein Gerät – vermutlich der Kühlschrank – springt etwa alle 20 Minuten an (8:09 Uhr und 8:31 Uhr); ein anderes – wohl der Gefrierschrank – zieht seltener Strom, dafür aber gleich länger (8:01 Uhr bis 8:17 Uhr). An ihrem „Fingerabdruck“ (hoher Einschaltstrom) sollte Software in der Lage sein, sie zu erkennen. Bild: Karlhorst Klotz / Energy 2.0
Smart-Metering-Blog #10

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Fährten lesen

Text: Dr. Karlhorst Klotz, Energy 2.0
Wo die automatische Auswertung nicht hinreicht, bleibt eigener Spürsinn gefragt.

Haben Sie die Vorgeschichte zu diesem Blog-Eintrag verpasst? Hier geht's zur Übersicht !

Wer mal wieder wie gebannt auf die eintrudelnden Messwerte starrt, bemerkt nach einer Weile, dass er sehr komfortabel die Zeitskalen der Anzeige variieren kann:

  • In der oberen Hälfte des Browserfensters lassen sich in der Breite alle 24 Stunden komplett oder in kürzeren Ausschnitten darstellen.

  • In der unteren Hälfte des Fensters erscheinen Balken, die den Tagesverbrauch symbolisieren und per Klick gleichzeitig Zugriff auf die Detaildaten dieses Tages geben. Nach diesem Muster lassen sich auch Monats- oder Jahresverbräuche darstellen.

Das scheinbar willkürliche Gezappel der Stromverbrauchskurve gibt dem mit der Zeit geschulten Blick immer mehr Geheimnisse preis: Zu nachtschlafender Zeit offenbaren sich in kleinen wiederkehrenden „Häufchen“ die periodisch einschaltenden Kühlgeräte, direkt benutzte Haushaltsgeräte sind noch leichter dingfest zu machen, und mit der Zeit vermag man sogar die „Festbeleuchtung“ von Zimmern zu erkennen.

Wer in die Kurven hineinzoomt, kann dann leicht sehen, wie oft ein sich selbst überlassenes Kühlgerät einschaltet, wie lange es läuft und wie viel Strom es dabei jeweils verbraucht. Ähnlich wird man periodische Spitzen für Pumpen (z.B. für Warmwasser) und ähnliche im Hintergrund sporadisch aktive Verbraucher finden.

Muster selbst interpretieren

Welches Gerät sich hinter welchem Last-Muster verbirgt, verrät die Discovergy leider nicht. Man wird also eine Weile selbst wie Sherlock Holmes in der Wohnung unterwegs sein, um das Summen des Kühlschranks endlich dem bekannten Muster zuordnen zu können und Stück für Stück die auffälligeren Elemente in der Verbrauchskurve visuell zu identifizieren.

Selbst bekannte Aktivitäten im Spiegel des Stromverbrauchs wiederzuerkennen, macht da durchaus Spaß. Beispiel (Elektro-)Rasenmähen: Wüssten Sie, wie viel Strom Ihr Gerät schluckt? Das lässt sich an der Verbrauchskurve (siehe Bildergalerie) leicht ablesen, ebenso natürlich weitere Details: Meinem Fitness-Trainer könnte ich nun noch berichten, wie lange ich für die gesamte Aktion oder zum Leeren der prall gefüllten Grasschnitt-Behälter gebraucht habe. Wem es also noch nicht reicht, dass sein Smartphone ständig seine Schritte registriert und addiert, der hat hier völlig neue Möglichkeiten.

Lastspitzen zur Unzeit – Gefahr in Verzug?

Überraschungen ergeben sich beim Blick in die Leistungskurve immer wieder: Ein enorme Verbrauchsspitze von rund 2 kW um Mitternacht, wenn alle friedlich schlafen? Oder ein ähnlicher Ausschlag am frühen Nachmittag, obwohl keine Seele zu Hause ist?

Wie es dazu kommen kann und wie sich solche „Anomalien“ entdecken lassen, ohne ständig die Verbrauchskurve zu verfolgen, erfahren Sie im nächsten Beitrag.

Fortsetzung demnächst online: Stromverbrauch-Alarm

Alle bisher erschienenen Beiträge dieser Reihe in der Übersicht

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