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Bild: Roberto A Sanchez, iStock
Schaltschrankbau

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Zeitgewinn in jeder Phase

Text: Natascha Treml, Hans-Robert Koch, Rittal
Die Kosten-Nutzen-Relation einer Automatisierungskomponente bemisst sich nicht nur nach deren Energie- oder Materialverbrauch. Auch eingesparte Engineering- und Montagezeiten stellen einen willkommenen Effizienzgewinn dar. Wie sich kleine Details über die verschiedenen Projektschritte zu großem Vorteil summieren, zeigt das Beispiel eines Schaltschranksystems.

Anwender in vielen Branchen sehen sich immer häufiger der Forderung nach kürzeren Durchlaufzeiten von Projekten ausgesetzt. Von der Entscheidung zur Errichtung einer Anlage bis zur Inbetriebnahme soll möglichst wenig Zeit vergehen. Planung, Engineering, Einkauf der benötigten Komponenten und Montage stehen daher häufig unter einem großen Zeitdruck. Um Steuerungs- und Schaltanlagenbauern das Erreichen dieser Ziele zu erleichtern, bietet Rittal rund um das TS 8-Anreihschrank-System breit gefächerte Unterstützung. Das beginnt schon beim Einkauf. So ist auf der Website ein einfacher Großschrank-Selektor integriert, über den sich die passende Schaltschrank-Kombination auswählen und bestellen lässt. Der Selektor schlägt dabei gleichzeitig das am häufigsten benötigte Zubehör vor, wie Sockel, Schaltschrankleuchten, Montage-Chassis oder Schaltplantaschen, passend zu der jeweiligen Auswahl.

Mit dem Planungs-Tool Power Engineering steht ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem sich Niederspannungsschaltanlagen effizient planen lassen. Für Klimatisierungslösungen gibt es die Auslegungs-Software Therm. Den Engineering-Prozess unterstützt der Hersteller mit 2D- und 3D-CAD-Daten, die das Schaltschrankprogramm fast vollständig abbilden. Darüber hinaus haben die wesentlichen Softwaretools von Rittal Schnittstellen zu den gängigen CAE-Softwarepaketen wie Eplan Electric P8. Einmal geplante Anlagen lassen sich damit einfach übernehmen, aufwändige und fehleranfällige Mehrfacheingaben können entfallen. Neben den reinen mechanische 2D/3D-CAD-Daten werden von Rittal daher auch umfangreiche CAE-Daten zur Verfügung gestellt. Im Eplan Data Portal sind zusätzlich bis zu 200 Merkmale für jede Komponente in Makro-Dateien hinterlegt. Dazu gehören kaufmännische Informationen, Logik-Informationen, 2D- und 3D-Grafikmakros, Schaltplanmakros, Fertigungs- sowie Zubehörinformationen, Damit wird eine durchgängige Datenhaltung von der Elektro-Planung über die Erstellung eines virtuellen 3D-Prototyps bis hin zur Produktion mit Automatisierungstechnik ermöglicht. Auch die Anbindung an die kaufmännischen Prozesse des Einkaufs und der Logistik sind mit diesen Daten realisierbar.

Montage leicht gemacht

Ist eine Anlage oder ein einzelner Schaltschrank geplant und sind alle Teile bestellt und geliefert, beginnt die eigentliche Montage. Auch in dieser Phase des Projekts kommt es auf reibungslose Abläufe an, um kurze Projektlaufzeiten einhalten zu können. Neben einer gut organisierten Werkstatt können auch hier intelligente Lösungen zu einer gesteigerten Effizienz beitragen. Bei der Entwicklung des TS 8 hat Rittal darauf geachtet, dass viele Montageschritte von einer einzelnen Person ausgeführt werden können, wie der Ein- und Ausbau einer unbestückten Montageplatte. Spezielle Clips halten sie an Ort und Stelle, während der Monteur die Schrauben eindreht. Auch der Türanschlag eines TS8-Schaltschranks kann von einer Person mit nur wenigen Handgriffen geändert werden.

Ein weiteres Beispiel ist das Sockelsystem Flex-Block, dessen Zusammenbau komplett werkzeuglos erfolgen kann. Die Kunststoffteile werden dazu einfach zusammengeclipst. Auch die Metallblenden lassen sich ohne Werkzeuge an dem Sockel anbringen. Dazu kommt der automatische Potentialausgleich zwischen Schaltschrank-Rahmen, Seitenwänden, Bodenblech und Dach. Beim Zusammenbau drücken sich dafür vorgesehene Teile durch die Lack-Oberfläche der Flachteile und stellen so eine elektrisch leitende Verbindung her. Lediglich die Schaltschranktür muss noch normgerecht in den Potentialausgleich des Schrankes eingebunden werden. Für die übrigen Flachteile können zusätzliche Maßnahmen, wie das Anbringen von Erdungsbändern, um den Potentialausgleich mit dem Schrank herzustellen, eingespart werden. Dies schafft zusätzliche Sicherheit, da ein Vergessen des Potentialausgleichs somit nicht möglich ist.

Platz perfekt genutzt

Beim Innenausbau halten die Schaltschränke ebenfalls anwenderfreundliche Lösungen bereit. Neben der schnellen Montage steht hier zusätzlich die Ausnutzung des vorhandenen Platzes im Mittelpunkt. Das Modell TS 8 bietet auf seinem patentierten Rahmenprofil zwei Ebenen für die Montage von Komponenten, die wahlweise auf der inneren oder äußeren Ebene im Schrankprofil eingebaut werden können. Mit dieser Anordnung lässt sich ein Platzgewinn von bis zu 15 Prozent erzielen.

Bei der Anreihung von mehreren Schaltschränken kann ein Montageplatten-Zwischenstück eingesetzt werden, wodurch eine durchgehende Fläche im Schrankinneren entsteht. Alternativ lässt sich dieser Raum auch für einen Kabelkanal verwenden. Darüber hinaus bietet der seitliche Ausbau mit Teilmontageplatten die Möglichkeit, den Bauraum im Schrank noch besser zu nutzen. Rittal trägt mit solchen Details der Entwicklung Rechnung, dass Kunden zunehmend mehr Komponenten in einem Schaltschrank einbauen müssen.

Schnelle Lieferung

Um die kurzen Durchlaufzeiten von Projekten einhalten zu können, sind nicht nur effiziente Lösungen beim Engineering und der Montage gefragt. Auch die Lieferzeiten von Komponenten müssen entsprechend kurz sein. Der TS 8 wird als Standardprodukt weltweit an fünf Produktionsstandorten hergestellt und ist ab Lager lieferbar. Innerhalb Deutschlands und vieler anderer europäischer Länder ist er innerhalb von 24 Stunden verfügbar.

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