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Zehntausend Mal gesteckt

Text: Heinz-Günther Spreen, Harting
In der Industrieproduktion wird die hochautomatisierte Großserienfertigung mehr und mehr durch eine flexiblere Fertigungstechnik abgelöst. Daraus folgt, dass elektrische Schnittstellen bei Umrüst- oder Umbauaktionen häufiger gesteckt und gezogen werden müssen und ohne dabei zu verschleißen.

Mit der Differenzierung der Produkte sind die Anforderungen an die Flexibilität der Fertigung gewachsen. Die Auswirkungen zeigen sich besonders deutlich in der Autoindustrie. Während früher die Fertigungsstraßen bei einem Modellwechsel komplett durch neue ersetzt wurden, rüstet man heute die bestehenden Anlagen auf die neuen Modelle um. Die Herausforderungen dabei sind die größere Produktpalette, kleinere Fertigungslose und kürzere Durchlaufzeiten. Die Antwort darauf ist die hochflexible Produktion, für die sich der Begriff Industrie 4.0 etabliert hat. Er nutzt die Mittel der Automatisierung, Möglichkeiten der Selbstkonfiguration und -diagnose bis hin zu komplexeren, intelligenten Automatisierungs-Systemen. Um den steigenden Anforderungen an die Flexibilität gerecht zu werden, sind die Fertigungsanlagen und Maschinen zunehmend modular aufgebaut. Für Maschinen und Anlagen bedeutet diese Flexibilität vermehrte Umbau- oder Umrüstvorgänge und Werkzeugwechsel, die teilweise automatisch erfolgen. In der Folge müssen auch die elektrischen Schnittstellen dieser Anlagen häufiger gesteckt und wieder getrennt werden − ohne dabei zu verschleißen. Bei den Wechselsystemen kommen immer häufiger automatische Andocksysteme zum Einsatz, die die elektrischen und mechanischen Verbindungen herstellen.

Die gleichen Anforderungen an die Steckverbinder bestehen in der Mess- und Prüftechnik. Hier wird für jeden Prüfvorgang gesteckt und wieder getrennt, und das häufig mehrmals am Tag. Deshalb sind in diesem Bereich zuverlässige Lösungen gefragt. Weiterhin sind ortsveränderliche Maschinen und Geräte typische Anwendungen, bei denen die elektrischen Verbindungen unter Umständen täglich gesteckt und wieder getrennt werden müssen. Neben der Industrieproduktion ist die Medizintechnik ein typisches Anwendungsfeld für solche mobilen Geräte.

Damit sich Geräte, Maschinen und Anlagen über lange Zeiträume zuverlässig trennen und stecken lassen, benötigen sie langlebige, flexible und robuste Schnittstellen. Trotz häufigem Stecken und Lösen muss die Strom-, Daten- und Signalübertragung sicher bleiben. Für diese Anforderungen wurde die Steckverbinder-Baureihe Han HMC entwickelt. Die Reihe erfüllt selbst nach 10 000 Steckzyklen die Anforderungen der EN 61984. Harting hat diese Langlebigkeit durch Weiterentwicklung seiner Standard-Industriesteckverbinder erreicht. Passend dazu wurden Kontakte entwickelt, die aufgrund einer speziellen Goldoberfläche widerstandsfähig gegen Abrieb sind. Diese Kontakte werden auch in acht Modulen der Reihe Han-Modular verwendet.

Im rauen industriellen Umfeld werden robuste Gehäuse zum Schutz der Steckverbindungen benötigt. Bei Han HMC wurde das Verriegelungssystem verbessert, sodass es 10 000 Schließzyklen standhält. Auch die Gehäuse sind für mehr als 10 000 Steckvorgänge qualifiziert. Sie schützen den Steckverbinder dabei zuverlässig mit der Schutzart IP 65. Mithilfe der Han-Andockrahmen lassen sich auch automatische Andocksysteme für hohe Steckzyklen realisieren. Harting bietet ein neues Steckverbindergehäuse-Programm mit vielen Möglichkeiten für Applikationen. Eine Besonderheit ist hierbei, dass neben den Steckverbindern auch die Gehäuse für hohe Steck- und Verriegelungszyklen qualifiziert sind. Anwender können bisher verwendete Standard-Steckverbinder durch Han-HMC-Lösungen ersetzen, ohne dass es dafür konstruktive Änderungen braucht.

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