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Bild: frazaz, iStock
Hochleistungskunststoff

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Tausendsassa für die sieben Weltmeere

Text: Oliver Cyrus, Igus
Sturm zieht auf - höchste Zeit, die Segelfläche zu verkleinern. Beim Reffen muss alles glatt laufen. Da kann ein verrostetes Wälzlager nicht nur das flüssige Manöver gefährden, sondern auch Menschenleben. Hier ist also ein Material gefordert, dem die rauen Bedingungen auf See nichts anhaben können.

Kunststoff rostet nicht und muss weder geölt noch gewartet werden. Das legt ihn als Material für Anwendungen nahe, die widrigen Umweltbedingungen ausgesetzt sind - insbesondere für die maritime Industrie, die von Komponenten neben Druck- und Salzwasserbeständigkeit auch Wartungsfreiheit sowie eine besondere Robustheit fordert. Durch diese Eigenschaften eignen sich Motion Plastics - speziell für diese Anwendung entwickelte Hochleistungspolymere wie der Werkstoff Iglidur X - besonders gut für den Einsatz am und im Meer.

So verbinden auf Segelbooten PRT-Rundtischgleitlager die Steuerruder mit der Pinne. Als Wälzlager in Yacht-Reffsystemen bieten Polymergleitlager eine zuverlässige Alternative zu korrosionsanfälligen Wälzlagern aus Metall, während trocken laufende Varianten in den Kabinen verbaut werden. In einem Hubgerät auf Iglidur-X-Gleitlagern können Beiboote oder Jetskis zu Wasser und zurück an Bord gehoben werden. Bei der Montage von größeren Schiffen kommen ebenfalls Motion Plastics zum Einsatz, beispielsweise in den Energieführungssystemen der Hallenkrane in Werften. Eine schnelle, einfache Montage erleichtert das Nachrüsten der Energieführungsketten, die sich auch auf Schiffen sowie auf Offshore-Plattformen wiederfinden.

Für vertikale Auszugslängen von 50 Metern findet die extra große Kettentrommel E-Spool Power Verwendung, deren korrosionsfreie Kunststoff-Komponenten auf die rauen Bedingungen auf See ausgelegt sind. „Die E-Spool Power kann beispielsweise bei der Montage und Demontage oder auch bei Wartungsarbeiten im Offshore-Bereich eingesetzt werden“, erklärt Tim Schneebeck, Branchenmanager Schiffbau bei Igus. „Sie stellt eine automatisierte Alternative zur Kabeltrommel dar, die ohne Schleifring auskommt. So können verschiedene Medien und Daten gleichzeitig geführt werden.“

Der verschleißfeste Kunststoff behauptet sich jedoch nicht nur auf See, sondern hält auch der Beanspruchung unter Wasser stand, weshalb er beispielsweise für Unterwasserroboter verwendet wird. Für die Zukunft sieht Schneebeck den Bereich Schiffsbau sowie verwandte Bereiche als wichtige Branche für das Unternehmen an: „Hier werden Gewichtseinsparung, Wartungsfreiheit sowie Korrosionsfreiheit und Salzwasserbeständigkeit weiterhin die Argumente bleiben.“

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