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Kabelkanal auf Knopfdruck

Text: Walter Lutz
Statt Kabelkanäle von Hand zu planen, vor Ort zu konfektionieren und in eine Maschine einzubauen, greifen immer mehr Maschinenbauer auf einbaufertige Baugruppen zurück. So lassen sich Arbeitsschritte rationalisieren, Kosten bleiben transparent und innerbetriebliche Abläufe werden verbessert.

Maschinen- und Anlagenbauer weltweit stehen unter einem hohen Rationalisierungsdruck, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Aus Gründen der Kosten und Qualität kaufen sie daher beispielsweise ganze Elektrobaugruppen und konfektionierte Kabel bei Zulieferern ein. Was hier längst Usus ist, kommt nun vermehrt auch im Bereich der Kabelführung zum Tragen: Immer mehr Maschinenbauer beziehen anlagenspezifische, einbaufertige Kabelkanäle und sparen sich dadurch aufwändige Blecharbeiten, reduzieren so teure Montagezeiten und realisieren insgesamt eine bessere Kabelführung.

Maschinen nach Kundenwusch

Diese Kanalsysteme nutzt bereits die Firma IWK Verpackungstechnik. Sie ist auf die Produktion und den Vertrieb von Tubenfüllmaschinen, Kartonieranlagen sowie kompletten Verpackungslinien spezialisiert. Nach Firmenangabe gibt es kaum eine Zahnpasta, die nicht auf einer IWK-Anlage abgefüllt und verpackt wird. Die Tubenfüll-Maschine TFS 80-8 beispielsweise füllt und verschließt bis zu 750 Tuben in der Minute und bildet in Kombination mit einer Verpackungsmaschine das Herzstück von automatisierten Fertigungsanlagen von Lebensmittel-, Pharma- und Chemieprodukten. In Stutensee bauen 350 Mitarbeiter gut 35 Kartonierer, 30 Tubenfüller und fünf Großanlagen inklusive Roboterhandling pro Jahr. Die modularen Anlagen werden individuell auf die Anforderungen angepasst und nach Kundenwunsch zu einem Komplettsystem zusammengestellt.

Individuelle Kanalbaugruppen

„Früher haben wir Kunststoffkanäle zur Kabelführung in der Anlage verwendet“, erinnert sich Jürgen Doller, Teamleiter Hardware beim Maschinenbauer. „Heute setzen wir offene Gitterkanäle von Pflitsch ein, die mehr Stabilität sowie Montagesicherheit bringen und der gesamten Anlage mehr Wertigkeit verleihen.“ Aufgrund der offenen Konstruktion können Kabel an jeder beliebigen Stelle ohne Aufwand aus- und eingeführt werden.

Vom Selbstbau zu Konfektionen

Haben die IWK-Mitarbeiter die Kanäle früher von Hand abgelängt und individuell in die Anlagenmodule eingebaut, nutzt der Maschinenbauer heute den Baugruppenservice des Lieferanten: Nach CAD-Plan und Zeichnung der jeweiligen Maschine realisiert der Hersteller einbaufertige Kanalbaugruppen und liefert sie inklusive aller Zubehörteile – passend zu jedem Anlagenmodul. „Da jedes Kanalteil mit einer Positionsnummer versehen ist, können wir deren Einbau in kürzester Zeit exakt nach Plan durchführen“, sagt der Teamleiter. „Dies hat bei uns freie Kapazitäten geschaffen, so dass sich Mitarbeiter mehr mit ihren Kernaufgaben beschäftigen können.“

Der Maschinenbauer bezieht Gitterkanalkomponenten vom kleinsten Segment mit nur wenigen Zentimetern Länge bis zu meterlangen Kanalstücken. Befestigungsteile, Endkappen und Zubehörkomponenten liegen dem Kanal verpackt bei. Pflitsch liefert die gesamte Kanalbaugruppe einer Maschine, so dass der Monteur aus dem Paket heraus die Teile einfach einbauen kann. Jürgen Doller: „Die Kanalteile werden passend nach unseren Zeichnungen angefertigt, was das hochwertige Erscheinungsbild unserer Anlagen unterstreicht.“

UL-zertifizierte Kanäle

Für internationale Kunden, vor allem aus den USA, verbaut der Maschinenbauer auch geschlossene Industriekanäle – durch deren UL-Zulassung ist das kein Problem. Gerade beim geschlossenen Industriekanal verweist der Teamleiter auf die weiche Haptik mit sauberer Oberfläche, gratarmer Ausführung, den gerundeten Laschen und den eingepressten Hutmuttern. „All das trägt zu einem sehr guten Arbeitsumfeld und besten Fertigungsergebnissen bei.“ So bestellt der Maschinenbauer IWK beispielsweise stahlverzinkte Industriekanäle in 100 mm Höhe in den Breiten 100, 150 und 200 mm, entsprechend mit Endkappen, Trennwänden und Innenverbindern ausgestattet.

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