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Kabel auf dem Prüfstand

Text: Axel Wolfsdörfer, Leoni Fotos: Leoni
Um den steigenden Kundenanforderungen gerecht zu werden, müssen Kabel strapaziöse Testverfahren überstehen. Im Labor werden Schleppketten-, Torsions- und chemische Tests durchgeführt, um eine hohe Produktqualität sicherzustellen.

Um die elektrischen und mechanischen Eigenschaften schleppkettenfähiger Leitungen bei der Konstruktion zu optimieren, spielen Parameter wie Leiterauswahl, Kabelaufbau, Verseilung, Schirmung und Mantelwerkstoffen eine wichtige Rolle. Durch die Werkstoffvielfalt und langer Erfahrung in der Spezialkabelproduktion bietet Leoni individuelle Lösungen für verschiedene Einsatzbereiche an. Unter anderem können Produkte mit besonderen Eigenschaften wie zum Beispiel Öl- oder Chemikalienbeständigkeit, Schweißperlenresistenz, Flammwidrigkeit oder Strahlenfestigkeit hergestellt werden. Für diese anspruchsvollen Anwendungen in der Automatisierungs- und Antriebstechnik stellt die Business Unit Industrial Solutions ein breites Spektrum an Standard- und Spezialkabeln zur Verfügung. Diese Schleppkettenkabel sind langlebig und können gleichzeitig in minimalen Radien verlegt werden. Da die Kabel rauen und sehr extremen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind und mechanisch stark belastet werden, sind die Ansprüche an die Qualität sehr hoch. Im Leoni-Werk werden eine Vielzahl von Qualitätstests durchgeführt, die die Kabel an die Belastungsgrenze bringen.

Schleppkettentest

Die Leoni-Leitungen werden auf den zahlreichen Testanlagen Extrembelastungen ausgesetzt, um die Haltbarkeit der Kabel zu belegen. Bei diesen harten Dauerbelastungen müssen die mechanischen und elektrischen Eigenschaften der Kabel erhalten bleiben.

Je nach Kundenforderung werden die Kabel über mehrere Jahre in den Testanlagen geprüft, wobei die Leitungen bis zu 10 Millionen Biegezyklen überstehen müssen. Derzeit betreibt Leoni in Friesoythe Schleppketten-Testanlagen mit Verfahrwegen von 2 bis 50 m, Beschleunigungen bis 50 m/s sowie Verfahrgeschwindigkeiten bis zu 360 m/min im hauseigenen Testcenter.

Torsionstest

Allerdings ist der Schleppkettentest nicht die einzige Prüfung, die die Kabel zu bestehen haben. So werden in Torsionstestanlagen beispielsweise auch Drehung und Zug um die eigene Achse geprüft. Dabei werden die Kabel mit einer Torsionsbewegung von bis zu ±360° auf teilweise nur 30 cm belastet. Zusätzlich wird in Biegewechsel-Testanlagen überprüft, ob Kabel die entsprechenden Kundenvorgaben erfüllen. Bei diesem Testverfahren können die eingesetzten Rollen einen Biegeradiusbereich von 10 bis 12 mm abdecken.

Chemische Tests

Neben der großen Auswahl an mechanischen Testverfahren, gibt es im Werkslabor eine Vielzahl an chemischen Testmöglichkeiten. So können beispielsweise Brand- und Medienbeständigkeitstests durchgeführt werden. Die Prüfung des Brandverhaltens des Kabels erfolgt gemäß den nationalen und internationalen Normen wie zum Beispiel IEC, UL, CSA, EN, VDE und NF. Getestet werden die Brennbarkeit, der im Kabel enthaltenen nicht metallischen Elemente und die Fortleitung des Brandes am Kabel.

Die Medienbeständigkeitsprüfungen im Bereich der Öle sind ebenso vielfältig. Das Unternehmen Leoni führt hier zum einen die klassische Ölbeständigkeitsprüfung mit dem Prüföl IRM 902 und zum anderen Bohrschlamm-Beständigkeitsprüfungen, die nach NEK 606 auf Ölbasis und auf Calcium-Bromide-Brine (Wasserbasis) durch. Die Bohrschlamm-Beständigkeitsprüfung dauert 56 Tage und ist vor allem für Produkte für den Offshore-Bereich wichtig. Hier müssen die Kabel resistent gegen hoch aggressive Bohrschlämme sein.

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