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Flexible Leitung für alle Fälle

Text: Juliane Witten, A&D Foto: TPopova
Um bestehende Systeme zu erweitern, bieten Hybridkabel eine flexible Lösung. Dabei führt der dezentrale Ansatz zu deutlich weniger Verdrahtungsaufwand.

Der herkömmliche Ansatz bei der Installation von Automatisierungskomponenten wie Servomotoren oder Robotern erfolgt über einzelne Leitungen für die Strom-, Daten- und Signalübertragungsverbindungen zwischen Schaltschrank und Automatisierungseinheit. Das ist nicht nur zeitaufwendig, sondern verursacht auch zusätzlichen Verdrahtungsaufwand. Der Einsatz von Buskabeln hat diesen bereits reduziert. Mit der Einführung von Hybridkabeln in der Motionline-Serie von Nexans soll das Prinzip der Buskabel auf das nächste Level gebracht werden. „Das Neue an unserem Konzept ist, dass alle Protokolle und Maschinendaten in einem Kabel übertragen und von überall auf der Welt abgerufbar sind“, erklärt Lothar Igl, Sales Manager Automation bei Nexans. Die Anforderungen aus der Bürowelt seien praktisch auf die Produktionsebene übertragen worden. Besonders kleinere Systeme, die aus verschiedenen Modulen bestehen, müssen häufig modifiziert werden. Um vorhandene Einheiten erweitern zu können, muss eine Veränderung des Systems bereits bei der Entwicklung geplant werden. Jedoch ist im Vorfeld oft unklar, welche und wie viele Kabelaufnahmen in Zukunft benötigt werden. Ein Hybridkabel ermöglicht eine hohe Flexibilität, da weitere Komponenten oder Baugruppen einfach hinzugefügt und mit der benachbarten Komponente verbunden werden können. Dieser dezentrale Aufbau gibt dem Anwender die Freiheit, das System jederzeit zu erweitern. Die typische Sternkonfiguration, bei der die einzelnen Automatisierungseinheiten um den Schaltschrank herum angeordnet sind, wird durch eine dezentrale Anordnung oder eine einfache Verkettung, der Daisy-Chain-Konfiguration, ersetzt.

Zwei Leitungen - ein Kabel

Hybridkabel integrieren in nur einem Leitungsquerschnitt eine Stromleitung und mindestens eine Leitung zur Daten- oder Signalübertragung, zum Beispiel eine Signal-, Bus-, Sensor-, Steuerungs- oder POF-Leitung. Wie die anderen Motionline-Kabel sind auch die Hybridlösungen EMV-optimiert. Als Ummantelung eignet sich thermoplastisches Polyurethan (TPU), da es den schädigenden Flüssigkeiten und Stoffen bei Automatisierungsanwendungen besser widersteht. Auch platzsparende Anschlussstecker für Hybridkabel sind bei Nexans erhältlich. Der Kabelhersteller arbeitet mit Intercontec zusammen, um eine neue Generation von vielseitig einsetzbaren Hybridanschlüssen zu entwickeln.

Maßgeschneiderte Lösungen

Aufgrund der vielen Einsatzmöglichkeiten werden Hybridkabel von Nexans als maßgeschneiderte Lösungen gefertigt. Entwickelt wurden sie im Nexans Motion Application Centre in Nürnberg, wo laufend neue Produkte entstehen und getestet werden.

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