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Brandschutz ohne giftige Gase

Text: Angela Scheufler, Helukabel Foto: DigtialStorm
Der Einsatz von halogenfreien Leitungen nimmt deutlich zu. Früher vorzugsweise in öffentlichen Gebäuden eingesetzt, finden sich brandsichere Kabel heute auch in industriellen Anlagen. So bleiben alle wichtigen Funktionen der Systemsteuerungen in einem gewissen Zeitfenster erhalten.

In Deutschland sterben jährlich 95 Prozent aller Brandopfer an Rauchvergiftungen. Analysiert man die gesetzliche Grundlage nach DIN 4102 Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen stellt sich die Frage nach den verwendeten Werkstoffen der im Bau befindlichen Anlagen. Das Brandverhalten von Kabeln und Leitungen in Gebäudeinstallationen sowie großen Steuerungsanlagen ist dabei von Bedeutung. Folgende Faktoren sind besonders wichtig: Entflammbarkeit und Brandfortleitung, Folgeschäden durch Entstehung korrosiver und toxischer Gase und die Rauchentwicklung.

Gefahr durch Halogene

Teilweise ist für Kabel der Bestandteil von Halogenen vorteilhaft (Fluor, Chlor, Brom und Jod). Für Kabel und Leitungen sind Fluor und Chlor als Atome in den Kunststoffmolekülen wie Fluor-Kunststoffe oder PVC von Bedeutung beziehungsweise Brom als Bestandteil von Flammschutzzusätzen. Bauteile aus halogenhaltigen Werkstoffen zeigen ein verbessertes Brandverhalten. Sie sind schwer bis nicht entflammbar und weitgehend selbstverlöschend. Der Nachteil ist, dass sich die frei werdenden Chlor- oder Fluoratome mit Wasserstoff zu Chlorwasserstoff und Fluorwasserstoff verbinden. Diese Verbindung ist sehr korrosiv und toxisch. Daher empfiehlt sich der Einsatz halogenfreier Werkstoffe. Denn bei Bränden sind neben den für Menschen gefährlichen toxischen Gasen häufig die Korrosionsschäden höher als die eigentlichen Brandschäden. Hinzu kommt, dass Kohlendioxid und Kohlenmonoxid gebildet werden.

Bei halogenfreien Kabeln bestehen die Isolier- und Mantelwerkstoffe aus Polymeren auf Basis reiner Kohlenwasserstoffe. Bei Verbrennung entstehen nur Wasserdampf und Kohlendioxid. Die halogenfreien Polymere sind jedoch leicht brennbar und nicht selbstverlöschend. Helukabel fügt Spezialpolymer-Mischungen hinzu, die Flammschutzmittel enthalten. Durch stützende Bänder und Füllgarne aus Glasgewebe, Glimmer und ähnlichen Werkstoffen lassen sich mit Kabelzubehör Funktionserhalte wie nach E 90 (Funktionserhalt 90 Minuten) realisieren.

Regelwerk für den Brandschutz

Begriffe wie Rauchdichte, schwer brennbar, keine Brandfortleitung, selbstverlöschend, flammwidrig, Korrosivität und Brandlast sind wichtige Voraussetzungen bei allen halogenfreien Kabeln von Helukabel. Es gibt zudem zahlreiche Normen und Kabelprüfungen, die erfüllt werden wie die DIN VDE 0100-718, DIN EN 60332/61034/50267/50399, StGB §319 Baugefährdung, DIN 4102 oder DIN VDE 0472. Der Hersteller erfüllt auch die Anforderungen für das Errichten von Niederspannungsanlagen, von baulichen Anlagen für Menschenansammlungen und für Sicherheitsbeleuchtungsanlagen.

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