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Zehn gute Gründe

Text: David Tsaava, Hilscher Foto: Hilscher
Der offene Industriestandard FDT hat sich längst in der Automa- tisierungsindustrie etabliert, davon zeugen Akzeptanz, Einsatzspektrum und die installierte Basis. Darauf aufbauend setzt FDT2 zum technischen Sprung nach vorn an. Welche Vorteile die neue Spezifikation mitbringt, erklärt David Tsaava, Hilscher.

Wie die Vorgängerversion ist FDT2 eine Software-Schnittstellenspezifikation, steht aber auf solidem .NET-Fundament. Die Investition - auch in entsprechende Komponenten - ist gerechtfertigt, denn FDT2 macht die Feldgeräteintegration in Leitsysteme und Steuerungen noch einfacher. Die technische Basis wurde auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht: .NET- statt COM-Schnittstellen, laufzeiteffiziente DataSets statt XMLs. Die Schnittstellendefinitionen und Kommunikationsmechanismen der Komponenten wurden stark verbessert. Erfahrungswerte aus dem zehnjährigen Einsatz der FDT-Vorgängerversionen sorgen für eine hohe Qualität des neuen Standards. Die neue Spezifikation ist seit April erhältlich - mit an Bord sind bereits Profibus und Hart. Weitere Protokolle sind in Arbeit und werden demnächst freigegeben.

Investitionsschutz im Fokus

Natürlich tauchen hinsichtlich des Wechsels zu FDT2 Fragen auf. Welche Vorteile bringt die neue Spezifikation mit sich? War das Timing optimal? Wer kann wie davon profitieren? Es gibt mindestens zehn gute Gründe für FDT2, die diese und andere Fragen beantworten. Die wirklich wichtigen Highlights des neuen Standards liegen in der Middleware. FDT bietet zusätzlich zur Schnittstellenspezifikation DTM Common Components (CC) und eine Frame-Basiskomponente an. Schon hieraus ergeben sich gewaltige Vorteile. Eine Abwärtskompatibilität zu den Vorgängerversionen ist in die Frame-Basiskomponente eingebaut und durch ein Transformer-Konzept auf der Ebene der DTMs per se gegeben. Das erlaubt allen Geräteherstellern, die in DTMs nach FDT 1.2.x investiert haben, eine nahtlose und zugleich schmerzlose Migration ihrer Produkte Richtung FDT2. Der Investitionsschutz war der FDT Group sehr wichtig. Für Gerätehersteller, die auf offene Industriestandards setzen wollen, ist FDT2 die Wahl der Stunde. Durch Einsatz von DTM CC sind schnellere, effizientere DTM-Entwicklungen garantiert, unabhängig davon ob man sie selbst entwickelt oder entwickeln lässt. Interoperabilität mit FDT2 ist durch den Einsatz von DTM CC und der Frame-Basiskomponente kein Zauberwort mehr. Natürlich kann man niemandem die Middleware vorschreiben. Die FDT Group empfiehlt deren Verwendung jedoch aus gutem Grund: Die Wiederverwendung von vielschichtig und aufwendig getesteten Codes, welche die interoperabilitätsbezogenen Implementierungen in Frame und DTMs vollständig kapseln, spart viel Geld und böse Überraschungen.

Kein Ultimatum an die Industrie

FDT2 kam zur richtigen Zeit, berücksichtigt man die Anlagenlaufzeiten - die übrigens in den vergangenen zwei Jahren nach oben korrigiert wurden - und die Laufzeiten der COM-basierten FDT-Lösungen. Die neue Spezifikation ist aber kein Ultimatum an die Industrie. Auch wenn eine neue, moderne Autobahn gebaut wurde, können die bestehenden instand gehalten und modernisiert werden, sofern denn wirtschaftlich interessant. Für Anlagenbauer und Integratoren, die eine Geräteintegration schon in der konzeptionellen Phase berücksichtigen müssen und mit Konvergenz der FA und PA rechnen müssen, ist FDT2 die am geeignetste Integrationsplattform. Das belegt die Liste der FDT-enabled Protokolle. FDT2 steht für verbessertes und vereinfachtes Lifecycle-Management. Speziell zu diesem Zweck sind Features hinzugekommen, die sowohl geräteseitig als auch auf Seite der FDT-Komponenten Abhängigkeiten und Anforderungen berücksichtigen, um die Konsistenz des Systems über die gesamte Laufzeit zu gewährleisten. Im Vergleich zur Vorgängerversion bringt FDT2 die für Echtzeitsysteme wie Profinet und Ethercat wichtige funktionale Erweiterung zu Topologie-Engineering, führt den Begriff Passive Geräte ein und erlaubt eine vollständige logische wie physikalische Abbildung des projektierten Netzwerks im FDT2-Frame.

Grabenkämpfe vermeiden

Als reine Schnittstellenspezifikation ist FDT2 über Ad-hoc-Schnittstellen mit überschaubarem Aufwand offen für Integration mit vergleichbaren Standards - mit OPC UA oder der angekündigten FDI. Diese Offenheit hievt ihr Potenzial für Geräteintegrationsleistungen auf ein neues Level und lässt wenig Raum für Grabenkämpfe zwischen den Standards. Hilscher setzte für eigene und Partnerprodukte von Anfang an auf FDT. Wir können alle hier aufgeführten Neuerungen und Verbesserungen, die FDT2 mit sich bringt, für unsere installierte Basis und Neuentwicklungen nutzen und unseren Kunden flexible, maßgeschneiderte und qualitativ gereifte FDT-Lösungen anbieten.

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