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„Wo andere versagen, fangen wir an“

Text: Fragen & Foto: Mathis Bayerdörfer, A&D

A&D: Noax-Industrie-PCs sind Made in Germany. Wie viel wiegt dieses Qualitätsversprechen denn heute überhaupt noch, Frau Schechner?

Verena Schechner: Die Deutschen haben nach wie vor den Ruf sehr korrekt zu sein: Lieber ein Test oder eine Zertifizierung zu viel, als eine zu wenig. Dennoch wird diskutiert, wo das Label Made in Germany anfängt und wo es aufhört. Manch einer schreibt Made in Germany auf sein Produkt, doch Schrauben und Gehäuse halten in Wirklichkeit ein Innenleben aus Fernost zusammen. Das macht sich dann auch bemerkbar. Bei Noax hingegen leben wir Made in Germany als Qualitätssiegel von Anfang an und entwickeln und fertigen alles hierzulande.

Und das werten Ihre Kunden als entscheidenden Kaufanreiz?

Dem Feedback unserer Kunden nach steht Made in Germany nicht mehr nur für Qualität und Zuverlässigkeit, sondern auch für Nähe zum Kunden, kompetente Beratung und schnelle Lösungsfindung. Deswegen landen Sie, wenn Sie bei Noax anrufen, immer hier in Ebersberg und nicht in irgendeinem Call-Center. Dieses Leistungspaket erhält der Kunde mit unserem Bekenntnis zum Standort Deutschland.

Dabei kann die Elektronikindustrie für den Endkundenbereich schon seit Jahrzehnten nicht mehr konkurrenzfähig in Deutschland produzieren. Wie behaupten Sie sich als Hersteller von Industrie-PCs im weltweiten Wettbewerb?

Bei all unserem Tun bildet die Qualität den Dreh- und Angelpunkt und diese können wir hier am besten sicherstellen. Weil auch die Lieferanten im deutschsprachigen Raum ansässig sind, reagieren wir schnell auf Kundenwünsche, Markttrends und sich ändernde Anforderungen. Mit Entwicklung und Support im eigenen Haus stellen wir die Qualität über den gesamten Produktlebenszyklus sicher - vom Design über die Markteinführung bis hin zum langjährigen Service.

Eine Auslagerung der Produktion kommt für Sie also nicht in Frage?

Nein. Wir befürchten damit einhergehend einen hohen Qualitätsverlust und dieses Risiko wollen wir nicht eingehen. Ganz im Gegenteil: Unsere Erfahrungen hier am Standort sind sehr gut.

Was unterscheidet Sie konkret von den vielen anderen Anbietern in Ihrem Marktsegment?

Ein zentraler Punkt, mit dem wir uns vom Wettbewerb abheben, ist die eigene Fertigungs- und Entwicklungstiefe. Selbst unsere Mainboards werden von uns entwickelt und in Deutschland gefertigt. Dadurch umgehen wir Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit und können flexibel auf die Sonderwünsche unserer Kunden reagieren. Auf diese Weise bedienen wir viele Anwendungen, bei denen andere Anbieter scheitern. Wenn wir IP69k auf ein Gerät schreiben, dann erfüllt das diesen Anspruch ohne Kompromisse. Das Gleiche gilt hinsichtlich Zertifizierungen oder durchgängiger EMV-Konformität. Abgesehen davon beschäftigen wir uns mit jedem Kunden und schaffen maßgeschneiderte Lösungen als Standardprodukte.

Es geht also bei Ihrem Qualitätsanspruch auch um weiche Faktoren wie den begleitenden Service und Support?

Im Produkt zählen natürlich erst einmal die harten Faktoren, sprich die Hard- und Software. Unserem Anspruch hinsichtlich Leistung und Verfügbarkeit folgend verbauen wir dabei nur hoch qualitative und aufeinander abgestimmte Industriekomponenten. Das ist für unsere Kunden und deren Produktionsprozesse natürlich ein wesentlicher Faktor, aber nicht minder bedeutsam ist ein Ansprechpartner, der mit Rat und Tat zur Seite steht und bei Bedarf unterstützt. Auch das ist ein gewichtiger Qualitätsaspekt, den wir unseren Kunden bieten.

In welchen Anwendungen und Branchen können Noax-Industrie-PCs ihre Vorteile den am besten ausspielen?

Allein im Maschinenbau gibt es sehr viele Einsatzmöglichkeiten. Beispielsweise dort, wo es viel Staub und Späne gibt, wo Öl-Nebel in der Luft hängt und mit aggressiven Medien gearbeitet wird oder dort, wo eine hohe Belastung durch Schock und Vibration auftritt. Ein weiterer Bereich ist die Logistik, zum Beispiel auf Gabelstaplern oder Kranen - hier muss trotz des mobilen Einsatzes und harten Umgebungseinflüssen eine kontinuierliche Verbindung zum Firmennetz sichergestellt sein. Weiterhin finden Sie unsere IPCs in der Metallindustrie genauso wie im Lebensmittelbereich, im Berg- und Tunnelbau sowie auf Landmaschinen und Hochseeschiffen. Überall dort, wo andere Fabrikate versagen, fangen wir an.

Noax hat ausnahmslos Geräte mit Touchscreen im Programm. Welche Strategie steckt dahinter?

Wir haben bereits Mitte der Neunziger begonnen, Touchscreens zu verwenden. Alle unsere Industrie-PCs sind heute mit analog-resistiven Touchscreens ausgestattet. Nur diese Technologie garantiert, dass Anwender mit allen Arten von Schutzhandschuhen vernünftig an den Geräten arbeiten können. Durch die Steuerung über unseren Mikrocontroller, bietet diese Funktion eine hochgenaue Auflösung. Sie können theoretisch jedes einzelne Pixel per Touch ansteuern, und herumfliegende Späne machen dank dieser Intelligenz keine Probleme.

Wie hoch ist das Potenzial von Multitouch für die Industrie?

Multitouch ist ein interessantes Thema, aber die industrielle Eignung ist noch fraglich. Es lässt sich bislang nicht erkennen, an welchen Stellen der Fertigung Multitouch sinnvoll eingesetzt werden kann. Entsprechend hat sich die Funktion am Markt noch nicht etabliert. Insbesondere die Bedienbarkeit mit Handschuhen ist nach wie vor ein Schwachpunkt dieser Systeme. Die Vorteile von analog-resistiven Lösungen überwiegen aktuell die eventuellen Vorteile des Multitouch.

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