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Bild: David J Babb, Rockwell Automation
IoT-Komponenten

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Über die Produktion hinaus

Text: Harry Jacob für A&D
Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung in der Automation macht nicht an den Grenzen der Fertigung halt. Für Industrie 4.0 ist der Datenfluss vom Shop-Floor bis zum Office-Floor und wieder zurück sogar von entscheidender Bedeutung. Die Automation Fair von Rockwell Automation stellte deshalb das Connected Enterprise ins Zentrum der Veranstaltung.

Ist Industrie 4.0 eher Revolution oder Evolution? Für Rockwell Automation ist es ein Reifeprozess mit umfangreichen Auswirkungen auf Entscheidungsprozesse, Arbeitsplätze und Geschäftsmodelle. Grundlage ist das Zusammentreffen verschiedener technischer Entwicklungen, wie der zunehmenden Digitalisierung, der erweiterten Kommunikation im Internet der Dinge, wachsender Intelligenz in den Netzen, weitgehender Mobilität, tiefergehenden Analysen im Rahmen von Big Data und den Möglichkeiten von Remote Monitoring.

Diese Entwicklungen müssen erst noch ihren Weg in die Umsetzung finden. Die Modernisierung der Fabriken sollte aber nicht punktuell erfolgen, sondern im Zusammenhang gesehen werden – daher das Konzept des Connected Enterprise. Für Mike Hannah, als Manager Commercial Programs bei Rockwell Automation für diesen Bereich verantwortlich, ist das Zusammenwachsen von Automatisierungs- und Informationstechnik nicht aufzuhalten. Zwar fehle in vielen Betrieben noch das Wissen, wie dies zu bewerkstelligen sei. Doch wachse das Bewusstsein, dass die vorhandenen Produktionsmittel an diese Entwicklung angepasst werden müssen.

Wichtig ist dabei, die Chancen und Vorteile zu erkennen, die sich mit der modernisierten Infrastruktur erreichen lassen. Hannah nennt eine verbesserte Sicherheit im Zusammenhang mit der stärkeren Vernetzung, die es möglich macht, einen aktuelleren und detaillierteren Blick auf Maschinen und Anlagen zu werfen. Netzwerksicherheit, Security-Policies und Mitarbeiterrollen mit abgestuften Zugriffsrechten kennt man in der IT schon lange. Solche Ansätze setzt Rockwell Automation auch auf Shopfloor-Ebene um, die neu vorgestellten Komponenten sind darauf angelegt, Security vom ERP bis zum Device zu unterstützen.

Ein weiteres Beispiel sind vernetzte Bäckereien, die mit drei Standorten weltweit vertreten sind. Dabei wurden an den Standorten in Europa, Asien und Nordamerika jeweils identische Fertigungsstätten aufgebaut. Hier kam Rockwell-Automatisierungstechnik zum Einsatz. Diese misst den Energieverbrauch auf Maschinen- und Anlagenebene. Über die Datenhaltung in der Cloud ist ein Benchmarking zwischen den verschiedenen Standorten möglich. Mit einem solchen Modell von vernetzten Standorten sind bei Produktionsproblemen auch kurzfristige Verlagerungen von Kapazitäten möglich. Wie Hannah betont, macht die effektivere Infrastruktur zudem die lokale Fertigung attraktiver und ermöglicht eine individuelle Fertigung – Stichwort Losgröße 1 – nahe beim Kunden.

Auf der Automation Fair in Chicago zeigte Rockwell Automation, wie sich das eigene Portfolio weiterentwickelt, um das Connected Enterprise zu ermöglichen. Neben den Produkten bietet der Hersteller auch Beratungsservices an, um Unternehmen in fünf Schritten hinzuführen zu einer Produktion gemäß Industrie 4.0. Die Bewertung der Ist-Situation, Netzwerke und Steuerungen absichern und leistungsfähiger machen, definieren und organisieren der Datenbasis und die darauf aufbauenden Analysen legen das Fundament für diese Entwicklung hin zu besseren Prozessen und schnelleren Entscheidungen innerhalb des Unternehmens. Das große Ziel ist es, diese Effekte auf die gesamte Lieferkette auszudehnen, also in den Datenfluss auch Zulieferer und Kunden einzubeziehen.

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