Melden Sie sich kostenfrei an, um Artikel vollständig zu lesen...
News und Promotion-Beiträge sind ohne Registrierung kostenfrei zu lesen
Login

Passwort vergessen?
Registrieren
   

Passwort ist zu kurz (mind. 8 Zeichen).
Steuern & Vernetzen

0 Bewertungen

Stark & flexibel

Text: Stefan Körner, Rittal Fotos: AYakovlev; Rittal
Tragarmsysteme spielen an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine eine wichtige Rolle. Neben Ergonomie, Sicherheit und Design stehen hier auch konstruktive Vorteile im Vordergrund. Nur mit stabilen und gleichzeitig flexiblen Tragarmlösungen lassen sich verschiedene Maschinentypen ausstatten.

Tragarmsysteme sind ein wesentlicher Bestandteil an der Mensch-Maschine-Schnittstelle. Sie sorgen für die Verbindung zwischen Maschinen oder Anlagen und den unterschiedlichen Steuer- und Bediengeräten, die wiederum in verschiedenen Bediengehäusevarianten geschützt untergebracht sind. Standardisierte, durchgängige Lösungen aus einem Baukastensystem bieten Maschinenbauern und -betreibern entscheidende Vorteile, wie zum Beispiel bei der Montage und Verkabelung der Maschinen.

Anwendung im Maschinenbau

Welche Lösungen in der Praxis gefragt sind, zeigt eine Anwendung bei Laempe & Mössner. Der Maschinenbauer setzt Tragarm- und Bediengehäusesysteme von Rittal ein, um so eine hohe Gesamtqualität seiner Kernschießmaschinen - welche Sandkerne für Hohlräume von Gussteilen herstellen - zu gewährleisten. Die Kernschießmaschinen sind in verschiedenen Typenreihen erhältlich, die sich in dem maximal verschießbaren Sandvolumen und in den Aufnahmemöglichkeiten verschiedenster Werkzeuge für die zu produzierenden Kerne unterscheiden. Auf den größten Maschinen können Kerne bis zu einem Volumen von 400Litern hergestellt werden. „Als wir das Steuerungs- und Bedienkonzept der aktuellen Maschinengeneration geplant haben, wollten wir sämtliche Maschinentypen mit möglichst wenig Varianten bei den Bediengehäusen realisieren“, erinnert sich Andre Klavehn, der für die Elektrotechnik im Unternehmen zuständig ist.

Eine Gehäuse für alle Anwendungen

Um Bediengehäuse der Serie Comfort Panel an den Maschinen zu installieren, setzt der Maschinenbauer das Tragarmsystem CP 120 von Rittal ein. Die Lösung aus dem neuen Tragarmsystembaukasten des Herstellers ist für die Belastungsstufen von 60, 120 und 180kg - jeweils bezogen auf eine Tragarmlänge von einem Meter - geeignet und verfügt über ein durchgängiges Design. „Wir setzen den Tragarmbaukasten von Rittal ein, weil wir mit einem System alle unsere Bedienkonzepte realisieren können“, erklärt Klavehn. Für ihn ist die Stabilität des Tragarmsystems entscheidend: „In der Vergangenheit hatten wir mit anderen Produkten Probleme.“ Auch die konstruktiven Details des Tragarmsystems bieten Vorteile. So sind die Winkelstücke, die den horizontalen mit dem vertikalen Teil des Tragarms verbinden, mit einer integrierten Halterung für Signalleuchten erhältlich. „Früher hatten wir diese Signalleuchten teilweise direkt auf der Maschine montiert“, erinnert sich Klavehn: „Die Position am Winkelstück des Tragarms ist aber deutlich besser geeignet, da der Maschinenbediener sie dort fast aus jeder Position sehen kann.“ An den Halter lassen sich die standardmäßig verwendeten Signalleuchten einbauen, ohne dass zusätzliche Arbeitsschritte wie zum Beispiel Bohren oder Fräsen notwendig wären.

Leichte Montage

Insgesamt lässt sich das Tragarmsystem sehr unkompliziert montieren. Die drei verschiedenen Größen sind zueinander kompatibel und lassen sich bei Bedarf durch Systemadapter miteinander kombinieren. Bei der Installation und der Inbetriebnahme einer Maschine kann der bereits montierte Tragarm sehr einfach justiert werden. Der Anwender entfernt eine Abdeckkappe am Wand-/Aufsatz-Gelenk oder am Winkelstück zwischen den Tragarmelementen und erreicht so die beiden Justierschrauben. Auch der Drehwinkel des Tragarms lässt sich leicht mit einer zusätzlichen Schraube am Drehkranz begrenzen. „Dies ist notwendig“, sagt Klavehn, „um beispielsweise zu verhindern, dass das Bediengehäuse bis in den durch Lichtvorhänge geschützten Gefahrenbereich geschwenkt werden kann.“ Zudem bieten die Tragprofile des Systems ausreichend Platz für die notwendigen Leitungen. „Die Anzahl der Leitungen zwischen Maschine und Bediengehäuse hat durch den Einsatz von Bussystemen zwar abgenommen“, so Klavehn, „doch bei uns müssen zusätzlich einige Pneumatikleitungen mit in den Tragarm passen.“ Selbst wenn einmal bei der Inbetriebnahme oder bei einer Erweiterung der Maschine eine zusätzliche Leitung benötigt wird, stellt dies kein Problem dar. Auch nach der Montage ist der Tragarm an mehreren Stellen leicht zugänglich, zusätzliche Leitungen können eingezogen werden.

Firmen zu diesem Artikel

Nach oben