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Bild: Plainview, iStock
AS-Interface

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Sparsam im kleinen Kreis

Text: Thomas Rönitzsch, Bihl+Wiedemann
Wegen der Kosten für ein zusätzliches 30V-AS-i-Netzteil verzichteten viele Anwender bislang darauf, die Parallelverdrahtung auch bei Klein- und Kleinstanlagen durch AS-Interface zu ersetzen. Doch jetzt gibt es auch 24 V-Module, die kostengünstigere Installationen erlauben. So rechnet sich AS-i bereits ab wenigen Modulen.

Dass AS-Interface Kostenvorteile in kleinen, mittleren und großen Anlagen bieten kann, ist in der Branche bekannt. Anlass zu Diskussionen lieferte allerdings regelmäßig die Frage, ab welcher Modulanzahl tatsächlich Einsparungen möglich sind. Wann immer in Vergleichsrechnungen versucht wurde, die Frage allgemeingültig zu beantworten, tauchte stets eine Position auf, die die Einstiegsschwelle um ein Stückchen nach oben versetzte: das spezielle AS-Interface-Netzteil mit einer Nennspannung von 30 V. Bei Anwendungen mit 20 oder mehr Modulen machen sich die entsprechenden Kosten natürlich kaum bemerkbar – bei Mini-Applikationen mit deutlich weniger Modulen schlagen sie bei der Betrachtung je I/O-Knoten allerdings durchaus zu Buche.

Genau dieses zusätzliche Netzteil kann man sich mit 24 V-AS-i sparen. Denn dabei handelt es sich um die speziell für kleine Anlagen und Funktionsbaugruppen entwickelte Einstiegs-Variante von AS-Interface, die sich mit der ohnehin im Schaltschrank vorhandenen 24V-Versorgungsspannung betreiben lässt. Damit gewinnt der einfachste Bus der Welt das Kostenrennen gegen die anachronistische Parallelverdrahtung schon ab drei Modulen. Und neben Geld spart der Anwender auch noch Platz im Schaltschrank und Zeit bei Montage und Dokumentation. Gedacht ist diese Variante für Installationen von 3 bis 15 Slaves. In diesem Umfeld fällt auch die Einschränkung nicht weiter ins Gewicht, dass sich bei 24V-AS-i die Netzwerkausdehnung im Vergleich zur Standard-AS-i-Variante von 100 m auf 50 m reduziert.

Die wichtigsten systematischen Vorteile von AS-Interface bleiben indes auch bei der Einsteigs-Variante in vollem Umfang erhalten: geringer Verdrahtungsaufwand sowie einfache Inbetriebnahme und Bedienung, die umfangreichen Diagnosefunktionen und das gute Zusammenspiel mit anderen Automatisierungssystemen. Die Entscheidung für 24 V-AS-i ist im Übrigen keine Entscheidung für die Ewigkeit: Sollte sich der Anwender in Zukunft für eine Erweiterung der Applikation entscheiden, installiert er einfach ein 30 V-Netzteil dazu und arbeitet fortan mit dem Standard-AS-i weiter.

Damit die Kommunikationstechnik von AS-Interface auch mit 24 V so einfach und zuverlässig funktioniert wie man es von AS-i gewohnt ist, galt es freilich eine ganze Reihe konstruktiver Herausforderungen zu meistern. Zu den wichtigsten Aufgaben gehörte beispielsweise die Verbesserung der Datenentkopplung, einer speziellen Baugruppe, mit der die AS-i-Signale erzeugt werden und die außerdem wesentlich zur Störfestigkeit des grundsätzlich nicht geerdeten Netzwerkes beiträgt. Wichtig war dabei vor allem ein möglichst geringer Spannungsabfall, um die Energie bestmöglich zu nutzen.

Unter dem Namen AS-i Power24V war die Idee der 24 V-Technik im ­Rahmen eines Future-Workshops der AS-International Association bereits vor einigen Jahren auf den Weg gebracht worden. In Härtetests konnte das Konzept bereits seine Praxistauglichkeit beweisen. Jetzt hat Bihl+Wiedemann die erste Gateway-Serie für 24 V-AS-i entwickelt. Zunächst stehen Anschlussmöglichkeiten an Profibus, Profinet, CC-Link, Modbus TCP, Ethernet/IP und Ethercat zur Verfügung. Weitere Modelle sind bereits in Vorbereitung.

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