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Bild: Hepro; Wachendorff Prozesstechnik
HMI-Anwendung

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Panel für den richtigen Schnitt

Text: Oliver Roßbach, Wachendorff Prozesstechnik
Ob Gurke oder Spargel, das Schälen ist eine Kunst für Gefühlvolle: Nicht zu viel, nicht zu wenig ist das Credo. Nach diesem Motto sollte auch das Mensch-Maschine-Interface für den Schälautomaten bestückt sein.

Alle Jahre wieder fiebern die Feinschmecker einem besonderen Termin entgegen: dem ersten Spargelstich. Die Sprossen des Gemüsespargels brauchen besondere Böden und ein spezielles Klima, damit sie gut gedeihen. Aufgrund seiner Beschaffenheit von Hand geerntet, gilt Spargel als kostbare Delikatesse, die möglichst frisch auf den Tisch kommen sollte. Neben dem Stechen ist auch das Schälen der dünnen Stiele eine Kunst: Die abgetragenen Streifen sollen möglichst dünn sein und auf keinen Fall darf die zarte Spitze abbrechen – ist sie doch das Beste des köstlichen Gemüses.

Um die Mengen, die während der kurzen Ernteperiode anfallen schnell und wirtschaftlich zu verarbeiten nutzt man heute spezielle Schälmaschinen. In den Maschinen werden die Stangen durch automatische Greifer vorsichtig gefasst und dann mit der Spitze per Luftpolster sanft in so genannten Tulpen fixiert. So wird die Spitze geschützt, während versetzt angeordnete Schälerpaare am Spargel entlang gleiten und für den perfekten Schnitt sorgen.

Nicht jede Sorte Spargel ist gleich und je nach Witterung und Bodenbeschaffenheit können Stangen dicker oder dünner, länger oder kürzer, härter oder weicher ausfallen. Der Weg der Schäler kann ebenso unterschiedlich sein wie die benötigte Druckluft, damit die Stangen sicher in der Tulpe bleiben und trotzdem die kostbare Spitze keinen Schaden nimmt.

So sind die Maschinen besonders flexibel ausgestattet und können vom Bediener entsprechend der aktuell zu schälenden Ware eingestellt werden. Damit dies im laufenden Betrieb schnell und einfach gelingt, nutzt der Spargelmaschinenhersteller Hepro Bediengeräte von Wachendorff. „Wir verwenden für unsere Maschinen Codesys-basierte Steuerungen in Kombination mit Web-Panels“, erklärt Franz Mielemeier, der mit seiner Firma Sipro für die Elektronik der Schälmaschinen verantwortlich ist. Er hatte seinen Betrieb zeitgleich mit Hepro gegründet und gehört zu den Partnern der ersten Stunde. „Wir suchten im letzten Jahr nach einer preisgünstigen und gleichzeitig flexiblen Lösung, um unsere Maschinen einfach bedienbar zu machen. Da Hepro weltweit liefert, brauchen wir die Möglichkeit, unterschiedliche Sprachen und auch Schriftzeichen auswählen zu können“ ergänzt der Elektrofachmann. Fündig wurde er nach Internetrecherche, Besuchen bei Händlern und Präsentationen von Herstellern bei Wachendorff. „Dort haben wir ein robustes Web-Panel mit einem zehn Zoll großen Display zu einem attraktiven Preis gefunden, das all das kann, was wir brauchen“ freut sich Mielemeier.

Genau die Funktionen, die gebraucht werden

Eine Display-Variante mit ausgefallenen Features wäre für die Aufgaben bei Hepro überdimensioniert – schließlich läuft die Visualisierung über die Steuerung, während das Bediengerät hier wirklich nur die Aufgabe der Mensch-Maschine-Schnittstelle übernimmt. Per Touch kann der Bediener die Maschine ein- und ausschalten, bestimmte Parameter wie die Länge der zu schälenden Stangen oder den Druck, mit dem die Schäler an den Spargel gedrückt werden, einstellen. In einer zweiten, passwortgeschützten Ebene, können autorisierte Techniker Spezialfunktionen abrufen, um beispielsweise die Schließzeiten von Messern zu verändern oder Geschwindigkeiten von Motoren und Ventilen zu variieren. „Vor allem die vielen Parameter, die man hier ablesen und einstellen kann, lassen das Herz der Techniker höher schlagen“ erklärt Mielemeier. „Darum haben wir uns auch für ein großes Display entschieden, auf dem viele Werte gut lesbar und darstellbar sind“, ergänzt er.

Das Web-Panel WWPEC100 ist mit nur 32,5 mm Einbautiefe nahezu überall installierbar und wird für Hepro mit eigenem Logo ausgeliefert. Die Platine des Panels ist durch eine spezielle Beschichtung gegen Korrosion und Feuchtigkeit geschützt. Das lüfterlose System mit 32Bit-RISC-Prozessor und einer Taktfrequenz von 600 MHz besitzt genügend Rechenleistung mit angenehm schneller Seitenumschaltung. Das Gerät ist mit MicroBrowser ausgestattet und somit geeignet für Codesys Web-Visualisierung V2 und V3.

Eingefangen: Von Ostwestfalen bis Südamerika

Die beiden Ostwestfalen Christoph Protte und Siegfried Hennemeier bekamen1992 den Auftrag, eine Maschine zum Spargelschälen zu entwickeln. Mit ihr wollte der Spargelbauer Hans-Josef Brautmeier sein empfindliches Gemüse bearbeiten. So machten sich die beiden ans Werk und 1994 meldeten Protte und Hennemeier das erste Patent für den Schälautomaten an und gründeten Hepro. Heute belieferen sie die ganze Welt mit Schälmaschinen für Spargel, Karotten, Gurken und Schwarzwurzeln.

Nach über 20 Jahren gibt es vom kleinen Automaten, der während der Saison im Einzelhandel steht, bis hin zu großen Anlagen für die industrielle Fertigung viele unterschiedliche Maschinen im Sortiment. In Südamerika etwa, wo Spargel durch besondere klimatische Verhältnisse das ganze Jahr über Saison hat, wird er tonnenweise in großen Fertigungslinien verarbeitet und findet dann den Weg ins Glas, in die Kühltruhe oder in Fertiggerichte wie Hühnerfrikassee.

Eingefangen: Von Ostwestfalen bis Südamerika

Die beiden Ostwestfalen Christoph Protte und Siegfried Hennemeier bekamen1992 den Auftrag, eine Maschine zum Spargelschälen zu entwickeln. Mit ihr wollte der Spargelbauer Hans-Josef Brautmeier sein empfindliches Gemüse bearbeiten. So machten sich die beiden ans Werk und 1994 meldeten Protte und Siegfried Hennemeier das erste Patent für den Schälautomaten an und gründeten Hepro. Heute belieferen sie die ganze Welt mit Schälmaschinen für Spargel, Karotten, Gurken und Schwarzwurzeln.

Nach über 20 Jahren gibt es vom kleinen Automaten, der während der Saison im Einzelhandel steht, bis hin zu großen Anlagen für die industrielle Fertigung viele unterschiedliche Maschinen im Sortiment. In Südamerika etwa, wo Spargel durch besondere klimatische Verhältnisse das ganze Jahr über Saison hat, wird er tonnenweise in großen Fertigungslinien verarbeitet und findet dann den Weg ins Glas, in die Kühltruhe oder in Fertiggerichte wie Hühnerfrikassee.

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