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Modular, robust und schick

Text: Michael Ahlbrecht, Phoenix Contact
Wer sich mit seinen Maschinen im Wettbewerbsumfeld behaupten will, muss aktuelle Technik zu einem guten Preis bieten können. Da hilft nur eines: Aller unnötiger Ballast, der die Kosten in die Höhe treibt, fliegt von Bord. Bei Industrie-PCs erlaubt eine modulare Plattform die individuelle Anpassung.

Jeder Maschinen- und Anlagenbauer ist auf der Suche nach Ansatzpunkten, wie sich seine Lösungen von denen des Wettbewerbs abheben. Die kritischen Faktoren sind Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz des Systems und der verbauten Komponenten, der Preis und – nicht zu vergessen – das Design. Darüber hinaus müssen die Maschinen immer kürzeren Lebenszyklen sowie der zunehmenden Individualisierung der auf ihnen gefertigten Produkte gerecht werden.

Anpassung an Anforderungen

Es gibt wenige Produktionsanlagen, in denen kein Industrie-PC zum Bedienen, Visualisieren oder zur Datenerfassung genutzt wird. Um den unterschiedlichen Anforderungen an die Geräte gerecht zu werden, hat Phoenix Contact Rechnereinheit und Display seiner IPC-Serie Valueline vollständig voneinander entkoppelt. Auf diese Weise können beide IPC-Bestandteile individuell kombiniert werden. Die Rechnereinheit ist zudem weitgehend konfigurierbar: Prozessor, Arbeitsspeicher, Speichermedien und RAID-System, Schnittstellen, Betriebssystem und zusätzliche Software sind die wichtigsten Optionen, die der Konfigurator neben der Panelgröße anbietet. Je nach Basismodell sind zudem USB- und Videoanschlüsse in unterschiedlicher Zahl und Ausführung integriert. Damit lässt sich die Ausstattung den Anforderungen der Applikation genau anpassen – nicht benötigte Komponenten bleiben außen vor und treiben den Preis nicht unnötig in die Höhe.

Die IPC-Serien, die seit 2009 im Programm sind, wurden nun erstmals vollständig überarbeitet. Die zweite Generation von Valueline unterscheidet sich bei den Displays deutlich von den ursprünglichen Modellen. Statt der analog-resistiven Touchscreens im Bildschirmformat 4:3 kommen nun Bildschirme mit Projective Capacitive Touch (PCT) zum Einsatz, die ein Seitenverhältnis von 16:9 aufweisen. Abgedeckt werden Displaygrößen von 7 bis 21,5“.

Die Projective-Capacitive-Touchscreen-Technik (PCT) wird zwar hauptsächlich zur Umsetzung von Bedienkonzepten mit Gestensteuerung verwendet. Sie hat jedoch gegenüber der analog-resistiven Technik mit Folienbeschichtung einen weiteren entscheidenden Vorteil: Die Sensorik sitzt hinter einer Glasscheibe, die das gesamte Display abdeckt, und ist dementsprechend gut vor Umwelteinflüssen wie vor scharfen Reinigungsmitteln oder scharfkantigen Gegenständen geschützt. Selbst wenn das Glas zerkratzt ist, funktionieren Gestensteuerung und Multitouch-Bedienung weiterhin.

In Sachen Design hat der Hersteller die zweite Generation ebenfalls überarbeitet. Hier ergaben sich durch die frontale Glasscheibe ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten. Die neuen Panels konnten bereits kurz nach dem Marktstart einen ersten Erfolg verbuchen: Sie wurden in der Kategorie Product Design mit dem Red Dot Design-Preis ausgezeichnet.

Des Weiteren hat Phoenix Contact die verwendeten CPUs inklusive der zugehörigen Grafik-Chipsätze aktualisiert. Diese finden allerdings nicht nur in der neuen Gerätegeneration Verwendung. Auch die Modelle der ersten Generation werden nun damit ausgestattet, um auch bestehenden Kunden aktuelle Technik anbieten zu können, ohne dass die vorhandenen Konzepte angepasst werden müssen. Eingesetzt werden nun Intel-CPUs von der Atom-E-3800-Serie über Celeron, beide Baytrail, bis zu Core-i5 der vierten Generation, also Haswell. Trotz der hochperformanten CPU werden die Industrie-PCs passiv gekühlt. Sie sind vollkommen lüfterlos aufgebaut, was ihren Anwendungsbereich und die Systemverfügbarkeit maßgeblich erhöht. Dennoch funktionieren die Geräte bis zu einer Betriebstemperatur von 55° C problemlos. Mit den zugehörigen Grafikchips der HD-Graphics-Serie sowie der Unterstützung der Programmier-Schnittstellen DirectX 11, OpenGL 4.0 und OpenCL 1.2 verfügen die PCs laut Hersteller nun über eine deutlich verbesserte Grafikperformance, welche die Umsetzung aufwendiger Visualisierungskonzepte erlaubt.

Stillstandszeiten minimiert

Beim Speichermedium kann der Anwender bei den Valueline-PCs wählen zwischen magnetischen, auf Dauerbetrieb ausgelegten Hard Disk Drives (HDD) oder Solid State Drives (SSD) für den Industrieeinsatz. Mehrere Laufwerke lassen sich zudem als RAID konfigurieren, was Ausfallzeiten und die Gefahr von Datenverlusten reduziert und die Verfügbarkeit der Applikation steigert. Im RAID-Modus 1 kann im Fall eines Ausfalls das defekte Speichermedium im laufenden Betrieb getauscht werden. Möglich wird dies durch einen einfachen Zugang zu allen wichtigen Komponenten, wie den Speichermedien sowie der CMOS-Batterie.

Montage ohne Schaltschrank

In der Produktfamilie Designline umfasst das Portfolio lüfterlose IPCs im komplett geschlossenen Gehäuse nach Schutzart IP65. Die Panels reichen von 15 bis 21,5“ Diagonale. Wie Michael Ahlbrecht, Produktmarketing IPC/HMI bei Phoenix Contact, berichtet, sind die neuen Modelle nicht mehr auf eine Schaltschrank-Einfassung angewiesen, wenn sie hängend oder stehend montiert werden sollen. Sie können nun per VESA-100-Montage mittels Standfuß oder Tragarm installiert werden. Wie bei Valueline sind auch bei den Schwestermodellen der Designline die wichtigsten Komponenten leicht zugänglich – und zwar ohne den IP65-Schutz zu beeinträchtigen. „In der Vergangenheit waren viele IP65-Produkte am Markt fest verklebt. Deshalb mussten selbst zum Austausch der CMOS-Batterie die Geräte eingeschickt werden. Das ist nun nicht mehr nötig“, so Ahlbrecht.

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