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Mobile IT? Marsch, Marsch!

Text: Alexander Djemaa, Logic Instrument
Jedes Unternehmen steht vor dem Zwang zu optimieren und zu automatisieren. Vor allem der mobile IT-Einsatz birgt großes Potenzial für viele Unternehmen. Das Militär ist hier vielen Industriezweigen voraus, versichert Alexander Djemaa, stellvertretender Geschäftsführer von Logic Instrument.

Der Salznebel in Häfen, hohe Temperaturschwankungen in Stahlwerken, mobile Kontrolle von Außensteuerungsanlagen oder Stöße während einer Hochgeschwindigkeitsfahrt – das alles sind Umstände, die einen Einsatz von IT-Lösungen direkt vor Ort schwieriger machen. Wind und Wetter sind nun einmal der natürliche Feind der Elektronik. Besonders die Ausfallsicherheit ist in der Produktion ein sehr kritischer und sensibler Faktor. Wenn schon wenige Minuten Stillstand zu horrenden Vertragsstrafen führen können, müssen Unternehmen auf verlässliche Systeme setzen – zur Not die schon seit Jahrzehnten bewährte Lösung. Ab und an sind die Anforderungen so komplex und massiv, dass ein Verbesserungspotenzial schon per se ausgeschlossen wird. Nicht nachzudenken hat allerdings noch nie geholfen. Und auf diese Weise wird ein Unternehmen keine Innovationskraft entwickeln oder Prozesse beschleunigen können. So hoch die brancheneigenen Anforderungen wirken, ein Blick auf militärische Anwendungen relativiert diese Einschätzung schnell. Hier steht nämlich nicht der Liefertermin oder der Deckungsbeitrag auf dem Spiel, sondern das Leben von Menschen. Entsprechend sind die Ansprüche an Systeme.

Militärische Standards nutzen

Deshalb haben sich eigene Lösungen für das Militär entwickelt, die mehr sind als aufgemotzte Consumer-Geräte mit ein bisschen Schutz gegen Spritzwasser und leichte Stöße. Vor allem die Ausfallsicherheit der militärischen Systeme muss auf einem ganz anderen und deutlich höheren Niveau sein. Unsere Produkte sind in ihren Einsatzgebieten erheblich größeren und auch permanenteren Belastungen ausgesetzt. Wenn ein mobiler Rechner bei einer Fahrt durch das Gelände im Schützenpanzer mit rund 60 km/h Stöße und Vibrationen aushält und einwandfrei funktioniert, dann ist ein Einsatz im LKW oder Zug vergleichsweise einfach. IT-Systeme, die bei der Marine im Einsatz sind, können genauso gut für die Kontrolle der Offshore-Windanlagen genutzt werden. Und alle diese sogenannten rugged Notebooks und Tablets können mit ihren besonderen Fähigkeiten genauso für industrielle Zwecke eingesetzt werden.

IP und MIL Standards

Ein Blick auf die üblichen Standards des Militärs zeigt, wo mobiler IT-Einsatz vielleicht doch möglich wäre – trotz Staub oder Feuchtigkeit. Unsere Fieldbook Serie ist zum Beispiel nach dem europäischen Schutzgrad Ingress Protection (kurz IP) zertifiziert, was die Resistenz gegen das Eindringen von Flüssigkeiten und Staub bescheinigt. Die MIL-STD810-Zertifizierung der US-amerikanischen Militärnorm garantiert dazu unter anderem ein fehlerfreies Funktionieren bei definierten Umweltbedingungen sowie die Widerstandsfähigkeit gegen Stöße, Vibrationen, Temperaturschocks und Salznebel. Zusätzlich wurden unsere Fieldbooks kürzlich auf ihre elektromagnetische Störaussendung und Störanfälligkeit nach der Norm MIL-STD461F geprüft.

Endscheidend ist aber der Einsatzzweck der Produkte und nicht der Gedanke, möglichst unzerstörbare Technik zu liefern. So kann der Schutz der Geräte vor Flüssigkeiten und eine kompakte Größe der Technik eine höhere Priorität haben als der Schutz vor extremen Temperaturschwankungen. Deshalb ist es für unsere Kunden wichtig, individuelle Konzepte gemeinsam mit uns zu entwickeln. Es hilft, dass wir durch unsere Projekterfahrung dabei mehr sind und bieten können als ein reiner Hersteller. Viele IT-Systeme haben einen gemeinsamen Nenner bei den Anforderungen: Ausfallsicherheit und hohe Mobilität. Ob dies im militärischen oder zivilen Sektor ist, macht letztlich für das Produkt selbst keinen Unterschied. Warum also nicht vom Militär lernen?

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