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Mobile Fernwartung

Text: Werner Belle, MB Connect Line Foto: loveguli, MB Connect Line
Läuft meine Maschine? Wird der Auftrag rechtzeitig fertig? Wie ist die Kühlmitteltemperatur? Statt ins Büro an den PC zu eilen, reicht jetzt ein Blick auf das Smartphone, um die entsprechenden Anlagendaten abzurufen.

Der Anwender ist es gewohnt, unabhängig von Zeit und Ort Informationen abzurufen und Nachrichten auszutauschen. Das wird auch bei der Überwachung von Maschinen und Anlagen gefordert. Das Unternehmen MB Connect Line hat dafür unter der Bezeichnung mbNET.toolbox, eine Reihe von Software-Erweiterungen für die Industrie-Router der Serie mbNET entwickelt. Diese umfassen Web-Visualisierung für Smartphones, freie Scriptsprache, Datenbank und FTP-Server/Client-Funktionalität. Die Funktionen laufen in einem dedizierten Bereich des Routers und bieten Zugriff auf dessen Schnittstelle und Protokolle. Die Anwenderprogramme können über TCP/IP, ModbusTCP und S7-ISOTCP oder seriell über die umschaltbare RS232/RS485-Schnittstelle kommunizieren.

Web-Visualisierung für mobile Anwendungen

Die Webvisualisierung ist für Smartphones und Tablet-PCs ausgelegt und erfolgt durch das Verknüpfen der mitgelieferten Widgets. Durch die integrierte Benutzerverwaltung bleiben statistische Auswertungen dem Betriebsleiter vorbehalten, während für Servicetechniker und Bedienpersonal alle wartungsrelevanten Peripheriedaten freigegeben sind. Das Fernwartungsportal mbConnect24 dient als intelligente Vermittlungsstelle zwischen der Servicezentrale des Maschinenherstellers und den Anlagen der Kunden. Der Hersteller kann für jeden Servicespezialisten individuelle Rechte festlegen. Für eine Fernwartungssitzung melden sich die Benutzer per HTTPS oder über einen gesicherten VPN-Zugang am Portal zur Authentizifierung an.

Sicherheit wird groß geschrieben

Die Architektur der Portallösung erfüllt die hohen Sicherheitsanforderungen, die für den Zugriff auf Firmennetzwerke gelten. Bei mbConnect24 werden die Verbindungen sowohl von der Serviceseite als auch von den Maschinen und Anlagen immer zum Portal-Server hin aufgebaut. Verbindungsanfragen vom Portal zur Anlage oder zum Servicerechner kommen systembedingt nicht vor, so dass eingehende Verbindungen komplett gesperrt werden können. Das Fernwartungsportal ist in drei Ausführungen verfügbar. Bei mbConnect24.net läuft die Portal-Software als Dienst auf einem Public Server. Die zweite Variante mymbConnect24.hosted wird dem Namen entsprechend auf einem dedizierten Server gehostet und ist über eine eigene IP-Adresse direkt erreichbar. Die dritte Variante ist das Komplettsystem mymbConnect24. Es besteht aus einer Server-Hardware mit vorinstallierter Portal-Software. Dieses Angebot ist für Maschinenbauer und Anlagenbetreiber interessant, die innerhalb ihres Firmennetzes ein eigenes Serviceportal realisieren wollen. Neben der zentralen Verwaltung aller Benutzer und Anlagen bieten alle Lösungen verschlüsselte Verbindungen über VPN.

Komfortables Berichtswesen

Das Portal umfasst ein detailliertes Berichtswesen. Alle Aktivitäten werden in einem Verbindungsbericht erfasst, damit festgestellt werden kann, wer wann welche Aktion ausgeführt hat. Neue Sortier- und Filtermöglichkeiten für verschiedene Kriterien sowie der Datenexport in eine PDF- oder CSV-Datei runden das Berichtswesen ab. Das integrierte Alarm-Management dient zur Überwachung von Anlagen und Alarmierung bei Grenzwertüberschreitung. Die Status- oder Alarmmeldung kann per E-Mail erfolgen, bei den Routern mit Mobilfunkmodem auch per SMS.

Industrie-Router als Gateway

Die Industrie-Router mbNET dienen als Gateway zwischen den öffentlichen Kommunikationsnetzen und den Anlagenkomponenten. Sie ermöglichen eine anlagenweite Fernwartung vom einfachen Antrieb über S7-Steuerungen bis hin zu Bedien-Panels und Visualisierungs-PCs. Neben dem LAN-Anschluss haben die Router bis zu zwei serielle Schnittstellen, die per Software als RS232 oder RS485 konfiguriert werden können.

Flexible Anbindung

Die Anbindung mobiler Maschinen und Anlagen abseits der Festnetzversorgung an das Internet ermöglichen die Router mbNET LTE, welche auch HSPA+, UMTS und GPRS/EDGE unterstützen. LTE (Long Term Evolution) ist ein neuer Mobilfunkstandard für IP-basierte Datenverbindungen. Die Datenraten liegen mit bis zu 100 MBit/s Download und 50 MBit/s Upload über den gängigen Bandbreiten von DSL-Festnetzanschlüssen. Die LTE-Variante der mbNET-Router bietet mit zwei Steckplätzen für SIM-Karten und Failover-Funktionalität eine hohe Ausfallsicherheit. Die Verbindung zum Internet wird in festgelegten Abständen zyklisch geprüft und im Störungsfall wird auf die andere SIM-Karte umgeschaltet.

Treiber für S7-Software

Mit dem mbNET-S7-Treiber werden die Industrie-Router mbNET optimal in die S7-Software integriert. Der Treiber klinkt sich direkt in die PG/PC Schnittstelle ein. Damit ist der Aufbau einer Fernwartungsverbindung ohne �?nderung möglich. Durch Source-NAT sind am Anlagennetzwerk keinerlei netzwerktechnische Konfigurationsänderungen erforderlich. Die mbNET-Router sorgen im bestehenden Anlagennetz für die Übersetzung der IP-Adressen zwischen dem privaten Netz und dem Internet. Eine Rekonfiguration der Geräte wegen des Standard-Gateway-Eintrags oder gar ein Neustart der SPS oder der ganzen Anlage während der Installation gehören damit der Vergangenheit an. Für die Anbindungen von S7-Steuerungen über MPI- und Profibus dienen die Router als RFC 1006-Gateway einschließlich Routing über RFC 1006.

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