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Mehr Platz auf dem Schirm

Text: Mathis Bayerdörfer, A&D Fotos: Siemens
Siemens hat sein Display-Programm auf Widescreen ausgelegt - egal ob Monitor, Operator-Paneloder IPC. Mit den auf der Hannover Messe vorgestellten Neuheiten ist das Großformat-Angebot von vier bis 22 Zoll komplett.

Im Vertrieb von Industrierechnern hat Siemens die Millionengrenze geknackt und seinem Kunden Homag auf der Hannover Messe dafür eine Auszeichnung überreicht. Das dort ausgestellte Produktspektrum hat deutlich gezeigt, wie es bei Siemens in Sachen Steuerungstechnik weitergeht - vor allem was Displays und Panels angeht: Das Unternehmen setzt in Sachen Visualisierung konsequent auf Widescreen. „16:9 wird das 4:3 auch in der Industrie mittelfristig ablösen“, beschreibt Heinz Eisenbeiss, Leiter Marketing & Promotion Simatic bei Siemens, den eingeschlagenen Weg.

Widescreen von Anfang an

Entsprechend gestaltete sich das Neuheitenspektrum in Hannover: „Mittlerweile haben wir das Angebot komplettiert und decken von vier bis 22 Zoll das gesamte Panel-Spektrum mit Widescreen ab“, sagt Eisenbeiss. Den Anfang machen die neuen kompakten 4-Zoll-Geräte der Simatic HMI Basic Panels mit hochauflösendem, voll-graphischem Farbdisplay in vier Zoll. Bei der Bedienung kann der Anwender wählen: entweder Touchscreen und vier taktile Funktionstasten oder acht Funktionstasten und alphanumerische Folientastatur. Umfangreiche Software-Funktionalität hat der Hersteller standardmäßig integriert. Neu im Simatic-Programm sind auch die Widescreen-Bediengeräte der Comfort Panels in 15, 19 und 22 Zoll zum maschinennahen Bedienen und Beobachten. Sie werden per Touchscreen bedient. Je nach Applikation, zum Beispiel bei begrenztem Einbauplatz, können die Geräte auch hochkant eingesetzt werden. Als weitere Merkmale der Simatic-HMI-Geräte mit Widescreen nennt der Hersteller die lange Lebensdauer der Displays, die frei projektierbare Anzeigefläche sowie eine hohe Auflösung und gute Ablesbarkeit aus allen Richtungen. Die LED-Hintergrundbeleuchtung ist dimmbar, um die Displays an die jeweilige Beleuchtungsumgebung der Anwendung anzupassen.Die Panels verfügen über Schnittstellen für Profinet- und Profibus-Netze sowie zum Anschluss von USB-Peripherie. Per integriertem Switch kann sie der Anwender unkompliziert in bestehende Netzwerkstrukturen einbinden. Auch die Inbetriebnahme erfolgt laut Hersteller einfach und schnell: Sämtliche bei der Projektierung vorgenommenen Ethernet-Einstellungen werden automatisch übernommen. Dies verkürzt den Projekt-Download bei Inbetriebnahme spürbar. Weitere Ausstattungsmerkmale sind integrierte Diagnosefunktionen, Archive, Skripte sowie ein nullspannungssicherer, wartungsfreier Meldepuffer. Steckbare Memory Cards verhindern den Verlust prozessrelevanter Daten bei Stromausfall und stellen eine hohe Anlagenverfügbarkeit sicher: Durch einfaches Umstecken der Karte werden Konfigurationsdaten auf ein Ersatzgerät übertragen.

30 Meter und darüber hinaus

Auch bei der Visualisierung von Maschinenfunktionen und Anlagedaten über weite Strecken betont Siemens seine Kompetenz und hat in Hannover neue Industriemonitore und Thin Clients vorgestellt, mit Displaydiagonalen von zwölf bis 22 Zoll und auch konsequent im Widescreen-Format. Ausgestattet mit Fronten aus Aluminiumdruckguss, sind beide Gerätereihen robust und für einen 24-Stunden-Dauereinsatz sowie hohe Temperatur-, Vibrations-, Schock- und EMV-Anforderungen ausgelegt.Die Flat-Panel-Serie IFP umfasst Industriemonitore in den Größen 15, 19 und 22 Zoll mit Touch-Funktionalität oder als reine Anzeige. In 15 Zoll steht noch eine Variante mit Tastenbedienung zur Verfügung. Genauso wie die HMIs der Comfort-Reihe können sie im Hochformat montiert werden und sind über DVI-D- oder DisplayPort-Schnittstelle mit dem IPC verbunden. Die Monitore sind Atex-zertifiziert, eine Schiffbauzulassung ist in Vorbereitung.

Thin Clients für die Produktion

Für dezentrale Lösungen mit großen Distanzen oder vielen Stationen hat Siemens den Thin-Client-Ansatz auf die Industrie übertragen. Dieser präsentiert sich als erweiterte Benutzerschnittstelle, die Datenverarbeitung erfolgt über einen Server. Die neue Baureihe Simatic ITC ist auf solche Architekturen ausgelegt und arbeitet robust und wartungsfrei - ohne mechanische Verschleißteile wie Lüfter oder Festplatten. Die Panels mit Touch-Funktion und Display-Diagonalen von 12, 15, 19 oder 22Zoll können im Multi-Session-Betrieb auch mit mehreren Servern verbunden werden. Um eine hohe Verfügbarkeit zu erreichen, lassen sich redundante Systeme konfigurieren.Hardwareseitig ist eine Vielzahl an Funktionen und Schnittstellen integriert: eine Gigabit-LAN-Schnittstelle zur schnellen Kommunikation mit dem Server sowie zwei USB-Schnittstellen zur Speicherung von Daten oder den Anschluss von Maus und Tastatur. Eine Verbindung zu anderen Systemen ermöglichen der integrierte Web-Browser sowie unterschiedliche Protokolle. Unterstützung kommt dabei von einem neuen Setup-Assistenten. Per Remote-Funktion können die Thin Clients zentral verwaltet werden, zum Beispiel um parallel ein Firmware-Update aufzuspielen.

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