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Mehr Frische durch Fernwartung

Text: Oliver Prang, Wachendorff FotoS: Wachendorff
Nicht nur Maschinen- und Anlagenbauer schätzen die Vorteile von Fernwartungssystemen. Auch ihre Kunden verlangen manchmal die Möglichkeit des Zugriffs von außen. Ein Beispiel dafür ist der Hersteller von Frischhalteprodukten Cofresco.

In vielen deutschen Küchen ist die Marke Toppits zu finden: von der Frischhaltefolien bis zum Gefrierbeutel, vom Eiskugelbeutel bis zum Bratschlauch. Hergestellt werden sie allesamt von Cofresco, einer Tochterfima von Melitta. Das Unternehmen, dessen Geschichte 1937 mit Butterbrotpapier begann, ist heute Technologieführer der Branche. Entsprechend fortschrittlich ist auch der Maschinenpark. „Wir sind immer auf der Suche nach Innovationen bei den Produktionsverfahren“ sagt Friedrich Niedernolte, der die elektrische Instandhaltung bei Cofresco leitet. „Schließlich müssen wir technisch am Ball bleiben, um Markenqualität produzieren zu können, aber gleichzeitig die Kosten im Griff zu haben.“

Einheitliche Fernwartung und Inbetriebnahme

Aus dem gleichen Grund verlangt das Unternehmen von seinen Lieferanten generell die Möglichkeit der Fernwartung. „Gerade in der Inbetriebnahmephase ist das für uns ganz wichtig“ stellt Niedernolte klar. Es dauere eine Weile, bis eine neue Maschine einwandfrei läuft. „Da viele Anlagenbauer die Programmierung extern einkaufen, ist der zugehörige Informatiker oft schon beim nächsten Projekt. Wenn es dann bei uns noch Anpassungsbedarf gibt, ist deren kurzfristige Umsetzung ohne Fernwartung sehr schwierig.“ Viele Maschinenbauer haben zwar eigene Fernwartungsmöglichkeiten - bei Cofresco wünschte man aber einen einheitlichen Standard, der nun auch in den Lieferbedingungen festgeschrieben ist. „Unterschiedliche Systeme haben auch unterschiedliche VPN-Zertifikate, die sich gegenseitig stören können“ erklärt Michael Suhr, IT-Experte bei Cofresco. „Außerdem ist das Handling immer wieder anders und unsere Mitarbeiter müssen sich damit auf völlig unterschiedliche Nutzeroberflächen einstellen. Dieses Chaos wollten wir nicht länger“ ergänzt Niedernolte. Entschieden hat man sich nach einiger Suche schließlich für die Fernwartungsrouter der Serie eWON in Verbindung mit dem Online-Serviceportal Talk2M von Wachendorff. „Die Handhabung ist bei dieser Lösung viel einfacher als bei anderen Systemen“, teilt Suhr seine Erfahrungen. Im Zentrum stand für den IT-Experten aber die Sicherheit: „In unserem Unternehmen gelten strenge Sicherheitsvorschriften für die EDV, die auch regelmäßig von der Revision überprüft werden. Wir wollen niemanden ins Netz lassen und behalten alles lieber selbst in der Hand.“ Mit den gewählten Routern sei das kein Problem. „Wir konfigurieren das System einmal, stellen ein virtuelles Netz mit einem einzigen Durchgang durch die Firewall bereit und haben damit ausreichend Kapazitäten für unsere Anlagen“, erklärt der IT-Fachmann. „Kommt eine neue hinzu, wird sie über einen Switch integriert - das ist in fünf Minuten erledigt.“

Test bestanden

„Die Router sind absolut industrietauglich und robust - nicht aus Plastik wie bei anderen Herstellern“, freut sich Instandhalter Niedernolte. Um die vielen Möglichkeiten der eWON-Router nutzen zu können, hat er in seinem Büro eine Testanlage aufgebaut, an der er neue Funktionen einem ausführlichen Praxistest unterzieht, bevor er sie in die Tat umsetzt. Hier befindet sich auch eine Kamera, die direkt auf eine angeschlossene SPS gerichtet ist, um von Ferne sofort sehen zu können, ob seine Befehle auch tatsächlich in die Tat umgesetzt werden. Eine Kamera befindet sich auch vor Ort an der kürzlich in Betrieb genommenen Verpackungsanlage. Dem Bediener wird über eine Meldeleuchte signalisiert, ob der Programmierer gerade online ist und zuschauen kann, so dass niemand Angst vor einer unbemerkten Überwachung haben muss.

Vielseitig einsetzbar

Beim Anlagenbetreiber Cofresco zeigt sich die Vielseitigkeit der Wachendorff-Lösung eWON&Talk2M, denn hier sind viele unterschiedliche Maschinenbauer und Steuerungsanbieter involviert. „Vor der �?nderung unserer Lieferbedingungen hatten wir auch schon den Fall, dass ein Lieferant die Möglichkeit der Fernwartung gar nicht vorgesehen hatte und ein entsprechendes Gateway fehlte“, so Niedernolte. Mit der Plug´n Route-Möglichkeit von eWON war das trotzdem kein Problem, denn der Inbetriebnahmeassistent eCatcher ist in der Lage, alle Adressen auslesen. Auf diese Weise lassen sich die Steuerungen aller gängigen Hersteller fernwarten - auch wenn sie ursprünglich für diesen Zweck gar nicht ausgelegt waren. Außerdem kann so auch der Zugriff über Tablets oder Smartphones komfortabel konfiguriert werden.

Ferngewartete Palettieranlage

Bei Cofresco wurde gerade die große Palettieranlage modernisiert. Hier kommen kontinuierlich Kartons mit Folienrollen an. Diese werden identisch ausgerichtet und dann mit Hilfe eines Roboters auf Paletten gepackt. Nach dem Einwickeln mit Folie läuft die versandfertige Palette vom Band. Auch diese komplexe Anlage ist mit der eWON-Lösung fernwartbar. Das ist nicht nur während der Inbetriebnahmephase sinnvoll, sondern auch darüber hinaus: „Unser Instandhaltungsteam besteht aus sieben Personen mit unterschiedlichen Aufgabenschwerpunkten. Dennoch muss sofort reagiert werden, wenn eine Störung auftritt. Auch dafür nutzen wir eWON“, erklärt der Instandhalter. Er und seine Kollegen könnten so bei Bedarf über jeden Webbrowser die Anlage einsehen und dem Bediener helfen - egal, ob sie schon Feierabend haben oder gerade auf einer Messe unterwegs sind. Dabei sind sowohl der Zugang zum Talk2M-Server als auch der Zugriff auf den entsprechenden Router durch Zugangsdaten wie Account, User-Name und Passwort geschützt.

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