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Immer sicher erreichbar

Text: Gerrit Boysen, Phoenix Contact Foto: Phoenix Contact
Viele Maschinen und Anlagen liegen in abgelegenen Regionen und sind am sinnvollsten via Mobilfunk zu überwachen. Doch häufig stellt die Netzverfügbarkeit ein Problem dar. Eine neue SIM-Karte soll jetzt Abhilfe schaffen.

In der industriellen Automation ist der Trend erkennbar, dass immer mehr Maschinen- und Anlagenbauer einen Fernzugriff auf ihre Applikationen über einen breitbandigen Mobilfunkanschluss umsetzen möchten. Das resultiert beispielsweise aus der Erstinbetriebnahme der Maschine oder Anlage an einem weit vom Unternehmenssitz entfernten Ort. Benötigt der sich dort befindliche Monteur Unterstützung bei einem spezifischen Problem, schließt er einfach einen mitgebrachten Mobilfunk-Router an die aufzubauende Anwendung an. Der Spezialist in der Unternehmenszentrale kann jetzt über die Mobilfunkstrecke auf die Maschine oder Anlage zugreifen und seinem Kollegen vor Ort zur Seite stehen. Typischerweise ist das der Fall, wenn die Software-Programmierung der eingebauten Steuerung angepasst werden soll.

Zugriffssichere Datenübertragung

Nach der Erstinbetriebnahme möchten viele Unternehmen die Geräte serienmäßig in die eigenen Maschinen und Anlagen integrieren. An dieser Stelle ergeben sich allerdings zusätzliche Anforderungen: Es ist sehr wichtig, dass die ausgewählte Telekommunikationskomponente den Anforderungen der rauen Industrieumgebung entspricht. Eine bessere elektromagnetische Verträglichkeit, die 24V-Versorgungsspannung, ein erweiterter Temperaturbereich sowie eine für den Schaltschrank optimierte Bauform sind nur einige zu nennende Punkte.Ein anderer wesentlicher Aspekt ist die Unterstützung durch den lokalen Mobilfunkanbieter. Gibt es Probleme mit dem Mobilfunknetz am Installationsort, muss sich der Maschinen- und Anlagenbauer derzeit noch an den entsprechenden Mobilfunk-Netzbetreiber wenden. Wegen der oft geringen von ihm abgenommenen Menge an SIM-Karten und des fehlenden Anwendungswissens seitens des Mobilfunkanbieters kann dem Anwender bei Problemen jedoch meist nicht geholfen werden. Das wird sich ändern, da Phoenix Contact und Marcant mit Global SIM eine Lösung entwickelt haben, welche die Mobilfunk-Router des Automatisierungsherstellers gut ergänzt. Global SIM unterscheidet sich in mehreren Punkten von einer normalen Mobilfunk-SIM-Karte. Sie bietet einen erweiterten Temperaturbereich und die IP-Kommunikation wird über private Adressen des Mobilfunkanbieters realisiert, welche via öffentliches Internet nicht erreichbar sind. Das erhöht die Zugriffssicherheit erheblich. Sämtliche Daten werden direkt an Marcant übertragen und von dort über eine verschlüsselte Internetverbindung an den Maschinen- und Anlagenbauer weitergeleitet.

Integrierte Kostenüberwachung

Global SIM arbeitet unabhängig vom Netzanbieter. Sollte der Mobilfunk-Anbieter vor Ort über keine Netzinfrastruktur verfügen oder diese ausfallen, wird automatisch versucht über einen anderen Anbieter eine Verbindung aufzubauen. Auf diese Weise lässt sich eine bestmögliche Mobilfunk-Netzabdeckung erzielen. Insgesamt werden über 30 Länder unterstützt. Dazu zählen unter anderem die 27 EU-Staaten plus die Schweiz, Island, Norwegen sowie die USA und Kanada. Global SIM umfasst außerdem eine integrierte Kostenüberwachung. Beim Überschreiten eines definierten Datenvolumens wird der Kunde informiert, dass er mit höheren Ausgaben zu rechnen hat. Marcant bietet die SIM-Karte auch für Klein- und Kleinstprojekte an. Die geringste Absatzmenge liegt bei einer Karte pro Kunde.Im Gegensatz zu einer Mobilfunk-Flatrate, bei der pro SIM-Karte monatlich Grundkosten im zweistelligen Euro-Bereich anfallen, ist Global SIM auf die Bedürfnisse der Anwender abgestimmt, die lediglich in Ausnahmefällen auf die Steuerung zugreifen wollen.

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