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„Gefragt sind maßgeschneiderte Konzepte, welche die erforderliche Funktionalität bieten und sich perfekt in das Maschinendesign integrieren lassen. “ Andrej Lorkovic, Director Product Management and Connectivity Centre ICOS, Belden Bild: Belden
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„Eine Infrastruktur – ein Ethernet“

Text: Mathis Bayerdörfer, A&D
Nicht zuletzt getrieben von der Datensicherheit und der Vision Industrie 4.0, sieht sich die industrielle Kommunikation heute vielen neuen Anforderungen gegenüber. Der Markt ist im Wandel. A&D hat mit den Produktverantwortlichen bei Belden darüber gesprochen, welche Lösungswege sich für die neuen Aufgaben anbieten und welche Unterstützung der Anwender bekommen kann.
Mathis Bayerdörfer, A&D:

Welchen Herausforderungen sieht sich der Anwender in der Fabrik aktuell gegenüber, wenn es um die Kommunikation geht?

Andrej Lorkovic:

Auf der Feldebene von Automatisierungsnetzen finden sich zurzeit noch vorwiegend passive Verdrahtungen. Weil Datenvolumen und Protokollvielfalt jedoch angesichts der steigenden Intelligenz im Produktionsprozess stetig zunehmen, sind aktive Verdrahtungen gefordert, die mit umfassenden Diagnosemöglichkeiten reibungslose Prozesse gewährleisten und zudem kostengünstige dezentrale Strukturen erlauben.

Loredana Coscotin:

Daher werden proprietäre Feldbussysteme allmählich durch Ethernet-Infrastrukturen ersetzt, und bisher isolierte Netzwerke lassen sich sowohl untereinander als auch mit dem Unternehmensnetzwerk nahtlos verbinden. Die Forderung nach einer immer schnelleren Verarbeitung von immer mehr Daten geht mit aber zusätzlichen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Kabel einher. Viele Bereiche in der Fertigung, im Energiesektor oder im Transportwesen haben nicht nur sehr hohe Übertragungskapazitäten, sondern stellen auch spezifische Anforderungen an die Kabel, zum Beispiel Widerstandsfähigkeit gegen Öle, hohe Temperaturbeständigkeit oder eine erhöhte Biegefestigkeit.

Andreas Gramer:

Auch durch die Annäherung von Unternehmens- und Fertigungsnetzen, sowie das Vordringen in neue Anwendungsbereiche, beispielsweise die Energieautomation, die Antriebstechnik oder sicherheitskritische Systeme, haben sich die Anforderungen an die Kommunikation verändert. Die Datensicherheit wird zu einem erfolgskritischen Faktor – ohne Security keine Industrie 4.0.

Welches Gewicht hat die Datensicherheit in der Fertigung bislang?

Gramer:

Die Automatisierungstechnik hat bisher an den technologischen Trends aus der IT-Branche bezüglich Cyber Security nicht wirklich teilgenommen. Entsprechend kann die Vielzahl der heute eingesetzten Automatisierungsgeräte keine Datensicherheit gewährleisten. Die Herausforderung besteht nun darin, das Datenkommunikationsnetz so zu ertüchtigen, dass es fehlende Sicherheitsfunktionen übernehmen kann. Weil das Netzwerk nun einmal der zentrale Weg für Verbreitung und Wirkungsentfaltung von Cyber-Angriffen ist, muss die Sicherheit in alle Infrastrukturgeräte eingebettet werden. Der Schutz bestehender Automatisierungsysteme lässt sich bedeutend verbessern, ohne dass Geräte ausgetauscht werden müssen oder umfassende IT-Erfahrung notwendig wäre.

Der Anwender hat es also gar nicht schwer?

Gramer:

Nein, wir integrieren entsprechende Sicherheitsfeatures schon seit Jahren in all unsere Netzwerkprodukte und bieten mit unseren Switches, Routern und Firewalls alle Komponenten für ein sicheres Kommunikationsnetzwerk. Der ganzheitliche Ansatz von Belden integriert Netzwerkmanagement, Redundanz, und Cyber Security, einheitlich über die gesamte Infrastruktur hinweg.

Welche weiteren Auswirkungen bringt Ethernet für die Industrie mit?

Coscotin:

Die jeweiligen Branchen wollen ganz unterschiedliche Geräte an ihre Industrial-Ethernet-Infrastrukturen anbinden. Das schließt auch energieintensive Maschinen, moderne Roboter, mobiles Equipment und schweres Gerät ein. Gleichzeitig fordern die Anwender größere Flexibilität für ihre Kommunikation. Eine gut durchdachte Industrial Ethernet-Infrastruktur kann dies leisten und bietet zudem integrierte Sicherheits- und Kontrollfunktionen für Scada- und LAN-Netze. In einfachen Worten: eine Infrastruktur – ein Ethernet.

Lorkovic:

Lösungen von der Stange können die individuellen Anforderungen der Kunden häufig nicht mehr erfüllen. Gefragt sind vielmehr maßgeschneiderte Konzepte, welche die erforderliche Funktionalität bieten und sich perfekt in das Maschinendesign integrieren lassen. So können wirtschaftliche Lösungen realisiert werden, die den Herstellern einen Wettbewerbsvorteil auf den internationalen Märkten verschaffen.

Welche Vorteile bieten Sie dem Anwender bei der Lösung dieser Aufgabe?

Lorkovic:

Unser breites Produktspektrum, das von Kabeln und Steckern über Ethernet-Switches bis hin zu Netzwerkmanagement-Software reicht, kann kein anderer Hersteller am Markt bieten. Gekoppelt mit unserer Erfahrung sind wir in der Lage, sowohl einzelne Maschinen und Anlagen effizient zu verdrahten als auch eine komplette Produktion zu vernetzen, von der Feld- über die Steuerungs- bis hin zur Managementebene. Mit dem Connectivity Center haben wir zudem eine Schnittstelle, um auch individuelle Lösungen in enger Abstimmung mit den Kunden innerhalb sehr kurzer Zeit umzusetzen.

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