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„Automatisiert wird immer“

Text: Fragen: Mathis Bayerdörfer, A&D; Fotos: Jessica Schuster, A&D
Marcel Woiton, verantwortlich für die Vertriebsregion Nordeuropa bei Rockwell Automation, spricht mit A&D über Aufstellung und Strategie in Deutschland und Europa sowie über die besonderen Stärken des US-amerikanischen Automatisierers.

A&D: Mit welcher Strategie ist der US-Platzhirsch der Automatisierung außerhalb von Amerika unterwegs, Herr Woiton?

Marcel Woiton: Wir wollen unabhängig vom US-Markt sein. Gemäß der langfristigen Strategie wandelt sich Rockwell Automation also von einem amerikanisch orientierten zu einem global ausgerichteten Unternehmen. Dabei treten wir gemeinsam mit unseren Kunden international auf und versorgen die Märkte mit global verfügbaren und akzeptierten Produkten. Mit einem einheitlichen ERP-System als Backbone haben wir in den vergangenen Jahren auch unsere Entwicklungs-, Produktions- und Logistikkapazität über die ganze Welt verteilt.

Wie steht es bei dieser Unabhängigkeitsstrategie um Europa und Deutschland?

Wenn man das Potenzial für Automatisierungstechnik betrachtet, spielen Europa und Deutschland eine große Rolle und sind für uns natürlich auch entsprechend interessant. Entsprechend lautet unsere Devise hierzulande: Marktanteile gewinnen! Das ist uns in den vergangenen Jahren auch gut gelungen, obwohl der Wettbewerb sehr hoch ist.

Der Automatisierungsmarkt in Deutschland und in Europa ist in der Tat dicht besetzt. Wie differenzieren Sie sich, um langfristig erfolgreich zu sein?

Unser Markt ist zwar von hohem Wettbewerb geprägt, wir befinden uns aber in einer dankbaren Branche. Denn herstellende Unternehmen wollen und müssen immer effizienter und produktiver werden. Ergo: Automatisiert wird immer. Konkreten Mehrwert bieten wir vor allem durch zwei Punkte. Zum einen sind wir über unser gesamtes Portfolio skalierbar aufgestellt und können komplett integrierte Lösungen realisieren: vom Sensor bis ins ERP. Zum anderen können die Kunden auf unsere hauseigenen Spezialisten und deren Know-how zugreifen. Das ist in einer immer komplexeren Automatisierungswelt viel wert. In Zeiten fast vergleichbarer Produkte machen die Menschen den entscheidenden Unterschied.

Das neue Midrange-System von Rockwell Automation ist seit zwei Jahren auf dem Markt. Wie ist diese Leistungsklasse in ihrem Portfolio positioniert?

Teilt man den globalen Steuerungsmarkt in große, mittlere und kleine Systeme, sind wir laut einer ARC-Studie im oberen Segment Weltmarktführer. In den unteren Bereichen rangieren andere Marktteilnehmer noch vor uns, denn wir waren lange Zeit nicht sonderlich dahin ausgerichtet. Doch wenn man global agieren und langfristig überleben will, darf man sich nicht nur auf eine Leistungsklasse verlassen. Deshalb haben wir auch eine Produktstrategie für das mittlere Segment verabschiedet - mit dem neuen Midrange-Controller als Speerspitze - und können dem Markt eine durchgängige Lösung bieten.

Das Thema Safety nimmt heute immer mehr Platz ein. Wie schätzen Sie diese Entwicklung ein?

Die Sicherheit hat viele Facetten und spielt in unserer Welt eine wichtige Rolle. Selbstredend haben wir viele Produkte im Portfolio, um Gefahren abzusichern. Doch wichtiger als die Komponenten ist der Mehrwert, den wir durch die vollständige Integration von intelligenten Sicherheitskonzepten bieten, die über die Maschinensicherheit hinaus auch Punkte wie Zugangsberechtigung oder Netzwerksicherheit abdecken. Als Anbieter blasen wir schon lange in dieses Horn, aber erst jetzt scheint sich auch das Bewusstsein bei Kunden und Anwendern hinsichtlich integrierter Safety zu entwickeln.

In wie weit müssen Sie Ihrem Kunden hier Hilfestellung leisten?

In der Sicherheitstechnik ist das Thema Support sehr wichtig: Wir verfügen nicht nur über die Hardware, sondern auch über hochqualifizierten Spezialisten, die wissen wie man sie anwendet. Sie stehen dem Kunden bei Bedarf begleitend und beratend zur Seite. Neben Produkten und Mitarbeitern gibt es aber noch eine dritte tragende Säule in unserem ganzheitlichen Sicherheitsangebot: Software-Werkzeuge wie unser Safety Automation Builder. Über solche Tools kann der Kunde bereits eigenständig sehr genau prüfen, ob sich eine Safety-Lösung für seine Anwendung eignet oder nicht.

Das klingt nach viel Aufwand für Sie als Anbieter.

Nun ja, die Welt wird eben immer komplexer und die Vorschriften akkurater. Weil viele Aufgaben und ganze Bereiche zusammenwachsen, wird es für den Maschinenbauer sehr teuer, die gesamte Sicherheit von Safety bis Security eigenständig zu stemmen. Hier müssen wir als Lieferant die Initiative ergreifen und einen spürbaren Mehrwert bieten.

Was bedeutet das für Ihre eigene Kompetenz und Ihr Anwendungswissen?

Obwohl in vielen unterschiedlichen Bereichen ein und dasselbe Produkt zum Einsatz kommt, gibt es dort sehr spezifische Anforderungen. Deshalb orientieren wir uns auch bei der internen Aufstellung an den einzelnen Industriezweigen und Branchen. Nur mit eigenen Kompetenz-Teams können wir ganzheitliche Automatisierungs- und Sicherheitslösungen für die einzelnen Marktsegmente entwickeln und anbieten.

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