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„ARM hat mächtig aufgeholt“

Text: Fragen: Mathis Bayerdörfer, A&D Foto: TQ
Vor nicht allzu langer Zeit eroberten Intel-Chips der Atom-Reihe Embedded-Anwendungen. Nun redet jeder über ARM-Prozessoren für die Industrie. Warum Intels Marktbegleiter in aller Munde ist, erklärt Wolfgang Heinz-Fischer, Leiter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der TQ-Gruppe.

A&D: Was hat es mit dem ARM-Hype auf sich?

Wolfgang Heinz-Fischer: Bisher waren ARM-Chips leistungsmäßig zu weit weg von Intel. Mit der Vorstellung Cortex-A8 und speziell Cortex-A9 hat sich das deutlich geändert. Die Leistungsdichte bei ARM-Prozessoren nimmt also stetig zu, sie bleiben aber weiterhin Ein-Chip-Lösungen mit sehr geringem Stromverbrauch. Die Atom-Reihe läuft auf zwei Chips und hat einen entsprechend hohen Stromverbrauch. Das macht ARM-Chips besonders interessant für mobile Lösungen und einfache HMI, in denen man mehr und mehr ARM-Prozessoren findet. Für viele Bereiche, speziell im Industriemarkt, ist zudem die langfristige Verfügbarkeit von bis zu 15 Jahren bei Freescale ein entscheidender Vorteil. Eine Ablöse findet aber sicher nicht statt. Die Wachstumsgeschwindigkeit bei Intel wird vielleicht etwas geringer und der Weg in neue Applikationen etwas schwieriger.

A&D: Sowohl der Geschäftsansatz als auch die Verbreitung von ARM in der Industrie ist im Vergleich zu Intel sehr verschieden. Welche Effekte sind daraus zu erwarten?

Wolfgang Heinz-Fischer: Nur wenn es um hohe Kommunikationsleistung geht, also um viele PCIe Lanes oder einige Gigabit Ethernets, führt kein Weg an Intel vorbei. Bei der Grafik-Performance, wie sie in der Industrie benötigt wird, hat ARM mächtig aufgeholt. ARM wird also stärker in Industrieapplikationen zum Einsatz kommen, zum Beispiel in Anwendungen wie low-end HMIs. Auch wenn es um spezielle Industrieschnittstellen geht, wie CAN oder andere Feldbusse und UARTs, hat ARM die Nase vorn.

A&D: Welchen Mehrwert bietet TQ mit seinem ARM-Portfolio im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten?

Wolfgang Heinz-Fischer: TQ-Module sind von ARM9, über ARM11 bis Cortex-A8 verfügbar. In diesem Jahr wird noch ein Modul mit Cotex-A9 folgen. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zum Wettbewerb ist die Optimierung auf den entsprechenden Prozessor, was in der Regel zum kompaktesten Modul im Markt führt. Auch in Sachen Speicherausbau unter Verwendung von moderner Technik hat TQ in aller Regel die Nase vorn - setzen die Marktbegleiter zum Beispiel auf DDR2, bieten wir schon DDR3 an. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Verfügbarkeit von Schnittstellen auf dem Modulstecker. Viele Anbieter verfolgen eigene Standards, bei denen meistens nicht alle Signale auf dem Modulstecker verfügbar sind. TQ geht einen anderen Weg und stellt alle Signale auf dem Modulstecker zur Verfügung. Module verschiedener Leistungsklassen austauschen zu können, ist in aller Regel nicht nötig.

A&D: Sprechen Sie mit der neuen ARM-Modul-Generation bestimmte Anwendungen oder Märkte an?

Wolfgang Heinz-Fischer: Die Möglichkeiten des ARM-Prozessors sind breit gestreut. Das sehen wir bei neuen Design-Wins heute schon, sodass wir großflächig über alle Branchen aktiv sein werden. Sicher spielen alle Arten von Anzeigegeräten wie HMIs, Bedien-Panels oder Überwachungsmonitoren auf Grund der Flexibilität auf der Grafikseite eine wichtige Rolle.

A&D: Welche Rolle nehmen ARM-Architekturen zukünftig im TQ-Portfolio ein?

Wolfgang Heinz-Fischer: Die ARM-Architekturen bilden einen Schwerpunkt für die Zukunft und dienen im Wesentlichen dem Ausbau des Embedded-Geschäftes.

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