Melden Sie sich kostenfrei an, um Artikel vollständig zu lesen...
News und Promotion-Beiträge sind ohne Registrierung kostenfrei zu lesen
Login

Passwort vergessen?
Registrieren
   

Passwort ist zu kurz (mind. 8 Zeichen).
Projektieren & Planen

0 Bewertungen

„Und Sie haben das wirklich vorrätig..?“

Text: Harry Jacob, A&D
Ein Online-Shop für die Profis in der Automatisierung, so beschreibt Geschäftsführer Stefan von der Bey die Einkaufsplattform Automation24. Hier kümmert man sich nicht nur um einfache Bestellungen, sondern auch um viele Fragen.

Sie haben rund 1800 Artikel im Sortiment. Wächst das Portfolio noch?

Ja, wir weiten unser Angebot ständig aus. Wir können uns beispielsweise vorstellen, mit Schaltschränken und Steckern zu wachsen. Was wir allerdings nicht wollen, ist auf einen Umfang zu kommen wie der Elektrogroßhandel, der in der Spitze bis zu 500 000 Produkte führt. Ich sehe unseren Online-Shop eher in der Region von 10 000 bis 12 000 Artikeln.

Wie A&D kürzlich berichtete, verkauft ja auch Amazon inzwischen Automatisierungsprodukte…

Wir nutzen Online-Plattformen wie Amazon, aber auch eBay und Mercateo als Vertriebskanäle. Gerade bei eBay haben wir viele Geschäftskunden, oft sehr kleine Betriebe. Ich vermute, die Kunden nutzen unser Angebot und bestellen hier Waren mit, wenn sie andere Produkte in diesen Kanälen kaufen.

Befürchten Sie nicht, dass Amazon Ihnen direkte Konkurrenz macht?

In der Automatisierung steht das Online-Geschäft noch am Anfang. Amazon hat sicherlich größere und lukrativere Nischen zu besetzen, die derzeit oben auf der Agenda stehen.

Wie sieht es eigentlich mit Services aus bei einem Online-Shop wie Ihrem?

Wir wollen die Angebote, die sich im Privatkundengeschäft bewährt haben auch auf das Business-to-Business-Segment übertragen. Dazu gehören Produktbilder, am besten mehrere, aus allen Perspektiven, vielleicht sogar Videos. Dann vollständige Beschreibungen, mit den genauen technischen Spezifikationen. Die müssen so aufbereitet sein, dass der Kunde danach filtern kann und so genau die Produkte findet, die für ihn geeignet sind. Des Weiteren bieten wir eine kostenlose Hotline an, sowohl national wie international. Wenn der Kunde direkt mit uns in Kontakt treten will, kann er das per Post, per Mail und sogar über Live-Chats.

Was sind die Themen, mit denen sich die Hotline beschäftigen muss?

Mit Abstand die häufigste Frage ist: Habt Ihr das Produkt wirklich da? Und wenn man das bejaht, dann wird auch bestellt.

Möglicherweise haben die Kunden da ja schon schlechte Erfahrungen gemacht…

Da kann ich die Kunden auf jeden Fall beruhigen. Unser Shop-Management-System liefert Informationen wie Preis und Bestand in Echtzeit auf der Website und zu den wichtigsten Preisvergleichsplattformen aus. Wenn ein Artikel einmal zur Neige geht, werden Auktionen auf eBay automatisch gestoppt.

Was muss die Hotline noch an Fragen bewältigen?

Unser Service wird auch gerne für applikationsbezogene Beratung genutzt. Die Anrufer schildern uns das Einsatzszenario und wollen dann wissen, ob das von ihnen präferierte Produkt dafür geeignet ist oder ob es Alternativen gibt.

Warum können Sie so günstig anbieten?

Wir setzen auf ein begrenztes Portfolio. Wir nehmen nicht ganze Produktfamilien ins Sortiment, sondern nur die Schnelldreher. Die kaufen wir in großen Stückzahlen zu guten Konditionen direkt beim Hersteller, setzen sehr auf automatisierte Prozesse und haben keinen Vertrieb im Außeneinsatz. Diese Preis- und Kostenvorteile geben wir weiter.

Wenn es allein um den Preis ginge, dann könnten Sie ja auch auf alternative Anbieter aus Asien setzen.

Ja, aber das machen wir bewusst nicht. Die Qualität der aktuellen Angebote kann uns nicht überzeugen – das werden wir unseren Kunden nicht anbieten. Aber natürlich behalten wir alternative Anbieter im Auge.

Ist der Online-Vertriebskanal inzwischen anerkannt?

Ich denke, wir stehen immer noch am Anfang dieser Entwicklung. Wenn wir fünf Jahre erfolgreich im Markt sind, dann können wir sagen, dass wir etabliert sind.

Wie geht es denn nun weiter mit Automation24?

An erster Stelle steht, das Sortiment mit weiteren wichtigen, anerkannten Herstellern zu erweitern. Und dann treiben wir die Internationalisierung voran. Inzwischen haben wir Plattformen in Großbritannien und Spanien eröffnet, Frankreich ist in Vorbereitung, weitere Länder werden folgen. Dabei beschränken wir uns noch auf Europa.

Firmen zu diesem Artikel

Nach oben