Melden Sie sich kostenfrei an, um Artikel vollständig zu lesen...
News und Promotion-Beiträge sind ohne Registrierung kostenfrei zu lesen
Login

Passwort vergessen?
Registrieren
   

Passwort ist zu kurz (mind. 8 Zeichen).
Projektieren & Planen

0 Bewertungen

Erfolgsrezept für die Braukunst

Text: Thorsten Sienk für Eplan, Fotos: Eplan
Der Erfolg eines produzierenden Unternehmens hängt von einer gut organisierten Struktur und rund laufenden Prozessen ab. Eine durchgängige Engineering-Umgebung für die Elektrotechnik spielt dabei eine essenzielle Rolle - auch beim Bierbrauen.

Pils, Biermix und Fassbrause bescherten dem Bierbrauer Veltins im vergangenen Jahr einen Rekordausstoß von 2,79 Millionen Hektolitern. Dieser Erfolg - trotz täglich wachsendem Wettbewerb bei stagnierendem Pro-Kopf-Verbrauch und steigenden Energiekosten - fußt nicht nur auf den erprobten Tugenden eines Mittelstandsunternehmens, sondern auch auf durchstrukturierten Produktions- und Materialflussketten.

Durchgängiges Engineering

Seit 1998 nutzt Veltins bei sämtlichen Planungsarbeiten für die Elektrotechnik durchgängig die Engineering-Umgebung von Eplan. "Nur etwa fünf Prozent unserer Anlagen sind nicht in Eplan angelegt", unterstreicht Walter Bauer, Geschäftsführer Technik im Unternehmen. Der Einstieg war gleichbedeutend mit einer kompletten Durchstrukturierung des Betriebes in Funktionsbereiche. "Damals haben wir die Weichen für einen Nomenklaturschlüssel gestellt, der noch heute seine Gültigkeit hat", erläutert Bauer. Er hat den Versionswechsel von 5.7 auf die heutige Eplan-Plattform vorangetrieben und begleitet. Seit 2008 läuft das Elektro-Engineering durchgängig in Eplan Electric P8. Den Wechsel hat die Privatbrauerei über einen längeren Zeitraum vollzogen. "Unsere Lieferanten müssen mit ihren Daten hinterher kommen", erklärt Bauer. Somit seien auch die Zulieferer gefordert, die neueste Version einsetzen.

Gegliederte Funktionsbereiche

Die Herausforderungen bei der Integration neuer Projekte in den Braustättenverbund werden deutlich, wenn die Strukturierung des Betriebes zum Tragen kommt. Sieben große Funktionsbereiche hat Veltins Ende der 90er definiert: Abfüllung, Brautechnik, Betriebstechnik, Gebäudetechnik, Logistik, Technische Verwaltung sowie Ver- und Entsorgung. Sie bilden Cluster, die sich weiter nach einem festgelegten Schlüssel verzweigen. Diese Struktur findet sich in sämtlichen Dokumenten, Programmierungen und Bezeichnungen wieder.

Der Typenschlüssel ist so aufgebaut, dass sich Betriebsmittel sofort einem Funktionsbereich zuordnen lassen und angegeben wird, wo der dazugehörige Schaltplan in der Dokumentation zu finden ist. Auch gibt der Schlüssel dem Instandhaltungs- und Wartungspersonal Rückschlüsse über den Standort des Schaltschrankes. Die Disziplin im Engineering zahlt sich aus, wenn die Ursache für eine Störung in einem über Jahrzehnte hinweg gewachsenen Betrieb gefunden werden muss. Weil sich Störungen aufgrund der durchgängigen Struktur schnell funktional und vor allem auch räumlich zuordnen lassen, sind sie schnell behoben. Exakt 2150 Projekte sind bei Veltins in Eplan angelegt. Neben vier Vollversionen, bedient sich das Unternehmen einer Firmenlizenz für den Eplan-Viewer. Dem Instandhaltungspersonal stehen dafür in allen Produktionsbereichen die Daten per WLAN zur Verfügung. Vor Ort gibt es ferner eine gedruckte Dokumentation im Schaltschrank.

Die Schnelligkeit bei Wartungs- und Servicearbeiten versetzt Veltins in die Lage, Umrüstungs- oder Erweiterungsarbeiten in den Wintermonaten straff durchorganisiert zu realisieren. Ein zweiter Vorteil resultiert aus der steigenden Anlagenverfügbarkeit, die die Produktivität der Brauerei erhöht. Insofern stellt die eingelegte Disziplin bei der Projektierung eine wichtige Säule des Unternehmenserfolges dar.

Eindeutige farbliche Kennung

Diesen Anspruch stellt Veltins an seine Lieferanten und an die eigene Arbeit. Vor allem bei der Entwicklung von Schnittstellen verlassen sich die Elektrotechniker und Konstrukteure nicht ausschließlich auf die Kompetenz ihrer Partner. Ein Beispiel dafür ist die Abfüllung von Fünf-Liter-Partyfässern. Die Herausforderung lag dabei darin, den Übergabepunkt von den großen Lagertanks zur Kleinfassanlage zu definieren und umzusetzen. "Die passende Verkabelung im Schaltschrank haben wir mit Eplan entwickelt", merkt Bauer an. Jedes Kabel ist exakt beschriftet und die Verdrahtungsfarben sind im gesamten Unternehmen einheitlich. "Weiß-Blau bedeutet zum Beispiel 24 Volt minus. Das weiß hier jeder." Für Veltins hat die Dokumentation einer neuen Anlage in Eplan Electric P8 zwei große Vorteile: Nahtlose Einbindung in den geschilderten Unternehmensverbund sowie die schnelle und sichere Möglichkeit der Überprüfung. "Wir können mit diesen Plänen bei der Eingangskontrolle besser überblicken, ob sich unsere Anlagenbauer an unsere Vorschriften gehalten haben. Das schließt mögliche Probleme bei der späteren Inbetriebnahme aus."

Firmen zu diesem Artikel

Nach oben