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Entschlüsselt

Text: Rainer Hönle, Deltalogic
Mit dem neuen Dateiformat des TIA Portals von Siemens hatten Anwender bisher keine Möglichkeit, die Vorteile der Software außerhalb der Siemens-Produktwelt zu nutzen. Das hat sich nun geändert: Eine neue Kommunikationsbibliothek ermöglicht den direkten Datenzugriff mit symbolischer Adressierung.

Die Zukunft ist smart – dieser Kurs zeichnet sich in der Automatisierungsbranche deutlich ab. Konkret: Intelligente Komponenten angebunden an dezentralisierte Steuerungslösungen, die einen Fernzugriff auf detaillierte Informationen einer Maschine oder Anlage erlauben; anwendungsspezifische HMIs mit optimierten Inhalten, die eine möglichst intuitive Bedien- und Wartbarkeit für Maschinenbauer und verschiedene Anwendergruppen bieten. Entwicklungen wie diese bringen immer komplexere Steuerungsabläufe mit sich. Gleichzeitig sollen sie möglichst einfach zu bedienen sein, mit übersichtlichen Darstellungen aller wichtigen Vorgänge und Kenngrößen eines Prozesses. Der Markt für Visualisierungs-Software und HMIs nimmt hier eine Schlüsselposition ein.

Der Visualisierung die Türen öffnen

Seit kurzem können Hersteller von Panels und Visualisierungssoftware mit Hilfe der Kommunikationsbibliothek Accon-AGLink einfach, schnell und zuverlässig auch im so genannten optimierten Bausteinzugriff mit den Steuerungen S7-1200 und S7-1500 kommunizieren. Damit besteht für sie erstmals die Möglichkeit, außerhalb der Siemens-Produktwelt wichtige Vorteile des TIA Portals zu nutzen. Hierzu zählen durch die von Siemens neu eingeführte Symbolikart für den besseren Bausteinzugriff die deutlich verbesserte Performance der CPU sowie die Vermeidung von Zugriffsfehlern durch Fehlprogrammierung. Das macht die erfolgreiche Entschlüsselung der TIA-Portal-Symbolik durch Deltalogic möglich.

Parallel hat das Unternehmen in die Accon-AGLink-Software eine Java-Kommunikationsbibliothek integriert und bietet nun eine Schnittstelle für die Programmierung androidbasierter Applikationen auf mobilen Endgeräten. Programmierer werden so in die Lage versetzt, Android-Applikationen für den Zugriff auf S7-basierte Steuerungen zu entwickeln und damit Steuerungen für komplexe Prozessabläufe in die mobile Welt zu übertragen. Dies ist ein wesentlicher Schritt für eine neue Generation Entwickler, die hardwareunabhängig an Systemen arbeiten möchte.

Einzug mobiler Endgeräte in die Industrie

Das enorme Entwicklungspotenzial des Android-Betriebssystems für softwarebasierte Lösungen in der industriellen Steuerungstechnik untermauert diese Idee: Die Welt der mobilen Endgeräte verwächst immer stärker mit der Welt der industriellen Automatisierung. Zunehmend sorgt auch das alltägliche Handling von Smartphones für eine Veränderung in den Ansprüchen an Steuerungslösungen. Mobile Verfügbarkeit, Usability und verdichtete Übersichten zu prozessrelevanten Daten auf touch-basierten Endgeräten rücken stärker in den Vordergrund. Daraus resultierend tun sich sowohl für viele Technikanbieter als auch für Maschinenbauer neue Chancen auf. Eine wichtige Rolle spielen hier die Themen Offenheit, Datentransparenz und Plattformunabhängigkeit.

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