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Die Zukunft liegt in der Heimindustrie

Text: Simone Käfer, A&D
Industrie 4.0, die innere Evolution, scheint die gesamte Industriewelt zu beschäftigen. Aber wie sieht es mit der Welt außerhalb der Fabrikhallen aus? Werden kleine Startups zur Gefahr für etablierte Produktionsriesen?

Mit nur gut drei Prozent mehr Marktanteil für die Smartwatch Pebble hätte ein kleines Startup den etablierten Elektronikkonzern Sony geschlagen – so die Studie von Canalys im zweiten Halbjahr 2013. Chris Anderson, Autor des Buchs Makers, macht für den Erfolg des No Names die Flexibilität verantwortlich, die das Teilen der Idee auf einer Open­Source-Plattform mit sich bringt. Der Autor beschreibt an anschaulichen Beispielen – auch aus seiner eigenen Erfahrung – die Vorteile, wenn man seine Idee für ein Produkt im Netz veröffentlicht: F&E sind kostenlos, große Flexibilität, schnelle Reaktionen, weltweite Unterstützung und Fehlerbehebung, Produktpiraterie existiert praktisch nicht. Auch 3D-Drucker spielen eine wichtige Rolle, ermöglichen sie es doch, Komponenten zu Hause auszudrucken.

Technisch versierte Menschen finden sich auf Plattformen im Netz zusammen, um gemeinsam ein Projekt zu verwirklichen. Einige von ihnen gehen völlig anderen Berufen nach, andere verdienen in ihrer Heimproduktion mehr als in ihrem ehemaligen Ingenieursjob. Anderson ist überzeugt, dass hier ein neues industrielles Organisationsmodell entsteht und nennt es die dritte industrielle Revolution. Mit Beispielen und Anekdoten angereichert, aber auch mit praktischen Tipps zur Umsetzung und hilfreichen Erklärungen ist sein Buch eine Fundgrube für Erfinder und wagt einen Blick in eine wirklich flexible Produktionszukunft.

Chris Anderson: Makers – Das Internet der Dinge: die
nächste industrielle Revolution; Carl Hanser Verlag; 22,90 Euro.

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