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„Was die Smart Factory auszeichnet, ist eine neue Rollenverteilung in der Produktion.“ Peter Fuchs, Head of Marketing Communications, KW-Software
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Text: Fragen: Juliane Witten, A&D
IT und Industrie sind Bereiche, die immer stärker ineinander greifen. A&D sprach mit Peter Fuchs von KW-Software über Lösungen und Trends für die Automatisierung.

A&D: Herr Fuchs, Welche Software-Lösungen bieten Sie, um den Anforderungen einer smarten Fabrik gerecht zu werden?

Peter Fuchs: Was die Smart Factory auszeichnet, ist eine neue Rollenverteilung in der Produktion. Das Werkstück wird intelligent, der Prozess über die Selbstorganisation vernetzter intelligenter Systeme gesteuert. In diesem Industrie 4.0-Kontext bieten wir auch führende Software-Technik für Steuerungs- und Gerätehersteller. Für die Kommunikation und Vernetzung schaffen wir mit unserer Profinet-Technik ideale Voraussetzungen durch die Kombination von IT-Kommunikation, Echtzeitfähigkeit und funktionaler Sicherheit.

Noch werden die Möglichkeiten selbstorganisierter Produktionsprozesse nicht ausgeschöpft. Woran liegt das?

Trotz der engeren Kopplung an die IT-Welt folgt die Automatisierung den Techniktrends nicht so schnell wie der Consumer-Bereich. Maschinen und Anlagen sind für lange Laufzeiten konzipiert – teilweise für Jahrzehnte. Neue Ansätze werden daher durchaus kritisch hinterfragt, bevor man sie einsetzt. Das Thema Selbstorganisation in der Fertigung ist derzeit noch im Aufbau. Vor der breiten Anwendung ist unter anderem eine entsprechende Standardisierung erforderlich. KW Software arbeitet mit Partnern im BMBF-Spitzencluster it's OWL - Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe an diesen Themen und der Zukunft von Industrie 4.0.

Färbt das Thema Datensicherheit auf Ihre Lösungen ab?

Datensicherheit wird bei uns bereits im Entwicklungsprozess berücksichtigt. Unsere Produkte sind in der Anwendung Teil eines individuellen Kundenprodukts innerhalb einer Automatisierungslösung. Für diese spezielle Lösung ist anhand der spezifischen Anwendungsszenarien ein übergreifendes Konzept mit entsprechenden technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz vor Spionage, Sabotage oder Schad-Software zu entwickeln. Wir treffen also auf unserer technischen Ebene notwendige Vorkehrungen, die Teil eines abgestimmten Sicherheitskonzepts werden.

Wohin gehen die Trends in der Automatisierungs-Software und wie bedienen Sie diese?

Vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 wird Profinet einen sehr großen Marktanteil bekommen. Wir bieten Steuerungs- und Geräteherstellern spezialisierte Profinet-Technik wie Software-Stacks oder das TPS-1 Single-Chip-Device-Interface. Durch die Spezialisierung sichern wir einen hohen Qualitätsstandard bei der Kommunikation in den Produktionsnetzwerken der Zukunft. Im Bereich der funktionalen Sicherheit unterstützen wir zukünftig die Zertifizierung neuer Funktionsbausteine mit modellbasierten automatischen Testlösungen. Dies ermöglicht unseren Kunden signifikante Einsparungen bei der Entwicklung und Zertifizierung.

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