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Text: Fragen & Foto: Mathis Bayerdörfer, A&D
Igus-Geschäftsführer Frank Blase über die Frage: Wie smart kann Kunststoff sein?

A&D: Man kann sich dem Schlagwort Industrie 4.0 kaum entziehen, oder Herr Blase?

Frank Blase: Ja, und auch wir haben schon damit begonnen, Intelligenz in unsere Produkte zu integrieren. Zum Beispiel in Richtung Condition Monitoring. Zudem beobachten wir momentan sehr interessiert, welche weiteren Ansprüche unter dem Schlagwort auftauchen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass solche Trends dann auch in Massenware und Kunststoffteilen Anwendung finden.

Wie smart kann Kunststoff denn überhaupt sein?

Kunststoff kann überaus intelligent sein. Er ist sehr flexibel und deshalb lässt sich alles Mögliche einbetten: von RFID-Transpondern über Piezotechnik bis hin zu leitfähigen Materialien. Mit Blick auf die Bekleidungsbranche sieht man, wie Kunstfasern intelligent werden und zum Beispiel medizinische Daten direkt vom Körper aufnehmen.

Wie sieht es bei Kabeln und Kabelführungen aus?

Wir haben bereits Produkte auf Krananlagen im Einsatz, die den eigenen Zustand überwachen. Sie melden, wenn eine Wartung notwendig ist und schalten im Fall einer externen Beeinträchtigung ab. Diese Funktionalität wollen wir im nächsten Schritt auf weitere Bereiche übertragen - zum Beispiel in Richtung Robotik. Weitere smarte Trends wollen wir entsprechend adaptieren.

Was bedeutet diese Entwicklung für Ihre strategische Ausrichtung, Herr Blase?

Damit unsere Produkte den neuen Ansprüchen gerecht werden, definieren wir unseren Kompetenzbereich zunehmend als Motion Plastics. Unser Hauptaugenmerk liegt auf Tribo-Polymeren zur Minimierung von Reibung und Verschleiß und Mechatronik. Hier liegt meines Erachtens viel Innovationspotenzial: Mit weniger Material und Aufwand deutlich höhere Laufzeiten erreichen.

Wie können Sie dabei Ihrem Anspruch als Innovationsführer der Branche gerecht werden?

Die Erwartungen ändern sich. Man muss sich laufend anpassen und das Ganze immer wieder neu interpretieren. Doch die Hauptsache ist, dass wir in unseren Kompetenzfeldern weiterhin rührig bleiben. Das stellen wir über die Kombination von drei Triebfedern sicher: Innovation, Service und Effizienz.

Mit dem Werkstoff Kunststoff musste Igus den Markt bekehren: vom belächelten Ansatz zur echten Alternative für anspruchsvolle Anwendungen. Welche Rolle wird Kunststoff in Zukunft spielen, Herr Blase? Bitte geben Sie einen Ausblick.

Wir machen uns natürlich viele Gedanken darüber. Weil der Werkstoff noch sehr jung ist und viele Chancen bietet, fassen wir unseren unseren Claim plastics for longer life zunehmend weiter. Kunden fragen bei uns immer wieder an, wie sie die Lebensdauer weiterer Anwendungen ohne Schmiermittel erhöhen können. Daraus ergeben sich möglicherweise in Zukunft zusätzliche Einsatzgebiete.

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